Börse

Opel: Was bedeutet der Führungswechsel für Erwerber PSA?

Rüsselsheim (dpa) - Mitten im Verkaufsprozess an den französischen PSA-Konzern hat der Autohersteller Opel seinen Chef ausgewechselt. Der abwanderungswillige Karl-Thomas Neumann trat am Montag von seinem Amt als Sprecher der Geschäftsführung zurück. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Opel-Aufsichtsrat umgehend den bisherigen Finanzchef Michael Lohscheller. Der 56 Jahre alte Neumann soll noch bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses Mitglied der Geschäftsführung bleiben, wie die Noch-Tochter des US-Konzerns General Motors am Stammsitz Rüsselsheim mitteilte.

«Lohscheller ist der Mann, der bei Opel die Kostenstrukturen am besten kennt», sagte der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer in einer ersten Reaktion. Er sei damit genau der richtige Manager, den PSA-Chef Carlos Tavares derzeit in Rüsselsheim benötige. Dudenhöffer erwartet nun eine «knallharte Restrukturierung». Anders seien die Vorgaben aus Paris in der derzeitigen Situation gar nicht erreichbar.

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Brexit: Frankfurt/Main rechnet mit Jobzuwachs

Berlin (dpa) - Der Verband der Auslandsbanken rechnet wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU mit Tausenden neuen Stellen am Finanzplatz Frankfurt. «Durch den Brexit werden in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen», sagte Verbandschef Stefan Winter der «Welt am Sonntag». Er gehe davon aus, dass etwa 12 bis 14 große Banken ihre vorhandenen Standorte in Frankfurt stark ausbauen oder neue errichten werden.

Pro Haus erwartet der Verband durchschnittlich 300 bis 400 zusätzliche Mitarbeiter, darunter vor allem Risikomanager, IT-Experten und Wertpapierhändler. Mittelfristig werde die Zahl der neuen Mitarbeiter voraussichtlich noch deutlicher steigen. «Es wird nicht den einen Brexit-Knall geben und plötzlich sind mit einem Schlag Tausende Bankmitarbeiter mit ihren Familien in Frankfurt», sagt Winter. Es sei eher ein schleichender Prozess. In fünf Jahren werde Frankfurt den Brexit-Effekt stärker spüren als in zwei Jahren.

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Portugal: „Nie mehr Rettungsschirm!“

Portugal will nicht unter den EU-Rettungsschirm zurückkehren. Da verzichtet das Krisenland lieber auf eine ausstehende Kredithilfe. Es will nicht riskieren, dass das Hilfsprogramm verlängert werden muss.

Lissabon (dpa) - Portugal verzichtet auf die letzte Tranche aus dem EU-Hilfsprogramm. Lissabon wolle damit verhindern, dass das im Mai ausgelaufene Hilfsprogramm wieder aufgenommen werden müsse, sagte Finanzministerin Maria Luís Albuquerque am Donnerstag. Die internationalen Geldgeber hatten die Freigabe der letzten Tranche in Höhe von 2,6 Milliarden Euro ausgesetzt, weil Portugal noch nicht dargelegt hatte, wie es Deckungslücken in seinem Staatshaushalt schließen wollte.

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VW: Umbau geht voran – Optimismus ist zurück

Wolfsburg (dpa) - Die über Jahre hinweg wenig profitable Volkswagen-Kernmarke VW bläst zur Aufholjagd beim Gewinn. Das Sorgenkind mit den wichtigen Modellen Golf und Passat soll im laufenden Jahr operativ deutlich mehr Geld einbringen - die Umsatzrendite soll auf Jahressicht am oberen Ende der Spanne von 2,5 bis 3,5 Prozent liegen, wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Im vergangenen Jahr hatte die Rendite auch wegen der Folgen des Abgas-Skandals lediglich 1,8 Prozent betragen - auf Basis der jetzt geltenden Bilanzierung wären es 2,1 Prozent gewesen: Einige Importeursgesellschaften, die auch Autos anderer Konzernmarken vertreiben, werden neuerdings nicht mehr zur Marke gezählt.

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Österreich: Wolford sucht nach neuem Eigentümer

Bregenz (dpa) - Für den österreichischen Wäsche- und Strumpfhersteller Wolford wird ein neuer Eigentürmer gesucht, der das kriselnde Unternehmen mit neuem Kapital ausstattet. Die Hauptaktionärsgruppe um die WMP Familien-Privatstiftung wolle ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen verkaufen, teilte Wolford mit. Die Firma hat nach hohen Betriebsverlusten und Abschreibungen Liquiditätsprobleme.

«Mit dem Erwerb des Aktienpakets durch einen künftigen Kernaktionär soll eine Eigenkapitalmaßnahme verbunden werden, die die Liquidität der Gesellschaft nachhaltig stärkt», heißt es in der Mitteilung vom Freitagabend. Das Volumen der Kapitalerhöhung stehe noch nicht fest. Darüber werde derzeit mit den finanzierenden Banken verhandelt um die Liquidität sicherzustellen, bis ein Käufer und Kapitalgeber gefunden ist.

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