Griechenland

Griechenland: Documenta geht an Athener Normalbürgern vorbei

Kassel/Athen (dpa) - Auf dem Syntagma-Platz in Athen nähen junge Menschen mit grobem Faden und dicker Nadel Jute-Säcke zusammen. Ibrahim Mahama, einer der rund 160 Künstler der documenta 14, näht mit. Aus einzelnen Flicken, die ihre Geschichte haben, erklärt der Performance-Künstler aus Ghana, wird auf einem Platz, der seine Geschichte hat, mit der Zeit ein gemeinsames Ganzes. 

Mit Spannung war erwartet worden, ob das funktioniert, die documenta in Athen stattfinden zu lassen. Die Vorbereitung, gibt der künstlerischer Leiter Adam Szymczyk zu, waren «qualvoll und schwierig». Zwei Tage lang durften sich Presse und Fachbesucher ihr Urteil bilden. Wie kommt die documemta in Athen an? 

In den griechischen Zeitungen, die anfangs recht kritisch waren, wird der Ton freundlicher. «Kathimerini» vergleicht die Bedeutung der documenta für Athen sogar mit den Olympischen Spielen: «Wegen der documenta sind bereits viele tausend Künstler, Journalisten und Kunstkritiker in der Stadt - es erinnert an das Fieber von 2004.»

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EU-Skepsis in den Mitgliedsländern weiter am Steigen

Berlin (dpa) - Mitten in der Flüchtlingskrise wächst die Europa-Skepsis. EU-weit haben nur noch 37 Prozent der Befragten (minus 4) ein positives Bild der Europäischen Union.

Das geht aus dem jüngsten Eurobarometer hervor, über das die EU-Vertretung in Berlin am Dienstag berichtete. In 11 Mitgliedsstaaten überwiegt die positive Einschätzung, 15 Länder haben ein neutrales Bild von der EU, nur zwei (Zypern und Österreich) ein überwiegend negatives. In vielen EU-Ländern ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor das größte Problem. Das sagen in Spanien 69 Prozent, in Frankreich 54 Prozent. EU-weit liegt das Thema gleichauf mit der Einwanderung bei 36 Prozent.

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Portugal: Niedrigstes Haushaltsdefizit seit 1974

Lissabon (dpa) - Der frühere Schuldensünder Portugal hat im vergangenen Jahr das niedrigste Haushaltsdefizit seit 1974 registriert. 2016 habe sich der Fehlbetrag auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen, teilte die Statistikbehörde INE am Freitag mit. Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger als 2015, als Portugal wegen der Verstöße gegen die Schuldenregeln eine Strafe durch die EU drohte.

Das Defizit übertrifft das Ziel der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident António Costa, die Brüssel 2,2 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Da man nach dieser ersten offiziellen Schätzung unter der in der Währungsunion erlaubten Neuverschuldungshöchstgrenze von 3,0 Prozent blieb, wird das Land von der EU-Kommission in den nächsten Monaten wahrscheinlich aus dem Verfahren wegen übermäßigen Defizits entlassen werden.

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Sparkassenpräsident sieht Krisenpotenzial wegen Niedrigzinspolitik

Washington (dpa) - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat vor neuen Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele Probleme sind nicht gelöst, sondern mit zu viel billigem Geld zugedeckt worden“, sagte Fahrenschon am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, sagte Fahrenschon und verwies auf insgesamt „kaum noch fassbare“ 100 Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu.

Fahrenschon nannte es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung, dass der Schattenbankensektor wachse: „Geschäfte werden in Strukturen ausgelagert, die immer noch weitgehend unreguliert sind.“ Damit würden neue Stabilitätsrisiken freigesetzt.

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Griechenland: Geldgeber nicht von Tragfähigkeit der Reformen überzeugt

Athen (dpa) – Kein Durchbruch bei den Verhandlungen der Gläubiger mit den Griechen: Experten der Geldgeber Griechenlands werden in den kommenden Tagen ihre Institutionen über die Kontrollen der Bücher in Athen informieren. Die Experten würden am Dienstagabend nach einem letzten Treffen mit den Griechen abreisen, sagte ein hochrangiger griechischer Funktionär nach einem Verhandlungsmarathon am frühen Dienstagmorgen. Auf die Frage von Reportern, ob die Kontrolleure zurückkehren werden, sagte er: «Wir werden sehen.»

Ähnlich war die Stimmung bei den Kontrolleuren von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM): «Wir machen drei Schritte nach vorne und zwei zurück», sagte einer der Experten der Athener Zeitung «Kathimerini» am Dienstag.

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