Verbraucherschützer möchten Frosta-Standard in gesamter EU verbindlich machen

Bremerhaven (dpa) - Nach dem Vorstoß des Tiefkühlkostherstellers Frosta zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln haben Verbraucherschützer EU-weite Vorschriften gefordert. «Der Beweis ist da: Es geht! Der Frosta-Standard muss umgehend zum EU-Standard werden», betonte die Organisation Foodwatch am Dienstag. Die Europäische Kommission hatte die Mehrkosten für die Unternehmen Mitte Mai 2015 laut Foodwatch auf 10 bis 30 Prozent beziffert. Hingegen spreche Frosta von wenigen Cent pro Verpackung.

«Das entlarvt die Ausreden: Am Geld kann es nicht liegen, dass sich Branche und Europäische Kommission gegen Transparenzvorgaben bei der Herkunft wehren», sagte Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer der Organisation.

Frosta will künftig auf seinen Verpackungen detailliert die Herkunftsländer der Zutaten ausweisen. Das Bremerhavener Unternehmen hatte betont, gesetzliche Vorschriften anzustreben, falls Wettbewerber nicht freiwillig nachzögen. Befürchtungen, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung führe für die Hersteller zu unzumutbaren Kosten und gar zum Verlust von Arbeitsplätzen, hält die Firma für unbegründet.

(Bild: Egon Häbich/pixelio.de)



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