Deutsch-französisches Batteriezellenkonsortium beschlossen

Foto: Fahnen von Deutschland, Frankreich und der EU (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Fahnen von Deutschland, Frankreich und der EU (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin/Paris (dts Nachrichtenagentur) – Die Pläne für eine europäische Batteriezellenfertigung nehmen Gestalt an. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) bereits im April berichtet hat, haben das deutsche und das französische Wirtschaftsministerium in einem gemeinsamen „Letter of Intent“ der EU-Kommission das erste Konsortium vorgeschlagen, das sie fördern wollen. Es handelt sich um den französischen Autokonzern PSA mit seiner deutschen Tochtergesellschaft Opel sowie den französischen Batteriehersteller Saft, der zum Total-Konzern gehört.

„Wegen drängender und irreversibler strategischer Entscheidungen der Partner“ brauche man möglichst bald die Zustimmung aus Brüssel, heißt es in dem Schreiben, über das die FAZ berichtet hat. Geplant sei eine „großformatige und nachhaltige Batteriefertigung in Frankreich und Deutschland“. Wie in Branchenkreisen zu hören ist, könnte das Opel-Komponentenwerk in Kaiserslautern einer der Orte werden, an denen künftig die Batteriezellen entstehen.

Ein Sprecher von Opel wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Er sagte nur: „Die Groupe PSA begrüßt den Ansatz, eine Batteriefertigung in Europa zu etablieren.“ In Berlin hofft man darauf, noch in dieser Woche einen Schritt weiter zu kommen.

„Die Kommission ist jetzt am Zug, mit einem `Letter of Comfort` grünes Licht für das deutsch-französische Projekt zu geben“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Um wie viel Fördergeld es konkret geht, geht aus dem Brief nicht hervor.