Griechenland

Griechenland: Wird Abstimmung zum High Noon für die Eurozone?

Brüssel (dpa) - Im griechischen Schuldendrama soll ein Referendum über die Zukunft des Landes im Euro entscheiden. Am nächsten Sonntag (5. Juli) will die Athener Regierung die Griechen über das von den Geldgebern vorgelegte Spar- und Reformpaket abstimmen lassen.

Über welche Frage stimmen die Griechen überhaupt ab?

Das griechische Volk soll befragt werden, ob es das von den Kreditgebern verlangte Reform- und Sparpaket annimmt. Dazu gehören Steuererhöhungen, etwa bei der Mehrwert-, Unternehmens- und Luxussteuer, Rentenreformen wie die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre und eine Senkung der Militärausgaben. Im Gegenzug sollten 15,5 Milliarden Euro von den Geldgebern fließen. Zur Stärkung der Wirtschaft sind zudem in einem Wachstumspaket aus dem EU-Haushalt bis zum Jahr 2020 rund 35 Milliarden Euro vorgesehen. Das laufende zweite Hilfsprogramm sollte um fünf Monate verlängert werden. Die genaue Formulierung der Frage sei aber nicht bekannt, sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

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Griechenland: Hafenarbeiter-Streiks beeinträchtigen auch Kreuzfahrttouristen

Athen (dpa) - Wegen des seit drei Wochen andauernden Streiks griechischer Hafenarbeiter leiden Kreuzfahrt-Touristen und Transportunternehmen. Es gebe weiterhin «ernsthafte Probleme», meldete der Fernsehsender Skai am Samstag. In den Häfen von Piräus und Thessaloniki müssen demnach die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen ihre Koffer über weite Strecken selbst tragen; auch Containerschiffe liegen fest, weil sie nicht ent- und beladen werden.

Den Streik der Hafenarbeiter sehen viele Griechen mit gemischten Gefühlen. Der Tourismus-Sektor und letztlich ganz Griechenland hat das Geld aus der Tourismus-Branche bitter nötig, denn fast ein Fünftel der Wirtschaftsleistung kommt aus diesem Bereich.

Die Streikenden wiederum fürchten die Übernahme der Häfen durch private Unternehmen. Diese Privatisierungen jedoch sind Bestandteil des griechischen Reform- und Sparprogramms. Vorschläge seitens des Ministeriums für die Handelsschifffahrt stießen am Freitag bei den Streikenden auf wenig Begeisterung - sie setzten den Ausstand fort.

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Pinterest setzt zum Sturm auf Europa an

San Francisco (dpa) - Der Fotodienst Pinterest will auch in Europa Geld verdienen und startet als ersten Schritt Werbeanzeigen in Großbritannien. Seit Mittwoch können britische Unternehmen dafür bezahlen, dass ihre Bilder den Nutzern angezeigt werden. Dabei sorgten Algorithmen dafür, dass dem Betrachter möglichst gerade für ihn interessante Werbe-Inhalte präsentiert werden, sagte der zuständige Pinterest-Manager Tim Kendall der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Pinterest kann man Bilder aus dem Netz auf virtuellen «Pinnwänden» zu verschiedenen Themen sammeln. Der Dienst versteht sich auch als eine Art «visuelle Suchmaschine», bei der man zum Beispiel nach Ideen für Heimdekoration, Mode oder Urlaubsorte suchen kann.

Damit wirke Werbung bei Pinterest weniger störend als bei anderen Plattformen, erklärte Kendall, der zuvor bei Facebook war. «Die Nutzer kommen bereits gezielt, um neue Sachen zu entdecken.» Die als Werbung platzierten Bilder seien damit kaum von den zum Beispiel nach einer konkreten Suche angezeigten Fotos zu unterscheiden.

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Russland bietet Goldene Brücke zur Beendigung des Sanktionswahns

Russland wartet auf ein positives Signal von den westlichen Ländern, um gegenseitige begünstigende Gespräche mit den westlichen Ländern über die Möglichkeit der Korrektur oder Aufhebung des Lebensmittelembargos zu beginnen, sagte Russlands Leiter des Landwirtschaftsministeriums, Nikolai Fyodorov. „Wir warten auf ein Signal von unseren westlichen Partnern. Sobald sie uns ein positives Signal geben, werden wir eine positive Reaktion geben“, sagte Fyodorov.

Der Offizielle fügte hinzu, dass „die Regierung die Situation analysieren sollte und, wenn möglich, ihre Lösung bezüglich Änderungen der Liste der Lebensmittelprodukte, der Änderung der Liste der Länder anbieten soll, in Abhängigkeit davon, wie sie (die Änderungen) die Beziehungen mit unseren westlichen Partnern entwickeln werden.“

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Medien laufen Sturm gegen geplante EU-Richtlinie

Berlin (dpa) - Eine geplante EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen beunruhigt laut „Spiegel“ den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Bislang dürfen Journalisten alle Informationen verwerten, die ihnen zugespielt werden, solange sie diese nicht illegal erworben haben und ein ausreichendes Informationsinteresse anzunehmen ist. Nun besteht nach Einschätzung der Verlegerverbände die Gefahr, dass Unternehmen künftig sehr viel einfacher eine Berichterstattung über Firmeninterna unterbinden könnten.

Womöglich dürfe in der Regel sogar nur noch über rechtswidriges Verhalten berichtet werden. „Ich halte die Entwicklung für problematisch“, sagte Christoph Fiedler, der beim VDZ für Europa- und Medienpolitik zuständig ist, dem Nachrichtenmagazin. „Es droht eine Richtlinie, die die investigative Berichterstattung über Unternehmen wesentlich beschränken könnte.“

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