Irland

Pinterest setzt zum Sturm auf Europa an

San Francisco (dpa) - Der Fotodienst Pinterest will auch in Europa Geld verdienen und startet als ersten Schritt Werbeanzeigen in Großbritannien. Seit Mittwoch können britische Unternehmen dafür bezahlen, dass ihre Bilder den Nutzern angezeigt werden. Dabei sorgten Algorithmen dafür, dass dem Betrachter möglichst gerade für ihn interessante Werbe-Inhalte präsentiert werden, sagte der zuständige Pinterest-Manager Tim Kendall der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Pinterest kann man Bilder aus dem Netz auf virtuellen «Pinnwänden» zu verschiedenen Themen sammeln. Der Dienst versteht sich auch als eine Art «visuelle Suchmaschine», bei der man zum Beispiel nach Ideen für Heimdekoration, Mode oder Urlaubsorte suchen kann.

Damit wirke Werbung bei Pinterest weniger störend als bei anderen Plattformen, erklärte Kendall, der zuvor bei Facebook war. «Die Nutzer kommen bereits gezielt, um neue Sachen zu entdecken.» Die als Werbung platzierten Bilder seien damit kaum von den zum Beispiel nach einer konkreten Suche angezeigten Fotos zu unterscheiden.

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Medien laufen Sturm gegen geplante EU-Richtlinie

Berlin (dpa) - Eine geplante EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen beunruhigt laut „Spiegel“ den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Bislang dürfen Journalisten alle Informationen verwerten, die ihnen zugespielt werden, solange sie diese nicht illegal erworben haben und ein ausreichendes Informationsinteresse anzunehmen ist. Nun besteht nach Einschätzung der Verlegerverbände die Gefahr, dass Unternehmen künftig sehr viel einfacher eine Berichterstattung über Firmeninterna unterbinden könnten.

Womöglich dürfe in der Regel sogar nur noch über rechtswidriges Verhalten berichtet werden. „Ich halte die Entwicklung für problematisch“, sagte Christoph Fiedler, der beim VDZ für Europa- und Medienpolitik zuständig ist, dem Nachrichtenmagazin. „Es droht eine Richtlinie, die die investigative Berichterstattung über Unternehmen wesentlich beschränken könnte.“

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Griechenland: Zwangsüberweisungen zur Begleichung der IWF-Forderungen?

Athen (dpa) - Athen ist wieder auf der Suche nach Geld: Die griechische Regierung erwägt einen Erlass, der alle staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Betriebe des Landes zwingen soll, ihre Geldeinlagen an die griechische Zentralbank (Bank of Greece) zu überweisen. Damit sollen fällige griechische Schulden an den Internationalen Währungsfonds und andere Verpflichtungen im kommenden Monat bezahlt werden.

„Es ist eine Möglichkeit, die wir untersuchen“, sagte der stellvertretende griechische Finanzminister, Dimitris Mardas, vor Journalisten am Donnerstag in Athen. Die Notenbank werde dafür sogenannte „Repos-Papiere“ (Rückkaufvereinbarungen) mit einer kurzen Laufzeit ausgeben.

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EU sagt Internetkonzernen den Kampf an

New York (dpa) - Die Europäische Union prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Schaffung eines schlagkräftigen neuen Regulierers für mächtige Internetkonzerne. Interne Entwürfe im Auftrag von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger (CDU) gingen damit weit über bisherige Pläne hinaus, schrieb das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf die Papiere. Die Aufsicht über Webfirmen würde vor allem US-Konzerne wie Google und Facebook mit ihrer Marktmacht treffen.

Oettinger habe das Papier anfertigen lassen, um Möglichkeiten auszuloten, zitiert das Blatt eine Sprecherin von Oettinger. Einige Webangebote wie Suchmaschinen, Marktplätze und Online-Netzwerke könnten zu systemischer Bedeutung für die restliche Wirtschaft heranwachsen. Die Überlegungen befänden sich aber noch in einer Frühphase.

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IWF will Verhandlungen über Schuldenerleichterungen für Griechenland

Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Länder der Eurozone in einem Brief aufgefordert, unverzüglich Verhandlungen über Schuldenerleichterungen mit Griechenland aufzunehmen. Entsprechende Informationen der «Financial Times» bestätigte am Freitag ein IWF-Sprecher in Washington. «Ich kann bestätigen, dass es den Brief gibt», sagt er der Deutschen Presse-Agentur. Den Bericht der Zeitung bezeichnete er als «zutreffend».

Schuldenerleichterungen müssten nun «sofort auf den Tisch», schrieb IWF-Chefin Christine Lagarde der «Financial Times» zufolge an die 19 Eurozonen-Länder. Andernfalls stehe die Beteiligung des IWF am dritten Hilfsprogramm für Griechenland in Frage. Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am Montag.

Die Gespräche über weitere Haushaltseinsparungen in Griechenland in Höhe von drei Milliarden Euro seien fruchtlos. Die Vereinbarung mit der EU, mittel- und langfristig einen Haushaltsüberschuss (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erwirtschaften, sei unrealistisch.

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