Deutschland

Einzelhandel: Lebensmittelhändler schließen sich gegen Ketten zusammen

Düsseldorf (dpa) - Eine ganze Reihe deutscher Lebensmittelhändler bündelt die Kräfte, um der Einkaufsmacht der großen Vier - Edeka, Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe mit Lidl - besser Paroli bieten zu können.

Die Handelsunternehmen Real, Bartels-Langness (Familia, Citti), Bünting, Netto ApS, Klass & Koock (K+K) sowie Kaes (V-Markt) kündigten am Montag die Gründung eines Einkaufsbündnisses namens Retail Trade Group (RTG) an. Auch der Metro-Großhandel Deutschland will seine Einkäufe künftig über das neue Bündnis durchführen.

Die RTG vereint damit rund 408 SB-Warenhäuser und Großmärkte, 373 Verbrauchermärkte sowie über 1900 Supermärkte und Tankstellen unter ihrem Dach. Das Bündnis kommt auf einen Außenumsatz von rund 23 Milliarden Euro und ist damit eine der größten Handelskooperationen in Deutschland. An dem Joint Venture sind alle sechs Gesellschafter mit gleichen Anteilen beteiligt.

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Griechenland: Einigung mit Gläubigern weiter in die Ferne gerückt

Athen (dpa) - Es ist wieder ein Spiel für starke Nerven: Athen und seine Gläubiger können sich nicht auf neue Sparmaßnahmen einigen. Nach zweitägigen intensiven nächtlichen Gesprächen sind die Verhandlungen über das griechische Sparprogramm ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos kündigte zwar an, die Verhandlungen sollen nächste Woche fortgesetzt werden. Doch die Zeit läuft davon: Schon im Juli könnte Griechenland pleitegehen.

Regierungschef Alexis Tsipras machte sich am Mittwoch überraschend auf den Weg zum französischen Präsidenten François Hollande nach Paris. «Was kann Hollande machen?», fragten sich Moderatoren im griechischen Rundfunk. Tsipras sei wieder am Taktieren, meinte die Athener Zeitung «Kathimerini»: «Bewegung mit hohem Risiko», titelte das Blatt.

Tsipras grundsätzliche Aussage sagt eigentlich alles: Athen sei nur bereit genau das in die Tat umzusetzen, was vergangenen Sommer mit den Gläubigern vereinbart worden war. «Keine Maßnahme mehr», betont er immer wieder.

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KfW: Fünf Milliarden auf falsche Konten überwiesen

Frankfurt/Main (dpa) - Überweisungspanne bei der staatlichen KfW: Die Förderbank transferierte nach Informationen aus Finanzkreisen fälschlicherweise fünf Milliarden Euro an mehrere Banken. Der Fehler vom 20. Februar sei umgehend bemerkt und behoben worden, das Geld wieder zurückgeholt worden, erklärte das Frankfurter Institut am Freitag auf Anfrage. Die Summe wollte die KfW nicht bestätigen.

Auslöser sei «menschliches Versagen» eines erfahrenen KfW-Programmierers bei Arbeiten an der IT gewesen. Infolge einer fehlerhaften Einstellung habe die Zahlungsverkehrssoftware automatisch Mehrfachzahlungen an vier Banken ausgelöst.

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EU-Finanzminister uneinig über Defizitsünder Spanien und Portugal

Brüssel (dpa) - Der Streit über den Brüsseler Umgang mit den Defizitsündern Spanien und Portugal nimmt an Schärfe zu. Bei den EU-Finanzministern solle an diesem Freitag in Luxemburg kein Beschluss gefällt werden, Milde gegenüber den beiden Ländern walten zu lassen und ihnen jeweils ein Jahr mehr zum Sparen zu gewähren, berichteten Diplomaten am Mittwoch in Brüssel.

Beide Länder verstießen 2015 gegen Haushaltsvorgaben. Deswegen sind Strafen weiter nicht ausgeschlossen; die Kommission will nach früherer eigener Aussage Anfang nächsten Monats erneut über die Lage beraten.

Spanien droht bei einer Verschärfung des Strafverfahrens ein Bußgeld von bis zu zwei Milliarden Euro, bei Portugal sind es bis zu 360 Millionen Euro.

Aus dem EU-Ministerrat, wo die EU-Staaten vertreten sind, wird auf einen härteren Kurs der Kommission bei den Defizitverfahren gedrungen.

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Deutschland: Continental verkündet Bilanz und Dividendenpolitik

Hannover (dpa) - Der erfolgsverwöhnte Reifenhersteller und Autozulieferer Continental legt am Donnerstag (08.30 Uhr) seine Bilanz für 2015 vor. Eckzahlen sind seit Januar bekannt, es fehlen unter anderem noch das Ergebnis unter dem Strich und die Dividendenpläne. Vergangenes Jahr legte der Umsatz des Dax-Konzerns um 14 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zu. Trotz schwächelnder großer Automärkte in China, Russland und Brasilien übertraf der um Sondereffekte wie Übernahmekosten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern mit 4,4 Milliarden Euro das Vorjahresniveau ebenfalls (2014: 3,88 Mrd. Euro).

Dieses Jahr dürfte das Tempo laut Prognose aber nachlassen; Der Umsatz soll um etwa fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro zulegen und die Gewinnkraft im Verhältnis zum Umsatz sogar leicht zurückgehen. 2015 hatten Continental unter anderem niedrige Rohstoffpreise im wichtigen Reifengeschäft unerwartet stark in die Karten gespielt.

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