Deutschland

Niederlande: Fusion soll größten Fahrradbauer der Welt schaffen

Amsterdam (dpa) - Der niederländische Fahrradbauer Gazelle will seine Konkurrenten Sparta und Batavus übernehmen und damit nach eigenen Angaben zum größten Fahrradbauer der Welt aufsteigen. Das teilte der Eigentümer von Gazelle, die Pon Holding, am Dienstag in Almere bei Amsterdam mit. Sparta und Batavus gehören zur niederländischen Accell Gruppe, welche die Gespräche bestätigte. Das Familienunternehmen Pon bietet 845 Millionen Euro. Mit der Fusion will Pon wachsen, um im globalen Wettbewerb der Radhersteller zu bestehen - und einen Branchenriesen nach Umsatz schaffen.

Pon will dieses Jahr mit rund 800 000 verkauften Fahrrädern einen Umsatz von 700 Millionen Euro erzielen. Der Konzern ist mit 13 000 Mitarbeitern in 32 Ländern an vielen Radherstellern beteiligt, auch an «Derby Cycle» aus dem niedersächsischen Cloppenburg. Die Firma ist für Marken wie Kalkhoff, Raleigh und Focus bekannt. Zum Portfolio von Pon gehört auch die kanadische Rennrad-Marke Cervélo.

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Autobatterien: EU-Kommission entdeckt unerlaubte Preisabsprachen

Brüssel (dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen Recycling-Unternehmen wegen unerlaubter Preisabsprachen bei gebrauchten Autobatterien Millionenstrafen verhängt. Die Firmen Campine (Belgien), Eco-Bat Technologies (Vereinigtes Königreich) und Recylex (Frankreich) müssen wegen der Mitwirkung in einem Kartell insgesamt 68 Millionen Euro zahlen, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.

Die Unternehmen vereinbarten demnach zwischen 2009 und 2012, die an Schrotthändler und -sammler gezahlten Einkaufspreise für gebrauchte Autobatterien zu senken. Die Recycling-Firmen verwerteten die Altbatterien dann und verkauften das recycelte Blei an Hersteller, die es zur Fertigung neuer Batterien verwendeten.

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Neuer EU-Irrsinn: Verbot von Buntstiften und Wasserfarben

Brüssel (dpa) - Buntstifte, Finger- und Wasserfarben mit Spuren von Blei dürfen in der Europäischen Union künftig nicht mehr verkauft werden. EU-Kreise bestätigten am Freitag die Senkung der Grenzwerte für das giftige Schwermetall. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Ziel der EU-Kommission ist, vor allem kleine Kinder unter drei Jahren vor Blei zu schützen, da sie oft an Spielzeug und Stiften lutschen. Die Kommission verweist auf Grenzwerte der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, wonach ein Kind nicht mehr als 0,5 Mikrogramm Blei pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aufnehmen sollte.

Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber, der im Europaparlament mit dem Verfahren zu tun hatte, hält die neuen Grenzwerte für überzogen. Wie er bestätigte, dürfen Buntstifte nur noch zwei Milligramm Blei pro Kilogramm Spielmaterial enthalten statt bisher 13,5 Milligramm und Wasserfarben nur noch 0,5 statt 3,4 Milligramm. Das bisher in vielen Kinderfarben enthaltene Blei stamme aus natürlichen Mineralien und lasse sich chemisch nicht entfernen. Betroffen von dem Verbot seien vor allem helle Farbtöne, weil das Problem bei Weißpigmet auftrete.

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Stada: Großaktionär AOC verkauft sämtliche Anteile

Bad Vilbel (dpa) - Der Stada-Großaktionär AOC versilbert mitten im Übernahmepoker um den hessischen Arzneimittelhersteller all seine Anteile. Der Investor hat sein Paket von rund 5 Prozent der Stada-Aktien veräußert, wie ein AOC-Sprecher nach einer Stada-Börsenpflichtmitteilung am Freitag sagte. Der aktivistische Investor war im vergangenen Jahr bei Stada eingestiegen und hatte auf Veränderungen im Geschäftsmodell gedrängt sowie Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht. Man gehe davon aus, dass die veräußerten Anteile den Finanzinvestoren Bain und Cinven angedient würden, teilte AOC mit.

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EZB: Zinserhöhung vorerst nicht angedacht

Düsseldorf (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Zinsen vorerst nicht anheben. In dieser Frage habe auf der Ratssitzung im März Einigkeit geherrscht, versicherte der finnische Notenbankpräsident Erkki Liikanen, der zugleich Mitglied im EZB-Rat ist, im Interview mit dem «Handelsblatt» (Mittwoch). «Wir haben betont, dass die Zinsen auch über das Ende der Anleihekäufe hinaus niedrig bleiben. Das war damals unstrittig», sagte er. In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, dass die Notenbank den Einlagenzins von derzeit minus 0,4 Prozent anheben könnte, bevor sie ihre Anleihekäufe beendet.

Bei diesem Thema bringt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann indes einen Ausstieg ins Gespräch. «Der Zeitpunkt, den Fuß nicht mehr durchgedrückt auf dem Gaspedal zu lassen, sondern ihn leicht anzuheben, (...) nähert sich aus meiner Sicht», sagt Weidmann in einem Interview mit der Zeitung «Die Zeit», das am Mittwoch vorab veröffentlicht wurde. Wenn es in einem Jahr keine Anleihekäufe mehr gäbe, würde er das begrüßen.

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