Italien

EU-Aus für Glyphosat könnte Bauern weiter schaden

Brüssel (dpa) - Die EU streitet weiter um den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa. Bei einer Abstimmung von Vertretern der EU-Länder über eine Verlängerung der Zulassung kam am Montag in Brüssel nicht die nötige Mehrheit zustande. Die geltende Genehmigung des weit verbreiteten Pestizids läuft Ende des Monats aus. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich erfreut über das Ergebnis. «Viele Mitgliedstaaten möchten erst die Frage der Krebsrisiken geklärt sehen, bevor Glyphosat weiter auf unseren Äckern eingesetzt werden kann», erklärte die Ministerin.

Tief enttäuscht zeigte sich der europäische Branchenverband ECPA, der große agrochemische Unternehmen vertritt. Wenn es nicht gelinge, Glyphosat weiter zuzulassen, «hätte das erhebliche negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft, die Umwelt und die Fähigkeit der Bauern, sichere und erschwingliche Lebensmittel herzustellen», warnte der Verband.

Nun wird eine weitere Abstimmung in einem höherrangig besetzten Gremium nötig. Falls diese wiederum ohne Ergebnis bleibt, entscheidet die EU-Kommission. Die Behörde ließ Fragen nach dem weiteren Verfahren unter Verweis auf eine Sitzung der EU-Kommissare am Dienstag unbeantwortet.

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Europäische Megabörse soll nach britischem Recht geführt werden

Frankfurt/London (dpa) - Die Führungsstruktur der geplanten europäischen Mega-Börse aus Frankfurt und London steht. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Schwergewicht mit Hauptsitzen in Frankfurt und London leiten, wie die Deutsche Börse und die London Stock Exchance (LSE) am Freitag mitteilten. Seinen rechtlichen Sitz soll der neue Konzern in der britischen Hauptstadt haben. Vorgesehen ist, die aus Deutscher Börse und LSE gebildete Gruppe, als Gesellschaft nach britischem Recht zu führen.

Zudem einigten sich beide Seiten auf weitere wichtige Personalien: LSE-Verwaltungsratschef Donald Brydon wird nach den Plänen diesen Posten auch im fusionierten Unternehmen übernehmen, als sein Stellvertreter ist der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber, vorgesehen. LSE-Finanzvorstand David Warren soll diesen Posten auch in der zusammengeschlossenen Gruppe übernehmen.

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EU will Netflix Quote für europäische Produktionen aufzwingen

Brüssel (dpa) - Europäische Videoproduktionen sollen nach dem Willen der EU-Kommission bei Streaming-Anbietern künftig stärker zum Zuge kommen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag solle in absehbarer Zeit vorgestellt werden, teilte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag mit.

Einzelheiten gehen aus einem Textentwurf hervor, den das Nachrichtenportal «Euractiv» veröffentlichte. Demnach sollen US-amerikanische Anbieter wie Netflix oder Amazon dazu gezwungen werden, ihren Internet-Katalog von angebotenen Filmen und Serien in Zukunft zu mindestens 20 Prozent mit europäischen Produktionen zu füllen - und zwar in jedem EU-Land. Die EU-Kommission bestätigte diese Details zunächst nicht offiziell.

Bei Netflix und iTunes liegt der Anteil an europäischen Filmen derzeit laut EU-Kommission im Schnitt bei 21 Prozent. Der Anteil variiere aber je nach Land stark.

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Italien: Missglücktes Börsendebüt bei Ferrari

Mailand (dpa) - Der italienische Luxus-Sportwagenbauer Ferrari hat ein durchwachsenes Debüt an der Mailänder Börse hingelegt. Die Aktien des Autoherstellers verloren am ersten Handelstag am Montag zunächst an Wert, zeitweise wurde der Handel ausgesetzt. Der Kurs sank innerhalb der ersten 15 Minuten nach Handelsstart im Vergleich zum Eröffnungskurs von 43 Euro um vier Prozent. Im Oktober hatte Ferrari bereits ein erfolgreiches Debüt an der New Yorker Börse gefeiert.

Dort waren die Aktien zum Jahresende für 48 Dollar gehandelt worden, der Ausgabepreis lag bei 52 Dollar. Fiat-Chef Sergio Marchionne lobte das Börsen-Debüt für Ferrari in Mailand am Montag als «ein neues Ziel und einen neuen Anfang». Auch Italiens Regierungschef Matteo Renzi nahm an der kurzen Zeremonie vor dem Börsen-Debüt teil.

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Italien: Verwaltungsrat von Alitalia billigt Rettungsplan

Rom/Fiumicino (dpa) - Der Verwaltungsrat der schwer angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat einen dringend benötigten Rettungsplan verabschiedet. Bis Ende 2019 will die Airline eine Milliarde Euro Kosten einsparen und wieder schwarze Zahlen schreiben, wie Alitalia am Mittwochabend nach einer mehrstündigen Sitzung des Verwaltungsrats mitteilte. Dazu will sie ihre jährlichen Kosten um eine Milliarde Euro senken und ihren Umsatz um 30 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro steigern.

Sobald es Einvernehmen über die Finanzierung des Plans gebe, werde Ex-Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo seinen Posten als Verwaltungsratspräsident der Fluglinie verlassen, teilte Alitalia außerdem mit. Ihm folge der ehemalige Generaldirektor der italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Rai, Luigi Gubitosi.

Der Rettungsplan sieht vor, dass die Flotte der Kurz- und Mittelstreckenjets bis zum nächsten Jahr um 20 Flugzeuge schrumpft. Derzeit hat die Gesellschaft laut den Angaben auf ihrer Internetseite insgesamt 122 Maschinen im Einsatz. Alitalia will außerdem ihr Langstreckenangebot nach Amerika ausbauen und auf bereits bestehende Strecken mehr Flüge anbieten.

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