Börse

Italien: Großbank Intesa Sanpaolo als Positivbeispiel

Mailand (dpa) - Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat trotz der wirtschaftlichen Probleme im Land im vergangenen Jahr kräftig verdient. Unterm Strich blieben 3,1 Milliarden Euro übrig, wie der Finanzkonzern am Freitag in Mailand mitteilte. Das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Schwächen im Tagesgeschäft konnte das Geldhaus mit dem einträglichen Verkauf von Kreditkarten-Töchtern mehr als ausgleichen. Im laufenden Jahr geht Intesa von wachsenden Erträgen und einer höheren Marge aus.

Intesa gilt als Stabilitätsanker in der italienischen Bankenbranche, die unter massenhaften Kreditausfällen wegen der schwachen Wirtschaft des Landes leidet: Unicredit, die Konzernmutter der Münchner Hypovereinsbank, arbeitet an einer riesigen Kapitalerhöhung, die Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena muss vom Staat gestützt werden.

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Mediaset-Übernahme: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vivendi

Mailand (dpa) - Im Übernahmekampf um den italienischen TV-Konzern Mediaset ermittelt die Staatsanwaltschaft Mailand gegen die Spitze des französischen Medienriesen Vivendi. Mehrheitsanteilseigner Vincent Bollorè werde Marktmanipulation vorgeworfen, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Vivendi erklärte am Freitag, die Ermittlungen seien das Ergebnis einer «unbegründeten und beleidigenden Klage», die die Familie des italienischen Unternehmers und Ex-Ministerpräsidenten, Silvio Berlusconi, eingereicht habe, nachdem Vivendi seinen Anteil an Mediaset erhöht hatte. «Das ist keinesfalls eine Anschuldigung gegen eine Person», heißt es in der Stellungnahme.

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Santander entscheidet sich für Kapitalerhöhung

Frankfurt/Main (dpa) - Die spanische Großbank Santander muss Investoren mit einem niedrigen Ausgabepreis für ihre angekündigte Kapitalerhöhung ködern. Der Ausgabepreis für neue Aktien lag mit 6,18 Euro am unteren Ende der Angebotsspanne, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Die neue Santander-Präsidentin Ana Botin hatte am Tag zuvor angekündigt, mit einer Kapitalerhöhung praktisch über Nacht 7,5 Milliarden Euro frisches Geld einzusammeln. Zu Handelsbeginn am Freitag waren die Aktien der Bank um mehr als elf Prozent auf 6,10 Euro gefallen.

Mit der Kapitalerhöhung stärkt das Geldhaus seine harte Kernkapitalquote und verschafft sich neue Spielräume für Wachstumschancen. Nach Botins Aussagen hat das Institut aber keine Übernahmepläne.

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Österreich: Gläubiger der Hypo Alpe Adria lehnen Kärntner Angebot ab

München/Klagenfurt (dpa) - Die Gläubiger der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria bleiben im Streit mit Österreich um die Rückzahlung ihrer Milliardenforderungen hart. Das Angebot des Bundeslandes Kärnten, einen Teil der geforderten Summe zurückzuzahlen, lehnten sie am Donnerstag entschieden ab. Kärnten sei zahlungsfähig und könne seinen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen, erklärten die Gläubiger.

Zu der Gruppe, die um mehrere Milliarden Euro kämpft, gehören die Commerzbank und die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate. Kärnten hatte die riskante Expansion der Hypo Alpe Adria, die früher einmal zur BayernLB gehörte, mit Landeshaftungen unterstützt. Ihre Reste wurden nach Milliardenverlusten in einer Abwicklungsanstalt namens Heta gebündelt, die inzwischen ebenfalls aufgelöst wird.

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Lufthansa: Kartellamt segnet Deal mit Air Berlin ab

Die Lufthansa stellt sich neu auf. Für die Übernahme einer Teilflotte der Air Berlin gibt es grünes Licht vom Kartellamt. Lufthansa kann auch noch mit anderen Mitteln den Druck auf die Piloten erhöhen.

Bonn/Frankfurt (dpa) - Die Lufthansa kommt bei ihrer Neuausrichtung voran. Am Montag gab das Bundeskartellamt dem Dax-Konzern grünes Licht dafür, 38 Jets aus der Flotte des angeschlagenen Konkurrenten Air Berlin zu mieten. Mit dessen Großaktionär Etihad wurden darüber hinaus Kooperationsprojekte verabredet, über die am Mittwoch (1. Februar) in Abu Dhabi informiert werden soll. Zuhause erhöht das Management den Druck auf die streikfreudigen Piloten, deren Schlichtung voraussichtlich an diesem Dienstag zu Ende geht.

Lufthansa mietet die Air-Berlin-Jets samt Besatzungen über einen Zeitraum von sechs Jahren an und will sie bei ihren Töchtern Austrian und Eurowings einsetzen. «Die Übernahme von Flugzeugen eines Wettbewerbers ist wettbewerblich anders zu bewerten als etwa die Übernahme des gesamten Unternehmens», erklärte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. So übernehme die Lufthansa von Air Berlin keine Start- und Landerechte.

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