Deutschland

EU-Aus für Glyphosat könnte Bauern weiter schaden

Brüssel (dpa) - Die EU streitet weiter um den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa. Bei einer Abstimmung von Vertretern der EU-Länder über eine Verlängerung der Zulassung kam am Montag in Brüssel nicht die nötige Mehrheit zustande. Die geltende Genehmigung des weit verbreiteten Pestizids läuft Ende des Monats aus. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich erfreut über das Ergebnis. «Viele Mitgliedstaaten möchten erst die Frage der Krebsrisiken geklärt sehen, bevor Glyphosat weiter auf unseren Äckern eingesetzt werden kann», erklärte die Ministerin.

Tief enttäuscht zeigte sich der europäische Branchenverband ECPA, der große agrochemische Unternehmen vertritt. Wenn es nicht gelinge, Glyphosat weiter zuzulassen, «hätte das erhebliche negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft, die Umwelt und die Fähigkeit der Bauern, sichere und erschwingliche Lebensmittel herzustellen», warnte der Verband.

Nun wird eine weitere Abstimmung in einem höherrangig besetzten Gremium nötig. Falls diese wiederum ohne Ergebnis bleibt, entscheidet die EU-Kommission. Die Behörde ließ Fragen nach dem weiteren Verfahren unter Verweis auf eine Sitzung der EU-Kommissare am Dienstag unbeantwortet.

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Frankreich: Aufwärtstrend bei PSA vor Opel-Übernahme

Paris (dpa) - Der französische Autobauer PSA startet vor der Opel-Übernahme mit steigenden Erlösen in das Jahr. Im ersten Quartal legten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte. Dabei profitierte PSA von Preiserhöhungen und einem besseren Geschäft der Autoteilesparte Faurecia.

Insgesamt hatte der Konzern mit den Marken Peugeot und Citroën von Januar bis März mit 729 400 Fahrzeugen 4,2 Prozent mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum. Gewinnzahlen veröffentlicht die Gruppe erst wieder mit der Halbjahresbilanz.

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Spanien: „Interventionszonen“ sollen Mallorca gesitteter machen

Palma de Mallorca (dpa) - Vor dem erwarteten Rekord-Touristen-Ansturm in diesem Sommer erhöht Mallorca seine Sicherheitsvorkehrungen. Auf der spanischen Urlaubsinsel wurde am Mittwoch eine Verstärkung des Polizeiaufgebots mit 170 Beamten vom Festland bekanntgegeben: Sie sollen die 136 mallorquinischen Kollegen im Zentrum der Hauptstadt Palma, am Paseo Marítimo und an der Playa zwischen Ende Mai und Ende Oktober unterstützen. Seit Montag stehen zudem vor allem am «Ballermann» auffällige gelb-rote Verbotsschilder, die vor dem Saufen und Grölen auf offener Straße warnen. Wie groß zu lesen ist, drohen bei Zuwiderhandlungen Strafen von bis zu 3000 Euro.

Im März hatte Palma Bereiche der Playa zu «Interventionszonen» erklärt. In den betroffenen Abschnitten werden künftig nicht nur Trinkgelage auf offener Straße verboten. Zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens wird auch der Verkauf von Alkohol in Supermärkten, aber auch auf der Straße und aus Getränkeautomaten untersagt. Mit diesen Maßnahmen sollten die Sicherheit garantiert werden, sagte der seit Juni 2015 amtierende sozialistische Bürgermeister José Hila.

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Belgien: Bierkultur als Teil des immateriellen Kulturerbes

Brüssel (dpa) - Die belgische Bierkultur hat in Brüssel einen Platz, der ihrer würdig ist: Der spektakuläre Grand-Place bildet seit vielen Jahrhunderten das Herzstück der belgischen Hauptstadt. Das mit zahlreichen Skulpturen und einem hohen Turm verzierte Rathaus flankieren die Barockfassaden der ehemaligen Zunfthäuser. Auch die Brauerzunft war hier vertreten. Heute sitzt im selben Gebäude Belgiens größter Brauereiverband. Fast 1500 verschiedene Biersorten werden laut Unesco in dem Land produziert.

Seit Ende vergangenen Jahres prangt die belgische Bierkultur auch auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.

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Sportartikel aus dem 3-D-Drucker

Hannover (dpa) - Siemens und Adidas wollen künftig zusammenarbeiten, um die Fertigung von Sportartikeln zu digitalisieren. Die Abläufe in der Adidas-«Speedfactory» werden dazu simuliert, getestet und optimiert - als «digitaler Zwilling», wie Siemens-Vorstand Klaus Helmrich am Montag auf der Hannover Messe bekanntgab. Der Manager sprach von einer Verbindung von virtueller und realer Welt, die Markteinführungszeiten verkürze und mehr Flexibilität erlaube. Dies werde «viele Produktionsprozesse nachhaltig verändern».

Nach Siemens-Angaben sind Simulationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig, wenn ein Unternehmen flexibel auf individuelle Kundenwünsche in kleinen Stückzahlen reagieren wolle. Der «digitale Zwilling» simuliere alle Eigenschaften und Merkmale eines Produkts. So ließen sich Produktivität und Effizienz steigern.

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