Polen

Neuer EU-Irrsinn: Verbot von Buntstiften und Wasserfarben

Brüssel (dpa) - Buntstifte, Finger- und Wasserfarben mit Spuren von Blei dürfen in der Europäischen Union künftig nicht mehr verkauft werden. EU-Kreise bestätigten am Freitag die Senkung der Grenzwerte für das giftige Schwermetall. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Ziel der EU-Kommission ist, vor allem kleine Kinder unter drei Jahren vor Blei zu schützen, da sie oft an Spielzeug und Stiften lutschen. Die Kommission verweist auf Grenzwerte der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, wonach ein Kind nicht mehr als 0,5 Mikrogramm Blei pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aufnehmen sollte.

Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber, der im Europaparlament mit dem Verfahren zu tun hatte, hält die neuen Grenzwerte für überzogen. Wie er bestätigte, dürfen Buntstifte nur noch zwei Milligramm Blei pro Kilogramm Spielmaterial enthalten statt bisher 13,5 Milligramm und Wasserfarben nur noch 0,5 statt 3,4 Milligramm. Das bisher in vielen Kinderfarben enthaltene Blei stamme aus natürlichen Mineralien und lasse sich chemisch nicht entfernen. Betroffen von dem Verbot seien vor allem helle Farbtöne, weil das Problem bei Weißpigmet auftrete.

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EU: Firmen in Kernländern optimistisch über Wirtschaftsentwicklung

Brüssel/Düsseldorf (dpa) - Viele Firmen in der EU erwarten weiterhin eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung McKinsey rechnen Konzernvorstände in den kommenden fünf Jahren mit einem jährlichen Wachstum des EU-Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund zwei Prozent. Sie gehen außerdem davon aus, dass die Umsätze in den eigenen Unternehmen um durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr zulegen werden.

Deutsche Vorstände liegen mit ihren Wachstumserwartungen für Europa dabei im Schnitt aller befragten Firmen. Sie sind für ihren eigenen Umsatz mit einem erwarteten Plus von 2,7 Prozent aber noch deutlich optimistischer als ihre europäischen Wettbewerber.

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Italien: Krisenplan für Monte dei Paschi in der Ausarbeitung

Rom (dpa) - Italiens Finanzminister und die Führungsspitze der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) wollen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den kommenden Wochen einen Sanierungsplan für das angeschlagene Kreditinstitut vorlegen. Bei einem Treffen am Dienstag in Rom berieten Finanzminister Pier Carlo Padoan, der MPS-Vorsitzende Alessandro Falciai und sein Stellvertreter Marco Morelli über künftige Maßnahmen, wie das Ministerium am Abend mitteilte.

Der Staat will der Bank mit einer vorsorglichen Rekapitalisierung aus der Misere helfen: Nach Berechnungen der Bankenaufsicht in Frankfurt benötigt das unter faulen Krediten leidende Geldhaus aus der Toskana 8,8 Milliarden Euro an frischem Kapital.

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Portugal: Aufwärtstrend – aber immer noch Skepsis bei Ratingagenturen

Frankfurt/Lissabon (dpa) - Wenn es um die Wirtschaft der südeuropäischen Euro-Länder geht, sind gute Nachrichten Mangelware. Aber es gibt sie: Während Italien wegen baldiger Neuwahlen als Euro-Wackelkandidat in den Fokus der Finanzmärkte gerät und der Streit um Griechenlands Schulden ungelöst bleibt, mausert sich Portugal zu einem Hoffnungsstern. Das Land glänzt mit robustem Wachstum und Fortschritten bei den Staatsfinanzen. 

Ausgerechnet unter einer sozialistischen Minderheitsregierung wird Portugal jetzt zum Liebling der Finanzmärkte. Seit Mitte März sinken die Marktzinsen auf portugiesische Staatspapiere immer weiter. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fiel jetzt sogar unter drei Prozent und erreichte am Freitag den niedrigsten Wert seit September. Portugal konnte sich zuletzt wesentlich günstiger Geld leihen, weil Gläubiger größeres Vertrauen haben. Inzwischen sei Portugal gar zu einem «sicheren Hafen» für Anleger geworden, sagt Christopher Jeffery, Experte beim Vermögensverwalter LGIM.

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EZB: Zinserhöhung vorerst nicht angedacht

Düsseldorf (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Zinsen vorerst nicht anheben. In dieser Frage habe auf der Ratssitzung im März Einigkeit geherrscht, versicherte der finnische Notenbankpräsident Erkki Liikanen, der zugleich Mitglied im EZB-Rat ist, im Interview mit dem «Handelsblatt» (Mittwoch). «Wir haben betont, dass die Zinsen auch über das Ende der Anleihekäufe hinaus niedrig bleiben. Das war damals unstrittig», sagte er. In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, dass die Notenbank den Einlagenzins von derzeit minus 0,4 Prozent anheben könnte, bevor sie ihre Anleihekäufe beendet.

Bei diesem Thema bringt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann indes einen Ausstieg ins Gespräch. «Der Zeitpunkt, den Fuß nicht mehr durchgedrückt auf dem Gaspedal zu lassen, sondern ihn leicht anzuheben, (...) nähert sich aus meiner Sicht», sagt Weidmann in einem Interview mit der Zeitung «Die Zeit», das am Mittwoch vorab veröffentlicht wurde. Wenn es in einem Jahr keine Anleihekäufe mehr gäbe, würde er das begrüßen.

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