Börse

Innogy: Ernüchterndes Ergebnis wegen Energiewende

Essen (dpa) - Die neue RWE-Ökostromtochter Innogy hat im ersten Jahr gleich die tückischen Seiten der Energiewende zu spüren bekommen: Weil 2016 ungewöhnlich wenig Wind wehte, ging die Stromproduktion aus den Windkraftwerken und damit der Gewinn des Unternehmens zurück. «Auch im Geschäft mit der Energiewende fällt das Geld nicht vom Himmel», sagte Konzernchef Peter Terium am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Essen. Mehr als 80 Prozent des von Innogy produzierten Stroms kommen aus Windkraftwerken. Gleichzeitig musste das Unternehmen viel Geld für den Erhalt der Stromnetze ausgeben.

Das betriebliche Ergebnis (um Sondereffekte bereinigtes Ebitda) schrumpfte um 7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, das Nettoergebnis um gut 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr rechnet Innogy aber wieder mit einem steigenden Ergebnis, wie Terium ankündigte.

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Portugal: Noch keine Heraufstufung der Kreditwürdigkeit durch Fitch

London (dpa) - Portugal muss weiter auf die Wiederaufnahme in den Klub der angesehenen Gläubigerländer warten. Die US-Ratingagentur Fitch beließ am Freitag die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Euro-Landes auf «BB+». Damit benötigt Portugal weiter eine Heraufsetzung um eine Stufe, um den sogenannten Ramsch-Bereich zu verlassen. So bewertete Anleihen werden von konservativen Anlegern gemieden. Allerdings kann sich Portugal Hoffnung machen, seine Anleihen bald auch wieder bei ihnen platzieren zu können: Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit ist laut Fitch «positiv», damit ist eine Heraufstufung auf absehbare Zeit möglich.

Die Einstufungen spiegelten die schrittweise Rückkehr der portugiesischen Wirtschaft zu einem Gleichgewicht wieder, hieß es in der Begründung der Ratingagentur.

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Belgien: SABMiller-Übernahme drückt auf Gewinne von AB Inbev

Leuven (dpa) - Die teure Übernahme des Bierbrauers SABMiller hat dem Weltmarktführer AB Inbev 2016 einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Wegen hoher Finanzierungskosten und einer hohen Abschreibung blieb unter dem Strich mit 1,24 Milliarden US-Dollar (1,2 Mrd Euro) Gewinn rund 85 Prozent weniger übrig als ein Jahr zuvor, wie der Anbieter von Marken wie Beck's, Budweiser und Corona am Donnerstag im belgischen Leuven mitteilte. Zudem sank der operative Gewinn stärker als erwartet. Jetzt will der Konzern noch mehr sparen.

Der Umsatz legte bereinigt um Währungseffekte um 2,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Dollar zu - inklusive der Folgen des starken Dollar sank der Erlös auf vergleichbarer Basis um rund drei Prozent.

Für 2017 rechnet das Management mit einem beschleunigten Umsatzwachstum aus eigener Kraft.

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Kurssturz bei Anleihen: Der Anfang vom Ende der Mini-Zinsen?

Von Jürgen Krämer, dpa-AFX

Der Markt für europäische Staatsanleihen ist Schauplatz einer der rasantesten Kursbewegungen seit der Hochphase der Euro-Schuldenkrise vor drei Jahren. Die Kurse purzeln - damit steigen die Renditen. Wird damit nun das Ende der Ära der Mini-Zinsen eingeläutet?

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Frankreich: Aktionärsgesetz stärkt Altaktionäre

Paris (dpa) - Der französische Staat hat beim Autobauer Renault eine umstrittene neue Stimmrechts-Regelung durchgeboxt und damit seinen Einfluss als Anteilseigner gestärkt. Damit setzte er sich über den Widerstand des Vorstands hinweg, der verhindern wollte, dass langjährige Aktionäre künftig doppeltes Stimmrecht erhalten. Zwar unterstützte auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Paris eine Mehrheit den Vorstand, der Antrag erreichte aber nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. Der französische Staat hatte zuvor eigens seine Anteile von 15 auf 19,7 Prozent aufgestockt.

Hintergrund des Streits ist ein Gesetz, das Aktionären mehr Einfluss gibt, wenn sie ihre Anteile länger als zwei Jahre halten. Die Hauptversammlung kann diese Regelung verhindern. Renault-Chef Carlos Ghosn hatte befürchtet, dass sie das Gleichgewicht der Allianz von Renault mit dem japanischen Autohersteller Nissan gefährdet.

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