Großbritannien

Großbritannien: Wer finanziert künftig die Bewirtschaftung der Kanäle?

London (dpa) - Flaschengrün und still liegt das Wasser da. Auf der Oberfläche schwimmt Herbstlaub. Rechts und links begrenzen Büsche und Bäume den Kanal, ihre Zweige ragen über das Wasser. Ab und an deuten Kreise auf dem Wasser auf Fische hin, seltener kommt ein Jogger oder Fahrradfahrer vorbei. Der 220 Kilometer lange Grand-Union-Kanal ist nahe dem Weiler Cow Roast, etwa 60 Kilometer nördlich von London, eine Oase der Entspannung.

Ganz anders der Regent's Canal mitten in London, am Camden-Market. Hier trifft die kreative Bohème der britischen Hauptstadt auf zahllose Touristen; das Wasser bekommt viel Müll ab. „Wir machen immer Witze, dass dir ein Extra-Arm wächst, wenn du in den Kanal fällst“, sagt Sophia, die in einem Café direkt an der Camdener Schleuse arbeitet.  „Oder dass deine Kinder X-Men werden.“

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Lob für Großbritanniens Finanzmarkt

Basel (dpa) - Fünf Jahre nach der schweren Bankenkrise mit der Fast-Pleite großer britischer Banken erhält Großbritannien Lob für die Reformen seines Finanzmarktes. Der internationale Finanzstabilitätsrat FSB gab dem Land am Dienstag in Basel gute Noten für die Einführung neuer Regeln und die umfassende Neuordnung der Aufsicht. Nun sei es wichtig, die Reformen auch langfristig zu sichern.

Im April war die neue Aufsichtsstruktur in Großbritannien offiziell gestartet. Seitdem kümmert sich das bei der britischen Notenbank angesiedelte Financial Policy Committee ums große Ganze und mögliche systemische Risiken. Für Probleme innerhalb einzelner Finanzunternehmen ist die Behörde Prudential Regulation Authority zuständig, die Art der Geschäftspraktiken überwacht wiederum die Financial Conduct Authority.

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Großbritannien: Eldorado für Topbanker

London (dpa/BE) - Drei Viertel aller hochbezahlten Topbanker in der EU arbeiten in Großbritannien. Das geht aus Statistiken der europäischen Bankenaufsicht EBA hervor, die am Montag in London veröffentlicht wurden. Demnach kamen im Vereinigten Königreich im Jahr 2011 insgesamt 2436 Banker auf einen Jahresverdienst von einer Million Euro oder mehr - gemessen an den 3175 Spitzenverdienern unter Europas Bankern ist das ein Anteil von fast 77 Prozent. Deren Durchschnittsverdienst lag - feste und variable Vergütungen inbegriffen - bei 1,44 Millionen Euro.

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Großbritannien: Positive Ausblicke – nicht nur dank des Stammzellenburgers

Die britischen Dienstleister beurteilen die wirtschaftliche Lage so gut wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. Dies berichten die „Finanznachrichten“. Der Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor legte im Juli überraschend deutlich von 56,9 Punkten im Vormonat zu auf 60,2 Punkte, wie die Datenlieferanten Markit/CIPS am Montag in London mitteilten.

Damit kletterte das Barometer auf den höchsten Stand seit Ende 2006. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 57,4 Zähler gerechnet. Am Donnerstag hatte bereits der Index für das Verarbeitende Gewerbe positiv überraschen können. Die Stimmung in der Industrie kletterte auf das höchste Niveau seit März 2011.

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Mark Carney übernimmt Bank of England von Mervyn King

London (dpa) - Der Kanadier Mark Carney hat am Montag den Chefposten als Gouverneur der britischen Zentralbank Bank of England angetreten. Der 48-Jährige übernahm das Amt von Mervyn King, der zehn Jahre lang an der Spitze der britischen Notenbank gestanden hatte. Carney, erster Ausländer auf dem Chefsessel an der Threadneedle Street, war von Finanzminister George Osborne persönlich ausgesucht worden. Der als charismatisch beschriebene ehemalige Investmentbanker hatte als Gouverneur der kanadischen Notenbank Erfolge beim Umgang mit der Finanzkrise gefeiert.

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