Börse

Sparkassenpräsident sieht Krisenpotenzial wegen Niedrigzinspolitik

Washington (dpa) - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat vor neuen Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele Probleme sind nicht gelöst, sondern mit zu viel billigem Geld zugedeckt worden“, sagte Fahrenschon am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, sagte Fahrenschon und verwies auf insgesamt „kaum noch fassbare“ 100 Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu.

Fahrenschon nannte es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung, dass der Schattenbankensektor wachse: „Geschäfte werden in Strukturen ausgelagert, die immer noch weitgehend unreguliert sind.“ Damit würden neue Stabilitätsrisiken freigesetzt.

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Österreich: Gläubiger der Hypo Alpe Adria lehnen Kärntner Angebot ab

München/Klagenfurt (dpa) - Die Gläubiger der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria bleiben im Streit mit Österreich um die Rückzahlung ihrer Milliardenforderungen hart. Das Angebot des Bundeslandes Kärnten, einen Teil der geforderten Summe zurückzuzahlen, lehnten sie am Donnerstag entschieden ab. Kärnten sei zahlungsfähig und könne seinen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen, erklärten die Gläubiger.

Zu der Gruppe, die um mehrere Milliarden Euro kämpft, gehören die Commerzbank und die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate. Kärnten hatte die riskante Expansion der Hypo Alpe Adria, die früher einmal zur BayernLB gehörte, mit Landeshaftungen unterstützt. Ihre Reste wurden nach Milliardenverlusten in einer Abwicklungsanstalt namens Heta gebündelt, die inzwischen ebenfalls aufgelöst wird.

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Frankreich: PSA Peugeot-Citroën zeigt Interesse an Opel

Rüsselsheim/Paris/Detroit (dpa) - Der traditionsreiche Autobauer Opel steht möglicherweise vor einer Übernahme durch den französischen Konkurrenten PSA Peugeot-Citroën. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und PSA bestätigten am Dienstag Gespräche, die einen möglichen Komplettverkauf des GM-Europageschäfts an die Franzosen einschließen. Dabei geht es auch um die allein in Großbritannien vertriebene Opel-Schwestermarke Vauxhall.

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen und waren zwischenzeitlich auch auf der Kapitalseite miteinander verbunden. General Motors hat seine PSA-Anteile allerdings 2013 wieder zurückgegeben.

Opel schreibt trotz Sparfortschritten seit 17 Jahren beständig rote Zahlen. Betriebsräte und Gewerkschaft sehen sich bei den Verkaufsgesprächen mit PSA übergangen. Die IG-Metall sprach von einer «beispiellosen Verletzung» sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte. Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge.

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Großbritannien: Imperial Tobacco bestätigt Gerüchte über bevorstehenden Deal

London (dpa) - In der Tabakbranche zeichnet sich eine Milliardenübernahme ab. Der „Camel“-Hersteller Reynolds American bestätigte am Freitag, dass es Gespräche über einen Kauf von Lorillard („Kent“) gebe. Eine Vereinbarung sei aber noch nicht getroffen, teilten die Unternehmen am Freitag übereinstimmend mit. Über einen entsprechenden Vorstoß hatte zuvor bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Gelingt der Deal, entstünde ein Gigant mit mehr als 13 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.   

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Verdacht auf Insiderhandel: Deutsche Börse im Zwielicht

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ermittlungen gegen ihren Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel überschatten die Bilanz der Deutschen Börse. Immerhin erwarten Analysten, dass die Geschäfte des Dax-Konzerns 2016 etwas besser gelaufen sind als ein Jahr zuvor. Handeln Anleger etwa wegen politischer Unsicherheiten mehr, kommt das dem Frankfurter Marktbetreiber zugute. Die Zahlen für das vergangene Jahr legt das Unternehmen an diesem Mittwoch (15.2.) nach Börsenschluss vor, tags darauf stellt sich der Vorstand den Fragen der Journalisten.

Die Nettoerlöse dürften Schätzungen zufolge wieder ein Niveau von knapp 2,4 Milliarden Euro erreichen, beim operativen Gewinn (EBIT) erwarten Analysten eine leichte Steigerung von gut 992 Millionen Euro auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatte die Deutsche Börse unter dem Strich trotz gut laufender Geschäfte mit 665,5 Millionen Euro 13 Prozent weniger verdient als 2014. Grund dafür waren Kosten für ein Sparprogramm und Aufwendungen für zwei Übernahmen.

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