Österreich

Pariser Luftfahrtmesse: Airbus will Ladenhüter A380 retten

Le Bourget (dpa) - Die blauen Aufsätze an den Flügeln des weltgrößten Passagierflugzeugs sind nur Attrappen, und doch eine je 4,70 Meter lange Überraschung. Auf der Pariser Luftfahrtmesse zeigt der europäische Flugzeugbauer Airbus seit Montag, wie er seinen Ladenhüter A380 retten will. Die deutlich vergrößerten, abgeknickten Flügelenden («Winglets») sollen den Spritverbrauch senken und den Riesenflieger so für Airlines attraktiver machen - damit endlich wieder Bestellungen eintrudeln.

Seit Jahren beschwören die Airbus-Verantwortlichen eine goldene Zukunft für den Doppelstock-Flieger. Die Argumentation ist simpel: Wenn der Luftverkehr weiter wächst und der Platz an den Flughäfen knapp wird, ist ein Großraumflugzeug die Antwort. Beim Starten und Landen braucht die A380 so viel Zeit und Platz wie ein Regionaljet, fasst aber fünf bis sechs Mal so viele Passagiere.

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Treffen der EU-Agrarminister im Zeichen der Milchkrise

Brüssel (dpa) - Die EU will deutschen Milchbauern und ihren europäischen Kollegen erneut mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. Am kommenden Montag werde beim Treffen der EU-Agrarminister ein europaweites Maßnahmenpaket vorgestellt, versprach Agrarkommissar Phil Hogan am Freitag in Brüssel. Dort sprach er bei einem Treffen mit dem deutschen Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) und dessen Kollegen aus den Bundesländern über die angespannte Lage auf dem europäischen Milchmarkt.

Ein geplantes gemeinsames Positionspapier der Bundesländer kam bei dem Treffen nicht zustande. Rheinland-Pfalz habe sich gegen das Papier ausgesprochen, mit die anderen deutschen Ressortchefs eine verpflichtende Senkung der Milchmenge fordern wollten, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) als Vorsitzender der Agrarministerkonferenz am Freitagabend. Das Land habe mit dieser Haltung allein gestanden.

Niedersachsens Ressortchef Christian Meyer hatte im Vorfeld der Konferenz für eine vorübergehende staatliche Begrenzung der Milchmenge plädiert. Die Bauern sollten ihre Produktion um drei bis fünf Prozent zurückfahren. Die Milchkrise sei europaweit zu spüren und daher nur auf europäischer Ebene zu lösen, meinte Meyer.

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EU: Firmen in Kernländern optimistisch über Wirtschaftsentwicklung

Brüssel/Düsseldorf (dpa) - Viele Firmen in der EU erwarten weiterhin eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung McKinsey rechnen Konzernvorstände in den kommenden fünf Jahren mit einem jährlichen Wachstum des EU-Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund zwei Prozent. Sie gehen außerdem davon aus, dass die Umsätze in den eigenen Unternehmen um durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr zulegen werden.

Deutsche Vorstände liegen mit ihren Wachstumserwartungen für Europa dabei im Schnitt aller befragten Firmen. Sie sind für ihren eigenen Umsatz mit einem erwarteten Plus von 2,7 Prozent aber noch deutlich optimistischer als ihre europäischen Wettbewerber.

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Frankreich: Kritik an Goldman-Sachs-Engagement Barrosos

Paris (dpa) - Frankreich hat den früheren EU-Kommissionschef José Manuel Barroso aufgefordert, auf seinen Wechsel zur US-Investmentbank Goldman Sachs zu verzichten. «Moralisch, politisch, berufsethisch ist das ein Fehler von Herrn Barroso», sagte Europa-Staatssekretär Harlem Désir am Mittwoch in der Pariser Nationalversammlung. Dies sei «der schlechteste Dienst», den ein früherer Chef einer EU-Institution dem europäischen Projekt zum aktuellen Zeitpunkt leisten könne. Désir forderte die EU-Kommission auf, ihre Ethikregeln zu verschärfen.

Die Behörde hatte am Montag mitgeteilt, dass sie den Wechsel nicht als Verstoß gegen die Regeln sehe und auch eine Verschärfung nicht für nötig halte.

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EU: Roaminggebühren weg – versteckte Kostenfallen bleiben

Brüssel (dpa) - Menschen mit Fernbeziehung und ungünstigem Handy-Vertrag haben sich womöglich zu früh gefreut: Zwar schafft die EU zu diesem Donnerstag (15. Juni) die Extra-Gebühren für die Handy-Nutzung im EU-Ausland weitgehend ab, Gespräche ins EU-Ausland kosten aber so viel wie zuvor. «Das bleibt ein großes Ärgernis», klagt die Verbraucherschützerin Isabelle Buscke, die den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Brüssel vertritt. Telefonate ins Ausland fallen eben nicht unter die Neuregelung - «das kann durchaus mal zwei Euro die Minute kosten».

Wer also mit dem Autovermieter auf Mallorca verhandeln will oder die polnische Nummer der Liebsten in Warschau wählt, sollte die Bestimmungen seines Vertrags gut kennen. «Die Verbraucher müssen weiter in das Kleingedruckte schauen» - trotz der grundsätzlich verbraucherfreundlichen Roaming-Neuregelung, warnt Buscke. Die soll dafür sorgen, dass Anrufe und mobile Internet-Nutzung beim Aufenthalt in anderen EU-Ländern nicht teurer ausfallen als daheim.

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