Großbritannien: Brexit ohne Auswirkung auf Binnenmarkt-Teilnahme

Großbritannien: Brexit ohne Auswirkung auf Binnenmarkt-Teilnahme

London (dpa) - Der frühere Londoner Bürgermeister und Brexit-Wortführer Boris Johnson geht davon aus, dass Großbritannien weiter vom europäischen Binnenmarkt und der Arbeitnehmerfreizügigkeit profitieren wird. Briten würden weiterhin in der Lage sein, in der EU zu reisen, zu arbeiten, Häuser zu kaufen und sich niederzulassen, schrieb Johnson in einem Gastbeitrag im «Daily Telegraph» (Montag). Auch der freie Zugang zum europäischen Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen werde nicht eingeschränkt, prophezeite Johnson, der als Nachfolger des scheidenden Premierministers David Cameron gehandelt wird. Gleichzeitig werde Großbritannien aber wieder «demokratische Kontrolle über die Einwanderungspolitik übernehmen». Demnach soll ein «humanes Punktesystem, das an den Interessen von Handel und Industrie ausgerichtet ist», die Zuwanderung zum Vereinigten Königreich beschränken.

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Mallorca: Kopfschütteln über Ökotaxe zu Beginn der Sommersaison

Mallorca: Kopfschütteln über Ökotaxe zu Beginn der Sommersaison

Palma de Mallorca (dpa) - Mallorca steht vor einem Rekordsommer mit einem nie da gewesenen Touristenansturm. Schon dieser Tage trampeln sich die vor allem aus Deutschland und England kommenden Besucher am Flughafen Son Sant Joan, auf Palmas Flaniermeile Passeig del Born und am Ballermann auf den Füße herum. Die Kassen klingeln wie noch nie. Richtig freuen wollen sich die Hotel- und Gaststättenbetreiber der spanischen Ferieninsel dennoch nicht. Die Nachricht vom Brexit verunsicherte viele. Zu allem Übel läuft nun auch der Countdown zur Einführung einer umstrittenen Touristenabgabe ab. Am kommenden Freitag (1. Juli) ist es soweit. An der Hotelrezeption müssen dann Besucher pro Person und Nacht eine Übernachtungssteuer von 0,25 bis 2,00 Euro zahlen. Wie das seit Mitte 2015 von linken Parteien beherrschte Parlament der Balearen in Palma de Mallorca im Frühjahr beschloss, richtet sich die Höhe der Abgabe nach der Art der Unterkunft. In der Nebensaison wird der Betrag halbiert. Zusätzlich werden zehn Prozent Mehrwertsteuer erhoben. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind von der Abgabe aber befreit.

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Griechenland: Regierung will Finanzkontrollen lockern

Griechenland: Regierung will Finanzkontrollen lockern

Athen (dpa) – Griechenland plant, die Finanzkontrollen für seine Bürger zu lockern. Wer bislang zu Hause gehortetes Geld auf sein Konto einzahlt, soll es künftig in beliebiger Höhe wieder abheben und überweisen können, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Damit hofft Athen, dass schätzungsweise bis zu 30 Milliarden Euro aus Privathaushalten zurück auf den Geldmarkt kommen. «Das wird bald geschehen», hieß es von einer mit dem Thema vertrauten Person aus dem Umfeld des Finanzministeriums. Griechenland hatte Ende Juni 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und seinen angeschlagenen Banken etwas Luft zu verschaffen. Unter anderem können die Bürger seither höchstens 420 Euro pro Woche in bar von ihren Konten abheben. Pro Auslandsreise dürfen griechische Touristen höchstens 2000 Euro Bargeld mitnehmen.

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Österreich: Optimismus zu Beginn der Sommersaison im Tourismus

Österreich: Optimismus zu Beginn der Sommersaison im Tourismus

Wien (dpa) - Österreich rechnet in der Sommer-Saison wieder mit einem glänzenden Tourismusgeschäft. «Wir verzeichnen seit Jahren eine stabile Aufwärtskurve und sind erneut optimistisch», sagte die Sprecherin der nationalen Tourismusagentur «Österreich Werbung», Ulrike Rauch-Keschmann. Im Sommer 2015 (Mai bis Oktober) habe es bei den Ankünften ein Plus von 6,3 Prozent auf 22 Millionen und bei den Übernachtungen von 3,3 Prozent auf 70 Millionen gegeben. Für gestresste Menschen seien Berge und Natur eine verlockende Aussicht aufs Abschalten, hieß es. Seit einigen Jahren gebe es auch die Bereitschaft, im Urlaub wieder mehr Geld auszugeben, meinte Rauch-Keschmann. Die Umsätze im österreichischen Tourismus erreichten im Sommer 2015 rund 11,7 Milliarden Euro, ein preisbereinigtes Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Deutschen waren die mit Abstand größte Urlaubergruppe - gefolgt von Niederländern, Schweizern und Italienern. Der Sommer ist auch für die Seilbahnen ein inzwischen wichtiges Geschäft. 80 Prozent der 253 Seilbahn-Unternehmen sind in Betrieb und bringen zwischen Mai und Oktober etwa 16 Millionen Gäste in die österreichische Bergwelt.

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Griechenland: Hafenarbeiter-Streiks beeinträchtigen auch Kreuzfahrttouristen

Griechenland: Hafenarbeiter-Streiks beeinträchtigen auch Kreuzfahrttouristen

Athen (dpa) - Wegen des seit drei Wochen andauernden Streiks griechischer Hafenarbeiter leiden Kreuzfahrt-Touristen und Transportunternehmen. Es gebe weiterhin «ernsthafte Probleme», meldete der Fernsehsender Skai am Samstag. In den Häfen von Piräus und Thessaloniki müssen demnach die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen ihre Koffer über weite Strecken selbst tragen; auch Containerschiffe liegen fest, weil sie nicht ent- und beladen werden. Den Streik der Hafenarbeiter sehen viele Griechen mit gemischten Gefühlen. Der Tourismus-Sektor und letztlich ganz Griechenland hat das Geld aus der Tourismus-Branche bitter nötig, denn fast ein Fünftel der Wirtschaftsleistung kommt aus diesem Bereich. Die Streikenden wiederum fürchten die Übernahme der Häfen durch private Unternehmen. Diese Privatisierungen jedoch sind Bestandteil des griechischen Reform- und Sparprogramms. Vorschläge seitens des Ministeriums für die Handelsschifffahrt stießen am Freitag bei den Streikenden auf wenig Begeisterung - sie setzten den Ausstand fort.

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EU-Finanzminister uneinig über Defizitsünder Spanien und Portugal

EU-Finanzminister uneinig über Defizitsünder Spanien und Portugal

Brüssel (dpa) - Der Streit über den Brüsseler Umgang mit den Defizitsündern Spanien und Portugal nimmt an Schärfe zu. Bei den EU-Finanzministern solle an diesem Freitag in Luxemburg kein Beschluss gefällt werden, Milde gegenüber den beiden Ländern walten zu lassen und ihnen jeweils ein Jahr mehr zum Sparen zu gewähren, berichteten Diplomaten am Mittwoch in Brüssel. Beide Länder verstießen 2015 gegen Haushaltsvorgaben. Deswegen sind Strafen weiter nicht ausgeschlossen; die Kommission will nach früherer eigener Aussage Anfang nächsten Monats erneut über die Lage beraten. Spanien droht bei einer Verschärfung des Strafverfahrens ein Bußgeld von bis zu zwei Milliarden Euro, bei Portugal sind es bis zu 360 Millionen Euro. Aus dem EU-Ministerrat, wo die EU-Staaten vertreten sind, wird auf einen härteren Kurs der Kommission bei den Defizitverfahren gedrungen.

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