Österreich: Brexit lässt Forderungen nach Sparkurs lautwerden

Wien (dpa) - Der Wegfall der britischen Zahlungen an die EU nach einem Brexit soll aus Sicht Österreichs durch Einsparungen in Brüssel ausgeglichen werden. In einem ersten Entwurf zur österreichischen Position empfiehlt Außen- und Europaminister Sebastian Kurz (ÖVP) unter anderem die Halbierung der EU-Kommission auf 14 Kommissare. Auszüge des Entwurfs liegen den Nachrichtenagenturen APA und dpa vor.

Angesichts des Wegfalls des britischen Nettobeitrags von rund 14 Milliarden Euro pro Jahr schlagen die Experten des Ministeriums eine generelle Personal- und Ausgabenkürzung in der EU um 12,8 Prozent vor. Dies entspreche dem Bevölkerungsanteil der Briten an der Union.

«Damit es zu keiner Kostenexplosion kommt, soll das Budget der Union um den Beitrag der Briten reduziert werden, anstelle den Netto-Zahlern eine zusätzliche Belastung aufzuoktroyieren», heißt es in dem Papier.

Österreich gehört wie Deutschland zu den EU-Staaten, die teils deutlich mehr Geld nach Brüssel überweisen, als sie von dort zurückbekommen. EU-Kommissar Günther Oettinger hatte zuletzt betont, dass die Nettozahler gegebenenfalls das durch den Brexit entstehende Finanzloch schließen müssten.

Österreich will seine Vorschläge zur Zukunft der Union in wenigen Wochen offiziell vorstellen. Das Land hat in der zweiten Jahreshälfte 2018, dem voraussichtlichen Zeitraum der Endverhandlungen über den Brexit, den EU-Vorsitz.

(Bild: Brigitte Buschkötter/pixelio.de)



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.