Italien

Italien: Krisenplan für Monte dei Paschi in der Ausarbeitung

Rom (dpa) - Italiens Finanzminister und die Führungsspitze der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) wollen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den kommenden Wochen einen Sanierungsplan für das angeschlagene Kreditinstitut vorlegen. Bei einem Treffen am Dienstag in Rom berieten Finanzminister Pier Carlo Padoan, der MPS-Vorsitzende Alessandro Falciai und sein Stellvertreter Marco Morelli über künftige Maßnahmen, wie das Ministerium am Abend mitteilte.

Der Staat will der Bank mit einer vorsorglichen Rekapitalisierung aus der Misere helfen: Nach Berechnungen der Bankenaufsicht in Frankfurt benötigt das unter faulen Krediten leidende Geldhaus aus der Toskana 8,8 Milliarden Euro an frischem Kapital.

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Italien: Steuerzahler vor weiterer teurer Bankenrettung

Die älteste Bank der Welt sitzt auf einem Haufen fauler Kredite. Retten kann sie nur noch der italienische Staat. Die EU genehmigt aber vorerst nur vorübergehend Hilfe.

Brüssel/Rom (dpa) - Wie die schwer angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) aus der Krise finden soll, ist weiterhin unklar. Der Staat darf dem Jahrhunderte alten Kreditinstitut in den nächsten Monaten zwar das Überleben sichern. Doch hinter der Kernfrage nach der langfristigen Lebensfähigkeit der ältesten Bank der Welt steht weiter ein dickes Fragezeichen. Eines ist klar: Die Rettung der Bank wird teuer, wie Zahlen der italienischen Notenbank zeigen.

Die EU-Kommission hatte am Donnerstagabend in Brüssel grünes Licht für geplante Hilfen des italienischen Staats gegeben, um mögliche akute Geldprobleme bei der Bank in den kommenden Monaten zu überbrücken. Damit machte die Kommission erneut eine Ausnahme - eigentlich dürfen angeschlagene Banken keine kurzfristigen Geldspritzen erhalten.

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Pariser Luftfahrtmesse: Airbus will Ladenhüter A380 retten

Le Bourget (dpa) - Die blauen Aufsätze an den Flügeln des weltgrößten Passagierflugzeugs sind nur Attrappen, und doch eine je 4,70 Meter lange Überraschung. Auf der Pariser Luftfahrtmesse zeigt der europäische Flugzeugbauer Airbus seit Montag, wie er seinen Ladenhüter A380 retten will. Die deutlich vergrößerten, abgeknickten Flügelenden («Winglets») sollen den Spritverbrauch senken und den Riesenflieger so für Airlines attraktiver machen - damit endlich wieder Bestellungen eintrudeln.

Seit Jahren beschwören die Airbus-Verantwortlichen eine goldene Zukunft für den Doppelstock-Flieger. Die Argumentation ist simpel: Wenn der Luftverkehr weiter wächst und der Platz an den Flughäfen knapp wird, ist ein Großraumflugzeug die Antwort. Beim Starten und Landen braucht die A380 so viel Zeit und Platz wie ein Regionaljet, fasst aber fünf bis sechs Mal so viele Passagiere.

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Ratingagentur: Drastische Abstufung Italiens bei der Bonität

Toronto (dpa) - Schlechte Nachrichten für den italienischen Staat und die italienischen Banken: Die Ratingagentur DBRS hat die Kreditwürdigkeit von Italien um eine Stufe gesenkt. Die Bonitätsnote werde von bisher «A (low)» auf «BBB (high)» gesenkt, teilte die kanadische Ratingagentur am Freitag in Toronto mit. Der Ausblick für das neue Rating wurde auf stabil gesetzt. Es droht also keine weitere Herabstufung.

Es sei unsicher, ob Italien politisch in der Lage sei, die notwendigen politischen Reformen durchzuführen, begründete DBRS seine Entscheidung. Zudem halte die Schwäche im italienischen Bankensektor an. DBRS verwies auf das schwache Wachstumsumfeld. Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum dürfte es laut DBRS schwieriger sein, zusätzliche Reformmaßnahmen zu beschließen.

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Treffen der EU-Agrarminister im Zeichen der Milchkrise

Brüssel (dpa) - Die EU will deutschen Milchbauern und ihren europäischen Kollegen erneut mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. Am kommenden Montag werde beim Treffen der EU-Agrarminister ein europaweites Maßnahmenpaket vorgestellt, versprach Agrarkommissar Phil Hogan am Freitag in Brüssel. Dort sprach er bei einem Treffen mit dem deutschen Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) und dessen Kollegen aus den Bundesländern über die angespannte Lage auf dem europäischen Milchmarkt.

Ein geplantes gemeinsames Positionspapier der Bundesländer kam bei dem Treffen nicht zustande. Rheinland-Pfalz habe sich gegen das Papier ausgesprochen, mit die anderen deutschen Ressortchefs eine verpflichtende Senkung der Milchmenge fordern wollten, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) als Vorsitzender der Agrarministerkonferenz am Freitagabend. Das Land habe mit dieser Haltung allein gestanden.

Niedersachsens Ressortchef Christian Meyer hatte im Vorfeld der Konferenz für eine vorübergehende staatliche Begrenzung der Milchmenge plädiert. Die Bauern sollten ihre Produktion um drei bis fünf Prozent zurückfahren. Die Milchkrise sei europaweit zu spüren und daher nur auf europäischer Ebene zu lösen, meinte Meyer.

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