KfW: Fünf Milliarden auf falsche Konten überwiesen

KfW: Fünf Milliarden auf falsche Konten überwiesen

Frankfurt/Main (dpa) - Überweisungspanne bei der staatlichen KfW: Die Förderbank transferierte nach Informationen aus Finanzkreisen fälschlicherweise fünf Milliarden Euro an mehrere Banken. Der Fehler vom 20. Februar sei umgehend bemerkt und behoben worden, das Geld wieder zurückgeholt worden, erklärte das Frankfurter Institut am Freitag auf Anfrage. Die Summe wollte die KfW nicht bestätigen. Auslöser sei «menschliches Versagen» eines erfahrenen KfW-Programmierers bei Arbeiten an der IT gewesen. Infolge einer fehlerhaften Einstellung habe die Zahlungsverkehrssoftware automatisch Mehrfachzahlungen an vier Banken ausgelöst.

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GfK: KKR setzt Zwangsabfindung für Kleinaktionäre durch

GfK: KKR setzt Zwangsabfindung für Kleinaktionäre durch

Nürnberg (dpa) - Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR beim Marktforschungsunternehmen GfK sollen die verbliebenen Kleinaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden. Der GfK-Verein und KKR hätten nun zusammen Zugriff auf knapp 96,7 Prozent der Anteile, weshalb auf der Hauptversammlung der Ausschluss der verbliebenen Minderheitseigner gegen eine Barabfindung beschlossen werden solle, erklärte die GfK am Mittwochabend in Nürnberg. Anschließend kann die GfK SE von der Börse genommen werden. Mit diesem sogenannten Squeeze-out war bereits gerechnet worden, unklar sind aber noch die genauen Konditionen. Eine solche Zwangsabfindung ist möglich, wenn der oder die Hauptaktionäre mindestens 95 Prozent am Unternehmen halten. Angesichts des geringen Streubesitzes war die Aktie des Marktforschers schon aus dem SDax ausgeschieden, dem Index der kleineren börsennotierten Unternehmen.

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Berliner Start-Up will LTE-Verbindung auf dem Mond

Berliner Start-Up will LTE-Verbindung auf dem Mond

Berlin (dpa) - Die Funkverbindung LTE-V soll künftig Fahrzeuge im Straßenverkehr miteinander vernetzen - doch auch auf dem Mond soll im kommenden Jahr ein solches Netz entstehen. «Wir wollen zeigen, dass LTE auf dem Mond funktioniert», sagt Robert Böhme, Chef des Berliner Start-ups Part-Time-Scientists, das sich der privaten Raumfahrt verschrieben hat und gerade eine Mondlandung vorbereitet. Eine Falcon-Trägerrakete soll 2018 mit der Technik von Cape Canaveral starten. Bei dem ambitionierten Projekt sollen in Kooperation mit dem Telekommunikationskonzern Vodafone das Landemodul Alina sowie zwei kleine Lunar Rover des Autoherstellers Audi auf dem Mond mit der Funktechnik ausgestattet werden. Damit könnten sich die Rover voneinander wegbewegen und trotzdem in Verbindung bleiben.

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Italien: Verwaltungsrat von Alitalia billigt Rettungsplan

Italien: Verwaltungsrat von Alitalia billigt Rettungsplan

Rom/Fiumicino (dpa) - Der Verwaltungsrat der schwer angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat einen dringend benötigten Rettungsplan verabschiedet. Bis Ende 2019 will die Airline eine Milliarde Euro Kosten einsparen und wieder schwarze Zahlen schreiben, wie Alitalia am Mittwochabend nach einer mehrstündigen Sitzung des Verwaltungsrats mitteilte. Dazu will sie ihre jährlichen Kosten um eine Milliarde Euro senken und ihren Umsatz um 30 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro steigern. Sobald es Einvernehmen über die Finanzierung des Plans gebe, werde Ex-Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo seinen Posten als Verwaltungsratspräsident der Fluglinie verlassen, teilte Alitalia außerdem mit. Ihm folge der ehemalige Generaldirektor der italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Rai, Luigi Gubitosi. Der Rettungsplan sieht vor, dass die Flotte der Kurz- und Mittelstreckenjets bis zum nächsten Jahr um 20 Flugzeuge schrumpft. Derzeit hat die Gesellschaft laut den Angaben auf ihrer Internetseite insgesamt 122 Maschinen im Einsatz. Alitalia will außerdem ihr Langstreckenangebot nach Amerika ausbauen und auf bereits bestehende Strecken mehr Flüge anbieten.

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Innogy: Ernüchterndes Ergebnis wegen Energiewende

Innogy: Ernüchterndes Ergebnis wegen Energiewende

Essen (dpa) - Die neue RWE-Ökostromtochter Innogy hat im ersten Jahr gleich die tückischen Seiten der Energiewende zu spüren bekommen: Weil 2016 ungewöhnlich wenig Wind wehte, ging die Stromproduktion aus den Windkraftwerken und damit der Gewinn des Unternehmens zurück. «Auch im Geschäft mit der Energiewende fällt das Geld nicht vom Himmel», sagte Konzernchef Peter Terium am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Essen. Mehr als 80 Prozent des von Innogy produzierten Stroms kommen aus Windkraftwerken. Gleichzeitig musste das Unternehmen viel Geld für den Erhalt der Stromnetze ausgeben. Das betriebliche Ergebnis (um Sondereffekte bereinigtes Ebitda) schrumpfte um 7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, das Nettoergebnis um gut 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr rechnet Innogy aber wieder mit einem steigenden Ergebnis, wie Terium ankündigte.

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Österreich: Brexit lässt Forderungen nach Sparkurs lautwerden

Österreich: Brexit lässt Forderungen nach Sparkurs lautwerden

Wien (dpa) - Der Wegfall der britischen Zahlungen an die EU nach einem Brexit soll aus Sicht Österreichs durch Einsparungen in Brüssel ausgeglichen werden. In einem ersten Entwurf zur österreichischen Position empfiehlt Außen- und Europaminister Sebastian Kurz (ÖVP) unter anderem die Halbierung der EU-Kommission auf 14 Kommissare. Auszüge des Entwurfs liegen den Nachrichtenagenturen APA und dpa vor. Angesichts des Wegfalls des britischen Nettobeitrags von rund 14 Milliarden Euro pro Jahr schlagen die Experten des Ministeriums eine generelle Personal- und Ausgabenkürzung in der EU um 12,8 Prozent vor. Dies entspreche dem Bevölkerungsanteil der Briten an der Union. «Damit es zu keiner Kostenexplosion kommt, soll das Budget der Union um den Beitrag der Briten reduziert werden, anstelle den Netto-Zahlern eine zusätzliche Belastung aufzuoktroyieren», heißt es in dem Papier.

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