Niederlande

EU: Neuerlich langwierige Verhandlungen über Nordsee-Fischfangmengen

Brüssel (dpa) - Die jährlichen Brüsseler Verhandlungen über die Nordsee-Fischfangmengen sind immer ein Gezerre. Auch diesmal verhandelten die Minister der EU-Staaten bis in den frühen Morgen. Ein Überblick worum es geht:

Was kommt auf die deutschen Nordseefischer zu?

Sie dürfen im kommenden Jahr rund 36 Prozent mehr Schellfisch fangen, 19 Prozent mehr Scholle, 16 Prozent mehr Hering und 15 Prozent mehr Kabeljau. Die Seelachs-Quote ändert sich kaum. Bei der Makrele sinkt die Fangmenge um 14 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Über die Quoten für die Ostsee wurde schon im Oktober entschieden.

Was ist eigentlich eine Fischquote?

Quoten legen fest, wie viel Fisch in einem bestimmten Jahr aus dem Meer gezogen werden darf. Gerechnet wird in Tonnen, beim Ostsee-Lachs in einzelnen Fischen. Die Menge variiert dabei nach Bestand. Ein Bestand ist eine Fischart in einem bestimmten Meeresgebiet. Daneben gibt es manchmal auch Regelungen zum sogenannten Fischereiaufwand - dann dürfen die Fischer bestimmte Bestände nur eine begrenzte Zeit im Jahr befischen. Zudem gibt es Auflagen etwa für die Maschengröße von Netzen.

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Euronext-Börsengang mit durchwachsenem Start

Der Börsengang des europäischen Börsenbetreibers Euronext bringt weniger Geld ein als erhofft. Der Ausgabepreis sei auf 20 Euro je Aktie festgelegt worden, teilte die Konzernmutter Intercontinental Exchange (ICE) am Donnerstag in Atlanta mit. Die Euronext ist ein Konkurrent der Deutschen Börse in Frankfurt.

Die Spanne war zuvor auf 19 bis 25 Euro je Anteilsschein festgelegt worden. Der Handel mit Euronext-Aktien soll an diesem Freitag an den Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel beginnen. Etwa ein Drittel der Anteilsscheine gehen an institutionelle Anleger.

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Telekom: Höttges fordert Maßnahmen für sozial verträgliche Digitalisierung

München (dpa) - Telekom-Chef Timotheus Höttges fordert ein rasches Handeln von Politik und Wirtschaft, um die sozialen Umbrüche durch die Digitalisierung abzufedern. Es gebe viele Menschen, die fürchten, ihre Jobs zu verlieren oder im Alter zu verarmen. Diese Sorgen müsse man nicht nur ernst nehmen, sondern auch Lösungen finden, um diese Menschen nicht an radikale politischen Gruppen oder Parteien zu verlieren, sagte Höttges am Sonntag auf der Internet-Konferenz DLD in München. «Die einzige Stimme, die sie haben, sind Wahlen.»

Globalisierungsexperte Ian Goldin mahnte, die Welt stehe an einem Scheideweg. Die Digitalisierung biete Chancen, die die Menschheit in dieser Form bislang nie gehabt habe. Es gebe alle Möglichkeiten, in den nächsten Jahrzehnten Hunger, Armut und viele Krankheiten zu besiegen.

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Portugal: Linksregierung will EU-Haushaltsvorgaben einhalten

Brüssel/Lissabon (dpa) - Portugals neue Regierung will sich trotz eines Richtungswechsels in der Finanzpolitik an die EU-Haushaltsregeln halten. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte am Montag in Brüssel, der neue Finanzminister Mario Centeno habe ihm das zugesagt.

«Die EU-Kommission muss nun bald einen Haushaltsentwurf erhalten», forderte Dijsselbloem. Der Budgetplan Lissabons für das kommende Jahr steht seit knapp zwei Monaten aus.

Nach dem Regierungswechsel hatte es Unsicherheit über den Kurs des hoch verschuldeten Landes gegeben. Der neue Ministerpräsident António Costa führt eine sozialistische Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen des marxistischen Linksblocks und der Kommunisten angewiesen ist.

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EU: Roaminggebühren sind ab Juni Geschichte

Brüssel (dpa) - Die Zusatzkosten für Handynutzer im EU-Ausland werden wie geplant im Juni abgeschafft. Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten verständigten sich am frühen Mittwochmorgen in Brüssel auf die noch festzulegenden Roaming-Großhandelspreise, wie unter anderem Malta als derzeitiges Vorsitzland der EU-Staaten mitteilte. Beide Seiten müssen die Einigung noch offiziell billigen.

«Das war das letzte Puzzleteil», erklärte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip. «Ab dem 15. Juni können die Europäer in der EU ohne Roaminggebühren reisen.»

Die europäischen Telekom-Unternehmen können sich für die Auslandsnutzung ihrer Kunden gegenseitig Kosten in Rechnung stellen. Dafür etabliert die EU nun Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS. Für Datenvolumen sinken die Obergrenzen schrittweise von zunächst 7,70 Euro pro Gigabyte ab dem 15. Juni auf schließlich 2,50 Euro pro Gigabyte ab dem 1. Januar 2022. Diese Kostendeckel liegen nach maltesischen Angaben etwa 90 Prozent unter den aktuellen Begrenzungen.

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