Börse

Griechenland: Hans-Werner Sinn trotz Einigung für Grexit

München/Berlin (dpa) - Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat den Beschluss der Euro-Partner im Schuldenstreit mit Griechenland kritisiert. „Zusätzliches Geld ist nichts als ein Schmerzmittel für die griechische Krankheit und trägt nicht zur Heilung bei“, sagte der Ökonom am Samstag in München laut Mitteilung. „Griechenland wurde durch den Euro zu teuer und muss nun billiger werden, um seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzuerlangen. Das geht nur durch den Austritt aus dem Euro und die Abwertung der Drachme.“

Das hoch verschuldete Griechenland kann auf weitere Finanzhilfen von Deutschland und den anderen Euro-Partnern hoffen. Allerdings muss die griechische Regierung Anfang der Woche akzeptable Spar- und Reformvorschläge vorlegen - dann soll das eigentlich Ende Februar auslaufende Hilfsprogramm um weitere vier Monate verlängert werden. Darauf hatten sich die Euro-Partner und Griechenland am Freitagabend geeinigt.

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Österreich: Kein Schuldenschnitt für Hypo Alpe Adria

Wien (dpa) - Einigung in letzter Minute oder jahrelanger Rechtsstreit im Milliardenpoker um die ehemalige Krisenbank Hypo Alpe Adria: Bis Freitagnachmittag (17 Uhr) konnten Gläubiger, darunter viele deutsche Banken und Versicherer, über die Annahme des Rückkaufangebots ihrer Anleihen im Wert von insgesamt elf Milliarden Euro entscheiden. Große Gläubigergruppen lehnten den Deal über einen freiwilligen Schuldenschnitt von 75 Prozent bereits ab. Auch eine Nachbesserung der Regierung in Wien änderte das nicht. Eine Einigung gilt als unwahrscheinlich. Am Montag soll die Entscheidung verkündet werden.

Sollte das Angebot nicht von zwei Dritteln der Gläubiger angenommen werden, droht ein langer und kostenintensiver Rechtsstreit. Offiziell könne es nach Ablauf der Frist aus Österreich kein weiteres Angebot mehr geben, heißt es.

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Commerzbank: Umbau bringt massiven Jobabbau mit sich

Frankfurt/Main (dpa) - Beim groß angelegten Commerzbank-Stellenabbau wird es ernst. «Wir werden im März die formellen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern beginnen», sagte Finanzchef Stephan Engels am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Wie bereits bekannt, sollen bis zum Jahr 2020 rund 9600 der aktuell 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, um die Bank wettbewerbsfähiger zu machen.

Insgesamt kostet der Umbau die Bank 1,1 Milliarden Euro. «Das dürfte zu gleichen Teilen zwischen 2017 und 2018 aufgeteilt werden», sagte der Finanzchef. Sobald eine Übereinkunft mit den Arbeitnehmern erzielt worden sei, werde der erste Teil der Kosten verbucht - das wird nach den Erwartungen von Engels gegen Ende des Jahres passieren.

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Niederlande: Wahlen werden auch über Dijsselbloem entscheiden

Von Alkimos Sartoros, dpa

Sein Einstieg als Chef der Eurogruppe war holprig. Nach Jahren der Krise hat sich der niederländische Finanzminister Dijsselbloem als nüchterner Moderator Respekt erarbeitet. Bei den Wahlen in seinem Heimatland steht wohl auch seine Brüsseler Karriere auf dem Spiel.

Brüssel (dpa) - Jüngst zollte ihm selbst Wolfgang Schäuble Respekt: «Der hat gute Arbeit geleistet», sagte der knarzige Bundesfinanzminister über Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Kurz zuvor hatte der niederländische Minister und Vorsitzende eines der wichtigsten Finanzgremien der Welt wieder einmal durch geschickte Vermittlung einen Teilerfolg im Kampf gegen die griechische Schuldenkrise möglich gemacht. Bei der nahenden Wahl in seinem Heimatland steht Dijsselbloem mit seiner sozialdemokratischen Partei allerdings mit dem Rücken zur Wand: Eine Niederlage dort könnte ihn auch seinen Job in Brüssel kosten.

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IAG scheitert erneut bei Ryanair

London/Dublin (dpa) - Die British-Airways-Mutter IAG ist zum wiederholten Male bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus abgeblitzt. Ende Dezember habe sie ihr Übernahme-Angebot auf 2,40 Euro je Aktie aufgestockt, teilte die International Airlines Group (IAG) am Freitag mit. Damit wäre das Geschäft rund 1,28 Milliarden Euro wert gewesen. Zwei Wochen zuvor hatte die in London ansässige Fluggesellschaft bereits einen Vorstoß bei den Iren gewagt, allerdings aber noch zehn Cent weniger je Anteilsschein geboten. Aer Lingus ist für IAG vor allem wegen der Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Heathrow interessant.

Eine Übernahme der Airline ist auch wegen der komplizierten Eigentümerverhältnisse nicht einfach. Die einst staatliche Fluggesellschaft Aer Lingus gehört noch immer zu gut einem Viertel dem irischen Staat.

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