Vivendi verkündet Aus für Watchever zum Jahresende

Vivendi verkündet Aus für Watchever zum Jahresende

Paris/Berlin (dpa) - Der französische Medienkonzern Vivendi schließt seinen deutschen Online-Videoanbieter Watchever zum Ende des Jahres. Ein entsprechender Bericht der französischen Wirtschaftszeitung «Les Échos» wurde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag aus informierten Kreisen bestätigt. Betroffen seien etwas weniger als 20 Mitarbeiter in Berlin, die Sozialpartner seien bereits informiert. Der Mutterkonzern wollte die Angaben nicht kommentieren. Vivendi hatte den Dienst 2013 gestartet. Watchever ist ein Streaming-Dienst wie die rivalisierenden Angebote Netflix oder Maxdome, bei dem Videoinhalte für eine monatliche Abo-Gebühr direkt aus dem Netz abgespielt werden. Es hieß nun weiter, dass die Technologie von Watchever für andere Angebote genutzt werden solle.

Read more

Volvo: Erfolgreicher Sparkurs stützt operativen Gewinn

Volvo: Erfolgreicher Sparkurs stützt operativen Gewinn

Göteborg (dpa) - Für den Lastwagenbauer Volvo machen sich angesichts der Auftragsflaute Sparmaßnahmen bezahlt. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um 7 Prozent auf knapp 79 Milliarden schwedische Kronen (8,3 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Während die Nachfrage nach Lastwagen aus Europa gestiegen sei, habe das Geschäft in Nordamerika und Brasilien geschwächelt, erklärte Volvo-Chef Martin Lundstedt laut Mitteilung. Der operative Gewinn vor Sondereffekten legte aber um 2,5 Prozent auf 6,1 Milliarden Kronen zu und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Die Kosten für die Verwaltung sowie für Forschung und Entwicklung schrumpften. Unterm Strich blieb davon aber kaum etwas übrig. Der Gewinn sackte unter anderem angesichts weiterer Rückstellungen für die bevorstehende EU-Strafe für mehrere Hersteller wegen eines Lkw-Kartells um mehr als 60 Prozent auf knapp 2 Milliarden Kronen ab.

Read more

Daimler: EU-Kommission verhängt Bußgeld nach Preisabsprachen

Daimler: EU-Kommission verhängt Bußgeld nach Preisabsprachen

Brüssel/Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler bekommt von der EU-Kommission mehr als eine Milliarde Euro Bußgeld wegen unerlaubter Preisabsprachen aufgebrummt. «Die Einigung beendet das EU-Kartellverfahren», sagte eine Daimler-Sprecherin am Dienstag in Stuttgart. An den Absprachen waren neben Daimler auch MAN, Iveco, DAF und Volvo/Renault beteiligt, wie die europäischen Wettbewerbshüter in Brüssel mitteilten. Insgesamt verhängte die EU-Kommission Bußgelder in Höhe von knapp 2,93 Milliarden Euro. Daimler trifft mit 1,09 Milliarden Euro der Löwenanteil. Daimler bedauere die Vorfälle und habe Konsequenzen gezogen, sagte die Daimler-Sprecherin weiter. So seien interne Kontrollen gestärkt und Mitarbeiter verstärkt geschult worden. Der Autobauer hatte 2011 eine erste Rückstellung in unbekannter Höhe für drohende Strafen aus dem Kartellverfahren vorgenommen, die 2014 um 600 Millionen Euro erhöht wurde. Im zweiten Quartal hat der Konzern weitere 400 Millionen Euro für «Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren» verbucht.

Read more

Treffen der EU-Agrarminister im Zeichen der Milchkrise

Treffen der EU-Agrarminister im Zeichen der Milchkrise

Brüssel (dpa) - Die EU will deutschen Milchbauern und ihren europäischen Kollegen erneut mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. Am kommenden Montag werde beim Treffen der EU-Agrarminister ein europaweites Maßnahmenpaket vorgestellt, versprach Agrarkommissar Phil Hogan am Freitag in Brüssel. Dort sprach er bei einem Treffen mit dem deutschen Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) und dessen Kollegen aus den Bundesländern über die angespannte Lage auf dem europäischen Milchmarkt. Ein geplantes gemeinsames Positionspapier der Bundesländer kam bei dem Treffen nicht zustande. Rheinland-Pfalz habe sich gegen das Papier ausgesprochen, mit die anderen deutschen Ressortchefs eine verpflichtende Senkung der Milchmenge fordern wollten, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) als Vorsitzender der Agrarministerkonferenz am Freitagabend. Das Land habe mit dieser Haltung allein gestanden. Niedersachsens Ressortchef Christian Meyer hatte im Vorfeld der Konferenz für eine vorübergehende staatliche Begrenzung der Milchmenge plädiert. Die Bauern sollten ihre Produktion um drei bis fünf Prozent zurückfahren. Die Milchkrise sei europaweit zu spüren und daher nur auf europäischer Ebene zu lösen, meinte Meyer.

Read more

Frankreich: Kritik an Goldman-Sachs-Engagement Barrosos

Frankreich: Kritik an Goldman-Sachs-Engagement Barrosos

Paris (dpa) - Frankreich hat den früheren EU-Kommissionschef José Manuel Barroso aufgefordert, auf seinen Wechsel zur US-Investmentbank Goldman Sachs zu verzichten. «Moralisch, politisch, berufsethisch ist das ein Fehler von Herrn Barroso», sagte Europa-Staatssekretär Harlem Désir am Mittwoch in der Pariser Nationalversammlung. Dies sei «der schlechteste Dienst», den ein früherer Chef einer EU-Institution dem europäischen Projekt zum aktuellen Zeitpunkt leisten könne. Désir forderte die EU-Kommission auf, ihre Ethikregeln zu verschärfen. Die Behörde hatte am Montag mitgeteilt, dass sie den Wechsel nicht als Verstoß gegen die Regeln sehe und auch eine Verschärfung nicht für nötig halte.

Read more

Spanien: Mallorca profitiert von unruhigem Nahen Osten

Spanien: Mallorca profitiert von unruhigem Nahen Osten

Madrid/Palma de Mallorca (dpa) - Manuel reibt sich die Hände: «Ich kann mich nicht an einen Juni erinnern, an dem es hier so viele Besucher gegeben hat. Wir kommen kaum zur Ruhe», sagt der Pferdekutscher vor der Kathedrale von Palma de Mallorca schwitzend, aber mit breitem Lächeln. Auch die Betreiber von Gaststätten, Hotels und Souvenirläden frohlocken - nicht nur auf der Insel, sondern in ganz Spanien. Erwartet werden 2016 rund 72 Millionen Touristen, nach 68 Millionen im Vorjahr. Der Einnahmerekord des Vorjahres von knapp 51 Milliarden Euro wird übertroffen werden. Die spanische Wirtschaft, die mit 21 Prozent immer noch unter einer der höchsten Arbeitslosenquoten der EU leidet, jubelt. Und stellt auch ein: Gegenüber Mai wurde ein Rückgang der Arbeitslosen um gut 124 000 oder 3,2 Prozent verzeichnet. Es war für den spanischen Arbeitsmarkt der beste Juni seit 2006. In Spanien hat der Tourismus immerhin einen Anteil von 16 Prozent am Bruttoinlandsprodukt, in Deutschland sind es lediglich 8,9 Prozent.

Read more