Großbritannien: Reckitt Benckiser profitiert von schwachem Pfund

Großbritannien: Reckitt Benckiser profitiert von schwachem Pfund

London (dpa) - Der britische Reinigungsmittel-Hersteller Reckitt Benckiser hat seinen Umsatz im ersten Quartal nur dank des schwachen Pfunds kräftig gesteigert. Die Erlöse stiegen aufgrund des Wertverlusts der britischen Währung um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund (3,1 Mrd Euro), wie der Konsumgüter-Konzern am Freitag mitteilte. Rechnet man Währungsschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen heraus, stagnierte die Entwicklung hingegen. Für den weiteren Jahresverlauf rechnen die Briten mit anziehenden Geschäften. Das Management bekräftigte die Prognose eines vergleichbaren Wachstums von 3 Prozent für 2017.

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Deutschland klagt gegen lückenhafte EU-Standards bei Baustoffen

Deutschland klagt gegen lückenhafte EU-Standards bei Baustoffen

Berlin/Brüssel (dpa) - Deutschland kritisiert Lücken bei Sicherheit und Gesundheitsschutz bei europäischen Standards für Baustoffe und verklagt deshalb die EU. Man habe Klage beim EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg eingereicht, teilte das Bundesumweltministerium am Mittwoch in Berlin mit. Hintergrund ist ein schon länger dauernder Streit mit der EU-Kommission über die Frage, ob Deutschland höhere Anforderungen an Baumaterialien stellen darf, als im EU-Recht vorgesehen. Der Europäische Gerichtshof hatte 2014 gegen Deutschland geurteilt und entschieden, dass EU-Staaten über die europäische CE-Kennzeichnung hinaus keine weiteren Prüfungen verlangen können. Die aktuellen EU-Normen gefährden nach Auffassung der Bundesregierung allerdings die Bausicherheit und teilweise auch Umwelt- und Gesundheitsschutz. Sie meldete deshalb 2015 bei der EU-Kommission gegen mehrere Normen Bedenken an. Die Einwände gegen die Vorgaben zu Holzfußböden und Sportböden hat die Brüsseler Behörde schon zurückgewiesen. Dagegen klagt Deutschland nun kurz vor Ablauf der Widerspruchsfrist an diesem Mittwoch. Die auf Länderebene geregelten Bauvorgaben gelten damit weiter. Die EU-Kommission verhandelt seit langem mit Deutschland, bisher aber erfolglos. Ein Argument: Deutschland könne ja Vorschriften für die Sicherheit von Gebäuden machen statt zusätzliche Anforderungen an normierte Produkte zu stellen.

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Großbritannien: Brexit-Schock für Wirtschaft bleibt aus

Großbritannien: Brexit-Schock für Wirtschaft bleibt aus

Washington (dpa) - Am Tag der Verkündung einer Neuwahl für Großbritannien hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für das Vereinigte Königreich nach oben korrigiert. Damit sind praktisch alle Korrekturen, die der IWF wegen der Risiken des Brexit-Votums vorgenommen hat, wieder aufgehoben. «Wir haben den befürchteten steilen Abfall von Konsumverhalten nicht gesehen», sagte IWF-Chefvolkswirt Maury Obstfeld am Dienstag in Washington. Der Prognose zufolge wird Großbritanniens Wirtschaft im laufenden Jahr um zwei Prozent wachsen. Dies ist ein halber Prozentpunkt mehr, als der IWF noch im Januar vorhergesehen hatte und fast ein Prozentpunkt mehr als in der Prognose vom Oktober vergangenen Jahres. Damit würde die Wirtschaft des Königreichs in diesem Jahr auch schneller als die der anderen großen EU-Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien sowie schneller als der Durchschnitt der Euro-Zone wachsen. Im nächsten Jahr sieht der IWF für Großbritannien allerdings nur noch 1,5 Prozent Wachstum.

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Niederlande: Fusion soll größten Fahrradbauer der Welt schaffen

Niederlande: Fusion soll größten Fahrradbauer der Welt schaffen

Amsterdam (dpa) - Der niederländische Fahrradbauer Gazelle will seine Konkurrenten Sparta und Batavus übernehmen und damit nach eigenen Angaben zum größten Fahrradbauer der Welt aufsteigen. Das teilte der Eigentümer von Gazelle, die Pon Holding, am Dienstag in Almere bei Amsterdam mit. Sparta und Batavus gehören zur niederländischen Accell Gruppe, welche die Gespräche bestätigte. Das Familienunternehmen Pon bietet 845 Millionen Euro. Mit der Fusion will Pon wachsen, um im globalen Wettbewerb der Radhersteller zu bestehen - und einen Branchenriesen nach Umsatz schaffen. Pon will dieses Jahr mit rund 800 000 verkauften Fahrrädern einen Umsatz von 700 Millionen Euro erzielen. Der Konzern ist mit 13 000 Mitarbeitern in 32 Ländern an vielen Radherstellern beteiligt, auch an «Derby Cycle» aus dem niedersächsischen Cloppenburg. Die Firma ist für Marken wie Kalkhoff, Raleigh und Focus bekannt. Zum Portfolio von Pon gehört auch die kanadische Rennrad-Marke Cervélo.

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Österreich: Wolford strebt Eigenkapitalerhöhung an

Österreich: Wolford strebt Eigenkapitalerhöhung an

Bregenz (dpa) - Der Wäsche- und Strumpfhersteller Wolford strebt nach höheren Verlusten eine Geldspritze an. Zu den bisher für 2016/17 absehbaren Betriebsverlusten von bis zu zehn Millionen Euro kämen Wertberichtigungen und Sanierungsaufwendungen von bis zu neun Millionen Euro, teilte das Unternehmen aus Österreich am Mittwoch in Bregenz mit. Der Vorstand strebe eine Eigenkapitalerhöhung an, sagte Finanzvorstand Axel Dreher zur Nachrichtenagentur APA.

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Griechenland: Documenta geht an Athener Normalbürgern vorbei

Griechenland: Documenta geht an Athener Normalbürgern vorbei

Kassel/Athen (dpa) - Auf dem Syntagma-Platz in Athen nähen junge Menschen mit grobem Faden und dicker Nadel Jute-Säcke zusammen. Ibrahim Mahama, einer der rund 160 Künstler der documenta 14, näht mit. Aus einzelnen Flicken, die ihre Geschichte haben, erklärt der Performance-Künstler aus Ghana, wird auf einem Platz, der seine Geschichte hat, mit der Zeit ein gemeinsames Ganzes.  Mit Spannung war erwartet worden, ob das funktioniert, die documenta in Athen stattfinden zu lassen. Die Vorbereitung, gibt der künstlerischer Leiter Adam Szymczyk zu, waren «qualvoll und schwierig». Zwei Tage lang durften sich Presse und Fachbesucher ihr Urteil bilden. Wie kommt die documemta in Athen an?  In den griechischen Zeitungen, die anfangs recht kritisch waren, wird der Ton freundlicher. «Kathimerini» vergleicht die Bedeutung der documenta für Athen sogar mit den Olympischen Spielen: «Wegen der documenta sind bereits viele tausend Künstler, Journalisten und Kunstkritiker in der Stadt - es erinnert an das Fieber von 2004.»

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