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Intesa Sanpaolo streicht Tausende Stellen nach Übernahme von Krisenbanken

TURIN – Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo baut nach der Übernahme zweier heimischer Rivalen massiv Stellen ab. Rund 7500 Leute würden im Rahmen eines freiwilligen Abfindungsprogramms gehen, teilte die Bank am Donnerstag in Turin mit. Hinzu kämen 1500 Mitarbeiter, die ohnehin bis zum Ende kommenden Jahres in Rente gingen.

Italiens Banken ächzen seit geraumer Zeit unter einem Berg fauler Kredite. Branchenriese Intesa hatte deshalb im Sommer die vom Kollaps bedrohten, deutlich kleineren Wettbewerber Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca geschluckt. Der italienische Staat unterstützte das nicht ganz risikofreie Unterfangen mit einem Milliardenbetrag.

Nun stellt sich Intesa neu auf. Mit den Gewerkschaften sei eine Vereinbarung über den Stellenabbau getroffen worden, erklärte die Bank. Darin festgeschrieben sind auch 1500 neue Jobs, teilweise allerdings auf freiberuflicher Basis.

Der Stellenabbau soll bis Mitte 2020 durchgezogen werden. Im vierten Quartal diesen Jahres verbucht die Bank dafür 45 Millionen Euro an Kosten. Ab 2021 erwartet Intesa dann Einsparungen von 675 Millionen Euro jährlich.