Großbritannien

Brexit: Was wird jetzt aus Gibraltar?

London/Brüssel (dpa) - Neuer Ärger beim EU-Austritt Großbritanniens: Bei den Brexit-Verhandlungen soll die spanische Regierung ein Vetorecht bei Entscheidungen über Gibraltar bekommen. Dies geht aus einem Entwurf für die Verhandlungsleitlinien hervor, der am Samstag auf heftige Kritik in Großbritannien und seinem Überseegebiet stieß.

London und Madrid streiten sich seit Jahrhunderten um den Landzipfel im Süden der Iberischen Halbinsel. Er wird auch Affenfelsen genannt.

Gibraltar werde weder ein politisches Pfand noch Opfer beim Austritt aus der Europäischen Union werden, sagte der Regierungschef des Territoriums, Fabián Picardo, dem britischen Nachrichtensender Sky News. Die Verhandlungsleitlinien erlaubten Spanien, «Briten auf Gibraltar zu diskriminieren» und eigene Ziele zu verfolgen.

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Österreich: Brexit lässt Forderungen nach Sparkurs lautwerden

Wien (dpa) - Der Wegfall der britischen Zahlungen an die EU nach einem Brexit soll aus Sicht Österreichs durch Einsparungen in Brüssel ausgeglichen werden. In einem ersten Entwurf zur österreichischen Position empfiehlt Außen- und Europaminister Sebastian Kurz (ÖVP) unter anderem die Halbierung der EU-Kommission auf 14 Kommissare. Auszüge des Entwurfs liegen den Nachrichtenagenturen APA und dpa vor.

Angesichts des Wegfalls des britischen Nettobeitrags von rund 14 Milliarden Euro pro Jahr schlagen die Experten des Ministeriums eine generelle Personal- und Ausgabenkürzung in der EU um 12,8 Prozent vor. Dies entspreche dem Bevölkerungsanteil der Briten an der Union.

«Damit es zu keiner Kostenexplosion kommt, soll das Budget der Union um den Beitrag der Briten reduziert werden, anstelle den Netto-Zahlern eine zusätzliche Belastung aufzuoktroyieren», heißt es in dem Papier.

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Patentstreit zwischen Gillette und Wilkinson landet vor Gericht

Schwalbach/Düsseldorf (dpa) - Die Rasierklingenhersteller Gillette und Wilkinson fechten einen Patentstreit vor Gericht aus. Gillette, eine Tochter des US-Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung beantragt, mit der sie dem Konkurrenten Produktion und Vertrieb von Klingen untersagen will, die an den Gillette-Rasierer «Mach3» passen. Sie würden in Deutschland und weiteren europäischen Ländern als Eigenmarken nicht genannter Handelspartner verkauft.

Gillette sieht ein Patent verletzt, das die Verbindung zwischen den Klingen-Einsätzen und den Griffstücken beschreibt und schützt. «Bei der Klage geht es nicht um Schadenersatz. Der Antrag richtet sich auf Patentverletzungen und soll eine einstweilige Verfügung erwirken, um die Verstöße gegen den Patentschutz zu stoppen», erläuterte eine Sprecherin von Procter & Gamble in Schwalbach bei Frankfurt.

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Großbritannien: Reckitt Benckiser profitiert von schwachem Pfund

London (dpa) - Der britische Reinigungsmittel-Hersteller Reckitt Benckiser hat seinen Umsatz im ersten Quartal nur dank des schwachen Pfunds kräftig gesteigert. Die Erlöse stiegen aufgrund des Wertverlusts der britischen Währung um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Pfund (3,1 Mrd Euro), wie der Konsumgüter-Konzern am Freitag mitteilte. Rechnet man Währungsschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen heraus, stagnierte die Entwicklung hingegen.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnen die Briten mit anziehenden Geschäften. Das Management bekräftigte die Prognose eines vergleichbaren Wachstums von 3 Prozent für 2017.

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Großbritannien: Ausfall des kompletten IT-Systems bei British Airways

London (dpa) - Ein Ausfall des kompletten IT-Systems hat unzähligen Passagieren der Fluglinie British Airways den Start ins lange Wochenende verdorben. Weltweit kam es zu Flugausfällen und Verspätungen - ausgerechnet an dem Wochenende, an dem viele Menschen in Großbritannien in den Urlaub aufbrechen wollten: An diesem Montag ist dort Feiertag. In England beginnt außerdem eine siebentägige Ferienwoche.

British-Airways-Chef Alex Cruz erklärte über Twitter, dass ein Problem in der Stromversorgung den Systemausfall verursacht haben könnte. Hinweise auf einen Hackerangriff gebe es nicht. Am Sonntag seien viele IT-Netze wieder zum Laufen gebracht worden. Die Technik-Teams der Airline arbeiteten so hart sie nur könnten daran, die Flugprogramme wiederherzustellen.

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