Belgien

EU-Skepsis in den Mitgliedsländern weiter am Steigen

Berlin (dpa) - Mitten in der Flüchtlingskrise wächst die Europa-Skepsis. EU-weit haben nur noch 37 Prozent der Befragten (minus 4) ein positives Bild der Europäischen Union.

Das geht aus dem jüngsten Eurobarometer hervor, über das die EU-Vertretung in Berlin am Dienstag berichtete. In 11 Mitgliedsstaaten überwiegt die positive Einschätzung, 15 Länder haben ein neutrales Bild von der EU, nur zwei (Zypern und Österreich) ein überwiegend negatives. In vielen EU-Ländern ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor das größte Problem. Das sagen in Spanien 69 Prozent, in Frankreich 54 Prozent. EU-weit liegt das Thema gleichauf mit der Einwanderung bei 36 Prozent.

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Griechenland und der ESM: Eine unendliche Geschichte?

Das hoch verschuldete Griechenland hat keine akute Geldnot, braucht aber im Sommer wieder Geld aus dem laufenden Hilfsprogramm. Der Chef des Euro-Rettungsfonds rechnet allerdings damit, dass Athen 2018 nach dann 8 Jahren vom internationalen Finanztropf abgehängt werden kann.

Berlin/München (dpa) - Griechenland wird nach Überzeugung des Euro-Rettungsfonds ESM ohne weiteres Hilfsprogramm über die Runden kommen. «Wenn die nächsten 18 Monate gut genutzt werden, bin ich zuversichtlich, dass dies das letzte Programm ist, das Griechenland machen muss», sagte ESM-Chef Klaus Regling der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und IWF-Chefin Christine Lagarde beraten an diesem Mittwoch in Berlin über die Griechenland-Krise.

Der hoch verschuldete griechische Staat überlebt seit 2010 nur dank internationaler Finanzhilfen. Im Gegenzug zu den Hilfen musste sich das Land immer wieder zu schmerzhaften Kürzungen und Einschnitten verpflichten. Aktuell läuft ein drittes Hilfsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 86 Milliarden Euro bis 2018. Auszahlungen aus dem Programm werden jeweils davon abhängig gemacht, ob Athen die zugesagten Reformschritte auch umsetzt.

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EU: Neuerlich langwierige Verhandlungen über Nordsee-Fischfangmengen

Brüssel (dpa) - Die jährlichen Brüsseler Verhandlungen über die Nordsee-Fischfangmengen sind immer ein Gezerre. Auch diesmal verhandelten die Minister der EU-Staaten bis in den frühen Morgen. Ein Überblick worum es geht:

Was kommt auf die deutschen Nordseefischer zu?

Sie dürfen im kommenden Jahr rund 36 Prozent mehr Schellfisch fangen, 19 Prozent mehr Scholle, 16 Prozent mehr Hering und 15 Prozent mehr Kabeljau. Die Seelachs-Quote ändert sich kaum. Bei der Makrele sinkt die Fangmenge um 14 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Über die Quoten für die Ostsee wurde schon im Oktober entschieden.

Was ist eigentlich eine Fischquote?

Quoten legen fest, wie viel Fisch in einem bestimmten Jahr aus dem Meer gezogen werden darf. Gerechnet wird in Tonnen, beim Ostsee-Lachs in einzelnen Fischen. Die Menge variiert dabei nach Bestand. Ein Bestand ist eine Fischart in einem bestimmten Meeresgebiet. Daneben gibt es manchmal auch Regelungen zum sogenannten Fischereiaufwand - dann dürfen die Fischer bestimmte Bestände nur eine begrenzte Zeit im Jahr befischen. Zudem gibt es Auflagen etwa für die Maschengröße von Netzen.

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Sparkassenpräsident sieht Krisenpotenzial wegen Niedrigzinspolitik

Washington (dpa) - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat vor neuen Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele Probleme sind nicht gelöst, sondern mit zu viel billigem Geld zugedeckt worden“, sagte Fahrenschon am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, sagte Fahrenschon und verwies auf insgesamt „kaum noch fassbare“ 100 Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu.

Fahrenschon nannte es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung, dass der Schattenbankensektor wachse: „Geschäfte werden in Strukturen ausgelagert, die immer noch weitgehend unreguliert sind.“ Damit würden neue Stabilitätsrisiken freigesetzt.

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Euronext-Börsengang mit durchwachsenem Start

Der Börsengang des europäischen Börsenbetreibers Euronext bringt weniger Geld ein als erhofft. Der Ausgabepreis sei auf 20 Euro je Aktie festgelegt worden, teilte die Konzernmutter Intercontinental Exchange (ICE) am Donnerstag in Atlanta mit. Die Euronext ist ein Konkurrent der Deutschen Börse in Frankfurt.

Die Spanne war zuvor auf 19 bis 25 Euro je Anteilsschein festgelegt worden. Der Handel mit Euronext-Aktien soll an diesem Freitag an den Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel beginnen. Etwa ein Drittel der Anteilsscheine gehen an institutionelle Anleger.

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