Börse

Griechenland: Neues Milliarden-Sparpaket vor der Verabschiedung

Athen (dpa) - Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hat dem Parlament am späten Samstagabend ein neues hartes Sparprogramm vorgelegt. Das Spar- und Reformpaket habe ein Volumen von bis zu 4,9 Milliarden Euro, berichtete die griechische Finanzpresse am Sonntag nach einer ersten Lesung. Die Billigung der neuen Sparmaßnahmen ist Voraussetzung für weitere Hilfen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland braucht im Juli mehr als sieben Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen. Die Sparmaßnahmen sollen stufenweise von 2019 an in Kraft treten.

Betroffen von den neuen Einsparungen sind hauptsächlich die Rentner und die Mittelschicht. Ab 2019 sollen die Renten um bis zu 18 Prozent gekürzt werden. Ab 2020 soll der jährliche Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro gesenkt werden. Die Gewerkschaften kündigten umfangreiche Streiks an. Das Parlament soll das Sparprogramm am späten Donnerstagabend (18. Mai) billigen.

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DSW: Börsennotierte Unternehmen in Deutschland gehen verantwortungsvoll mit Quartalsberichten um

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Die meisten börsennotierten Unternehmen in Deutschland informieren nach Einschätzung von Aktionärsvertretern ihre Anleger trotz eingedampfter Quartalsberichte ausreichend. «Wir hatten sehr große Befürchtungen, dass mit den Mitteilungen Schindluder getrieben wird. Zwar gibt es Ausreißer, doch das Gros der Unternehmen geht sehr verantwortungsbewusst damit um», sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, der Deutschen Presse-Agentur.

Unternehmen des Prime Standards, die in einem der Börsenindizes Dax, MDax, TecDax oder SDax gelistet sind, müssen seit November 2015 für das erste und dritte Quartal nur noch eine Mitteilung veröffentlichen.

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Stada: Großaktionär AOC verkauft sämtliche Anteile

Bad Vilbel (dpa) - Der Stada-Großaktionär AOC versilbert mitten im Übernahmepoker um den hessischen Arzneimittelhersteller all seine Anteile. Der Investor hat sein Paket von rund 5 Prozent der Stada-Aktien veräußert, wie ein AOC-Sprecher nach einer Stada-Börsenpflichtmitteilung am Freitag sagte. Der aktivistische Investor war im vergangenen Jahr bei Stada eingestiegen und hatte auf Veränderungen im Geschäftsmodell gedrängt sowie Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht. Man gehe davon aus, dass die veräußerten Anteile den Finanzinvestoren Bain und Cinven angedient würden, teilte AOC mit.

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Pariser Luftfahrtmesse: Airbus will Ladenhüter A380 retten

Le Bourget (dpa) - Die blauen Aufsätze an den Flügeln des weltgrößten Passagierflugzeugs sind nur Attrappen, und doch eine je 4,70 Meter lange Überraschung. Auf der Pariser Luftfahrtmesse zeigt der europäische Flugzeugbauer Airbus seit Montag, wie er seinen Ladenhüter A380 retten will. Die deutlich vergrößerten, abgeknickten Flügelenden («Winglets») sollen den Spritverbrauch senken und den Riesenflieger so für Airlines attraktiver machen - damit endlich wieder Bestellungen eintrudeln.

Seit Jahren beschwören die Airbus-Verantwortlichen eine goldene Zukunft für den Doppelstock-Flieger. Die Argumentation ist simpel: Wenn der Luftverkehr weiter wächst und der Platz an den Flughäfen knapp wird, ist ein Großraumflugzeug die Antwort. Beim Starten und Landen braucht die A380 so viel Zeit und Platz wie ein Regionaljet, fasst aber fünf bis sechs Mal so viele Passagiere.

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EZB über Verfall der Ölpreise alarmiert

Verbraucher freut es, Notenbankern treibt es Sorgenfalten auf die Stirn: Der Absturz der Ölpreise könnte die schon gefährlich niedrige Inflation weiter drücken. Von Deflation ist aber noch nicht die Rede.

Berlin/Frankfurt (dpa) - Der Verfall der Ölpreise alarmiert die Europäische Zentralbank (EZB) - ihr Vizechef Vítor Constâncio warnt vor einem möglichen Abrutschen der Preise auf breiter Front. „Wir rechnen nun mit einer negativen Inflationsrate in den kommenden Monaten“, sagte der Ökonom in einem Interview der „Wirtschaftswoche“.

Sollte Rohöl länger so billig bleiben wie zuletzt, drohe „ein gefährlicher Teufelskreis aus sinkenden Preisen, steigenden realen Lohnkosten, sinkenden Gewinnen, schrumpfender Nachfrage und weiter sinkenden Preisen“. Die bisherige Inflationsschätzung der EZB für das nächste Jahr von 0,7 Prozent sei inzwischen nicht mehr zu halten. Seit dem Sommer sind die Rohölpreise um bis zu 50 Prozent abgesackt.

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