Deutschland

Deutschland: Continental verkündet Bilanz und Dividendenpolitik

Hannover (dpa) - Der erfolgsverwöhnte Reifenhersteller und Autozulieferer Continental legt am Donnerstag (08.30 Uhr) seine Bilanz für 2015 vor. Eckzahlen sind seit Januar bekannt, es fehlen unter anderem noch das Ergebnis unter dem Strich und die Dividendenpläne. Vergangenes Jahr legte der Umsatz des Dax-Konzerns um 14 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zu. Trotz schwächelnder großer Automärkte in China, Russland und Brasilien übertraf der um Sondereffekte wie Übernahmekosten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern mit 4,4 Milliarden Euro das Vorjahresniveau ebenfalls (2014: 3,88 Mrd. Euro).

Dieses Jahr dürfte das Tempo laut Prognose aber nachlassen; Der Umsatz soll um etwa fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro zulegen und die Gewinnkraft im Verhältnis zum Umsatz sogar leicht zurückgehen. 2015 hatten Continental unter anderem niedrige Rohstoffpreise im wichtigen Reifengeschäft unerwartet stark in die Karten gespielt.

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EU-Finanzminister uneinig über Defizitsünder Spanien und Portugal

Brüssel (dpa) - Der Streit über den Brüsseler Umgang mit den Defizitsündern Spanien und Portugal nimmt an Schärfe zu. Bei den EU-Finanzministern solle an diesem Freitag in Luxemburg kein Beschluss gefällt werden, Milde gegenüber den beiden Ländern walten zu lassen und ihnen jeweils ein Jahr mehr zum Sparen zu gewähren, berichteten Diplomaten am Mittwoch in Brüssel.

Beide Länder verstießen 2015 gegen Haushaltsvorgaben. Deswegen sind Strafen weiter nicht ausgeschlossen; die Kommission will nach früherer eigener Aussage Anfang nächsten Monats erneut über die Lage beraten.

Spanien droht bei einer Verschärfung des Strafverfahrens ein Bußgeld von bis zu zwei Milliarden Euro, bei Portugal sind es bis zu 360 Millionen Euro.

Aus dem EU-Ministerrat, wo die EU-Staaten vertreten sind, wird auf einen härteren Kurs der Kommission bei den Defizitverfahren gedrungen.

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Deutscher Osthandel trotzt dem Sanktionswahn

Berlin (dpa) - Vor allem wegen eines deutlichen Anstiegs im Geschäft mit Russland hat der deutsche Osthandel zum Jahresauftakt kräftig zugelegt. Die Ausfuhren in die 21 Länder der Region legten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro zu, wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Importe stiegen um 27,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. «Für den eindrucksvollen Jahresbeginn ist vor allem die wirtschaftliche Belebung in Russland verantwortlich, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele.

So legten die deutschen Exporte nach Russland um 1,5 Milliarden Euro und damit um knapp ein Drittel zu. Gefragt waren vor allem chemische und pharmazeutische Produkte, Elektronik, Maschinen und Fahrzeuge. Die Einfuhren nahmen sogar um 2,1 Milliarden Euro zu, das entspricht einem Plus von 35,1 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Ost-Ausschuss ein Plus von 10 Prozent.

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EU: Amazon lockert Auflagen für E-Book-Verleger

Brüssel (dpa) - Der Online-Händler Amazon lockert auf Brüsseler Druck die Auflagen für Verleger elektronischer Bücher. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, umstrittene Vertriebsvereinbarungen künftig nicht mehr durchzusetzen, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten kartellrechtliche Bedenken. Sie fürchteten, dass die Klauseln den Wettbewerb behindern und Preise in die Höhe treiben könnten.

«Der heutige Beschluss öffnet Verlagen und Wettbewerbern den Weg, innovative Dienstleistungen für E-Books zu entwickeln - für mehr Auswahl und Wettbewerb auf dem E-Book-Markt zum Vorteil der europäischen Verbraucher», erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

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Europäische Megabörse soll nach britischem Recht geführt werden

Frankfurt/London (dpa) - Die Führungsstruktur der geplanten europäischen Mega-Börse aus Frankfurt und London steht. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Schwergewicht mit Hauptsitzen in Frankfurt und London leiten, wie die Deutsche Börse und die London Stock Exchance (LSE) am Freitag mitteilten. Seinen rechtlichen Sitz soll der neue Konzern in der britischen Hauptstadt haben. Vorgesehen ist, die aus Deutscher Börse und LSE gebildete Gruppe, als Gesellschaft nach britischem Recht zu führen.

Zudem einigten sich beide Seiten auf weitere wichtige Personalien: LSE-Verwaltungsratschef Donald Brydon wird nach den Plänen diesen Posten auch im fusionierten Unternehmen übernehmen, als sein Stellvertreter ist der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber, vorgesehen. LSE-Finanzvorstand David Warren soll diesen Posten auch in der zusammengeschlossenen Gruppe übernehmen.

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