Börse

Griechenland: EU-Finanzminister wollen „Sparpaket auf Vorrat“ erzwingen

Amsterdam (dpa) - Im Ringen um weitere Milliardenhilfen setzen die Europartner Griechenland zusätzlich unter Druck. Sie fordern ein neues «Sparpaket auf Vorrat» in der Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte nach Beratungen in Amsterdam, diese Extraleistung sei für weitere Milliardenhilfen vom Eurorettungsschirm ESM nötig. Es gibt vorsichtige Zuversicht: Falls Verhandlungen zwischen Geldgebern und Athener Regierung zu deren Reform- und Sparplänen gut vorankommen, sollen die Euro-Finanzminister an diesem Donnerstag (28.4.) zu einem Extra-Treffen zusammenkommen.

Die Finanzminister aller 28 EU-Staaten vereinbarten zudem, beim Austrocknen von internationalen Steueroasen geschlossen vorzugehen. Das ist eine Konsequenz aus Medienenthüllungen zu den «Panama Papers». Geplant ist unter anderem eine gemeinsame Schwarze Liste zu Steuerparadiesen.

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Frankreich: PSA Peugeot-Citroën zeigt Interesse an Opel

Rüsselsheim/Paris/Detroit (dpa) - Der traditionsreiche Autobauer Opel steht möglicherweise vor einer Übernahme durch den französischen Konkurrenten PSA Peugeot-Citroën. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und PSA bestätigten am Dienstag Gespräche, die einen möglichen Komplettverkauf des GM-Europageschäfts an die Franzosen einschließen. Dabei geht es auch um die allein in Großbritannien vertriebene Opel-Schwestermarke Vauxhall.

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen und waren zwischenzeitlich auch auf der Kapitalseite miteinander verbunden. General Motors hat seine PSA-Anteile allerdings 2013 wieder zurückgegeben.

Opel schreibt trotz Sparfortschritten seit 17 Jahren beständig rote Zahlen. Betriebsräte und Gewerkschaft sehen sich bei den Verkaufsgesprächen mit PSA übergangen. Die IG-Metall sprach von einer «beispiellosen Verletzung» sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte. Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge.

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Deutschland: Adidas bleibt auf der Siegerstraße

Herzogenaurach (dpa) - Für den Sportartikelkonzern Adidas läuft es zurzeit richtig gut. So gut, dass sich der seit rund einem halben Jahr amtierende Vorstandschef Kasper Rorsted schon des Öfteren die Frage gefallen lassen musste, ob es nicht eine Bürde sei, die Führung eines Unternehmens zu übernehmen, das in so guter Verfassung ist. Um eine Antwort nicht verlegen, konterte der 55-jährige Däne stets mit einem Bild aus der Welt des Fußballs: Lieber trainiere er einen Club aus der Champions League als einen Verein aus der zweiten Liga. Einige Baustellen hat Rorsted indes von seinem Vorgänger Herbert Hainer geerbt.

Die aktuelle Lage:

2016 war ein Rekordjahr für den weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzern. Der Gewinn lag mit 1,020 Milliarden Euro erstmals in der Unternehmensgeschichte über der Milliardengrenze (Vorjahr: 720 Millionen Euro), der Umsatz stieg auf 19,3 (16,9) Milliarden Euro.

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Verdacht auf Insiderhandel: Deutsche Börse im Zwielicht

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ermittlungen gegen ihren Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel überschatten die Bilanz der Deutschen Börse. Immerhin erwarten Analysten, dass die Geschäfte des Dax-Konzerns 2016 etwas besser gelaufen sind als ein Jahr zuvor. Handeln Anleger etwa wegen politischer Unsicherheiten mehr, kommt das dem Frankfurter Marktbetreiber zugute. Die Zahlen für das vergangene Jahr legt das Unternehmen an diesem Mittwoch (15.2.) nach Börsenschluss vor, tags darauf stellt sich der Vorstand den Fragen der Journalisten.

Die Nettoerlöse dürften Schätzungen zufolge wieder ein Niveau von knapp 2,4 Milliarden Euro erreichen, beim operativen Gewinn (EBIT) erwarten Analysten eine leichte Steigerung von gut 992 Millionen Euro auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatte die Deutsche Börse unter dem Strich trotz gut laufender Geschäfte mit 665,5 Millionen Euro 13 Prozent weniger verdient als 2014. Grund dafür waren Kosten für ein Sparprogramm und Aufwendungen für zwei Übernahmen.

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Griechenland: Geldgeber nicht von Tragfähigkeit der Reformen überzeugt

Athen (dpa) – Kein Durchbruch bei den Verhandlungen der Gläubiger mit den Griechen: Experten der Geldgeber Griechenlands werden in den kommenden Tagen ihre Institutionen über die Kontrollen der Bücher in Athen informieren. Die Experten würden am Dienstagabend nach einem letzten Treffen mit den Griechen abreisen, sagte ein hochrangiger griechischer Funktionär nach einem Verhandlungsmarathon am frühen Dienstagmorgen. Auf die Frage von Reportern, ob die Kontrolleure zurückkehren werden, sagte er: «Wir werden sehen.»

Ähnlich war die Stimmung bei den Kontrolleuren von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM): «Wir machen drei Schritte nach vorne und zwei zurück», sagte einer der Experten der Athener Zeitung «Kathimerini» am Dienstag.

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