Italien

EU-Skepsis in den Mitgliedsländern weiter am Steigen

Berlin (dpa) - Mitten in der Flüchtlingskrise wächst die Europa-Skepsis. EU-weit haben nur noch 37 Prozent der Befragten (minus 4) ein positives Bild der Europäischen Union.

Das geht aus dem jüngsten Eurobarometer hervor, über das die EU-Vertretung in Berlin am Dienstag berichtete. In 11 Mitgliedsstaaten überwiegt die positive Einschätzung, 15 Länder haben ein neutrales Bild von der EU, nur zwei (Zypern und Österreich) ein überwiegend negatives. In vielen EU-Ländern ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor das größte Problem. Das sagen in Spanien 69 Prozent, in Frankreich 54 Prozent. EU-weit liegt das Thema gleichauf mit der Einwanderung bei 36 Prozent.

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Italien: Großbank Intesa Sanpaolo als Positivbeispiel

Mailand (dpa) - Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat trotz der wirtschaftlichen Probleme im Land im vergangenen Jahr kräftig verdient. Unterm Strich blieben 3,1 Milliarden Euro übrig, wie der Finanzkonzern am Freitag in Mailand mitteilte. Das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Schwächen im Tagesgeschäft konnte das Geldhaus mit dem einträglichen Verkauf von Kreditkarten-Töchtern mehr als ausgleichen. Im laufenden Jahr geht Intesa von wachsenden Erträgen und einer höheren Marge aus.

Intesa gilt als Stabilitätsanker in der italienischen Bankenbranche, die unter massenhaften Kreditausfällen wegen der schwachen Wirtschaft des Landes leidet: Unicredit, die Konzernmutter der Münchner Hypovereinsbank, arbeitet an einer riesigen Kapitalerhöhung, die Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena muss vom Staat gestützt werden.

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Österreich: Gläubiger der Hypo Alpe Adria lehnen Kärntner Angebot ab

München/Klagenfurt (dpa) - Die Gläubiger der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria bleiben im Streit mit Österreich um die Rückzahlung ihrer Milliardenforderungen hart. Das Angebot des Bundeslandes Kärnten, einen Teil der geforderten Summe zurückzuzahlen, lehnten sie am Donnerstag entschieden ab. Kärnten sei zahlungsfähig und könne seinen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen, erklärten die Gläubiger.

Zu der Gruppe, die um mehrere Milliarden Euro kämpft, gehören die Commerzbank und die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate. Kärnten hatte die riskante Expansion der Hypo Alpe Adria, die früher einmal zur BayernLB gehörte, mit Landeshaftungen unterstützt. Ihre Reste wurden nach Milliardenverlusten in einer Abwicklungsanstalt namens Heta gebündelt, die inzwischen ebenfalls aufgelöst wird.

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Mediaset-Übernahme: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vivendi

Mailand (dpa) - Im Übernahmekampf um den italienischen TV-Konzern Mediaset ermittelt die Staatsanwaltschaft Mailand gegen die Spitze des französischen Medienriesen Vivendi. Mehrheitsanteilseigner Vincent Bollorè werde Marktmanipulation vorgeworfen, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Vivendi erklärte am Freitag, die Ermittlungen seien das Ergebnis einer «unbegründeten und beleidigenden Klage», die die Familie des italienischen Unternehmers und Ex-Ministerpräsidenten, Silvio Berlusconi, eingereicht habe, nachdem Vivendi seinen Anteil an Mediaset erhöht hatte. «Das ist keinesfalls eine Anschuldigung gegen eine Person», heißt es in der Stellungnahme.

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Griechenland und der ESM: Eine unendliche Geschichte?

Das hoch verschuldete Griechenland hat keine akute Geldnot, braucht aber im Sommer wieder Geld aus dem laufenden Hilfsprogramm. Der Chef des Euro-Rettungsfonds rechnet allerdings damit, dass Athen 2018 nach dann 8 Jahren vom internationalen Finanztropf abgehängt werden kann.

Berlin/München (dpa) - Griechenland wird nach Überzeugung des Euro-Rettungsfonds ESM ohne weiteres Hilfsprogramm über die Runden kommen. «Wenn die nächsten 18 Monate gut genutzt werden, bin ich zuversichtlich, dass dies das letzte Programm ist, das Griechenland machen muss», sagte ESM-Chef Klaus Regling der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und IWF-Chefin Christine Lagarde beraten an diesem Mittwoch in Berlin über die Griechenland-Krise.

Der hoch verschuldete griechische Staat überlebt seit 2010 nur dank internationaler Finanzhilfen. Im Gegenzug zu den Hilfen musste sich das Land immer wieder zu schmerzhaften Kürzungen und Einschnitten verpflichten. Aktuell läuft ein drittes Hilfsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 86 Milliarden Euro bis 2018. Auszahlungen aus dem Programm werden jeweils davon abhängig gemacht, ob Athen die zugesagten Reformschritte auch umsetzt.

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