Großbritannien

IAG scheitert erneut bei Ryanair

London/Dublin (dpa) - Die British-Airways-Mutter IAG ist zum wiederholten Male bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus abgeblitzt. Ende Dezember habe sie ihr Übernahme-Angebot auf 2,40 Euro je Aktie aufgestockt, teilte die International Airlines Group (IAG) am Freitag mit. Damit wäre das Geschäft rund 1,28 Milliarden Euro wert gewesen. Zwei Wochen zuvor hatte die in London ansässige Fluggesellschaft bereits einen Vorstoß bei den Iren gewagt, allerdings aber noch zehn Cent weniger je Anteilsschein geboten. Aer Lingus ist für IAG vor allem wegen der Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Heathrow interessant.

Eine Übernahme der Airline ist auch wegen der komplizierten Eigentümerverhältnisse nicht einfach. Die einst staatliche Fluggesellschaft Aer Lingus gehört noch immer zu gut einem Viertel dem irischen Staat.

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EU-Skepsis in den Mitgliedsländern weiter am Steigen

Berlin (dpa) - Mitten in der Flüchtlingskrise wächst die Europa-Skepsis. EU-weit haben nur noch 37 Prozent der Befragten (minus 4) ein positives Bild der Europäischen Union.

Das geht aus dem jüngsten Eurobarometer hervor, über das die EU-Vertretung in Berlin am Dienstag berichtete. In 11 Mitgliedsstaaten überwiegt die positive Einschätzung, 15 Länder haben ein neutrales Bild von der EU, nur zwei (Zypern und Österreich) ein überwiegend negatives. In vielen EU-Ländern ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor das größte Problem. Das sagen in Spanien 69 Prozent, in Frankreich 54 Prozent. EU-weit liegt das Thema gleichauf mit der Einwanderung bei 36 Prozent.

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Sparkassenpräsident sieht Krisenpotenzial wegen Niedrigzinspolitik

Washington (dpa) - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat vor neuen Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele Probleme sind nicht gelöst, sondern mit zu viel billigem Geld zugedeckt worden“, sagte Fahrenschon am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, sagte Fahrenschon und verwies auf insgesamt „kaum noch fassbare“ 100 Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu.

Fahrenschon nannte es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung, dass der Schattenbankensektor wachse: „Geschäfte werden in Strukturen ausgelagert, die immer noch weitgehend unreguliert sind.“ Damit würden neue Stabilitätsrisiken freigesetzt.

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Großbritannien: Lidl und Aldi von Brexit unbeeindruckt

Von Christoph Meyer

Seit einigen Jahren mischen die deutschen Discounter den britischen Lebensmitteleinzelhandel auf. Was bedeutet nun der Brexit für den Siegeszug von Lidl und Aldi?

London (dpa) - Britisches Rindfleisch, schottische Miesmuscheln, dazu Werbebotschaften wie «we love british». Die Discounter Lidl und Aldi in Großbritannien sind gut darin, dem britischen Kunden das Gefühl zu geben, er kaufe nicht beim Deutschen ein.

Seit 2010 haben sie einen erstaunlichen Siegeszug auf der Insel hingelegt. Notierte Aldi Uk in der Rangliste der britischen Supermärkte damals noch unter ferner liefen, kletterte die Aldi-Süd-Tochter nun auf Platz fünf. Mehr verkaufen nur noch die «big four», die vier großen Ketten Tesco, Sainsbury's, Morrisons und Asda. Lidl (in Großbritannien sprich: «Liddl») steht an achter Stelle. Aldi und Lidl zusammen haben sich den Konsumforschern von Kantar Worldpanel zufolge rund 11 Prozent Marktanteil erobert.

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Frankreich: PSA Peugeot-Citroën zeigt Interesse an Opel

Rüsselsheim/Paris/Detroit (dpa) - Der traditionsreiche Autobauer Opel steht möglicherweise vor einer Übernahme durch den französischen Konkurrenten PSA Peugeot-Citroën. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und PSA bestätigten am Dienstag Gespräche, die einen möglichen Komplettverkauf des GM-Europageschäfts an die Franzosen einschließen. Dabei geht es auch um die allein in Großbritannien vertriebene Opel-Schwestermarke Vauxhall.

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen und waren zwischenzeitlich auch auf der Kapitalseite miteinander verbunden. General Motors hat seine PSA-Anteile allerdings 2013 wieder zurückgegeben.

Opel schreibt trotz Sparfortschritten seit 17 Jahren beständig rote Zahlen. Betriebsräte und Gewerkschaft sehen sich bei den Verkaufsgesprächen mit PSA übergangen. Die IG-Metall sprach von einer «beispiellosen Verletzung» sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte. Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge.

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