Portugal

Europas Börsen beenden das Jahr 2015 mit Verlusten

Paris/London (dpa) - Die wenigen am Silvestertag noch geöffneten europäischen Börsen haben den letzten Handelstag des Jahres mit leichten Verlusten beendet. Marktteilnehmern zufolge lag das Handelsvolumen am Donnerstag um mehr als zwei Drittel unter dem Durchschnitt der vergangenen 30 Tage. Marktbewegende Unternehmens- oder Konjunkturmeldungen lagen nicht vor.

In einem verkürzten Geschäft sank der EuroStoxx 50 um 0,62 Prozent auf 3267,52 Punkte. Der Pariser CAC-40-Index fiel um 0,86 Prozent auf 4637,96 Punkte. In London ging es für den FTSE 100 um 0,51 Prozent auf 6242,32 Punkte nach unten.

Der Blick auf das Gesamtjahr fällt hingegen freundlicher aus. Der EuroStoxx 50 konnte 2015 um knapp 4 Prozent zulegen. Der CAC 40 schaffte sogar einen Zuwachs von 8,53 Prozent.

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Portugal: Noch keine Heraufstufung der Kreditwürdigkeit durch Fitch

London (dpa) - Portugal muss weiter auf die Wiederaufnahme in den Klub der angesehenen Gläubigerländer warten. Die US-Ratingagentur Fitch beließ am Freitag die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Euro-Landes auf «BB+». Damit benötigt Portugal weiter eine Heraufsetzung um eine Stufe, um den sogenannten Ramsch-Bereich zu verlassen. So bewertete Anleihen werden von konservativen Anlegern gemieden. Allerdings kann sich Portugal Hoffnung machen, seine Anleihen bald auch wieder bei ihnen platzieren zu können: Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit ist laut Fitch «positiv», damit ist eine Heraufstufung auf absehbare Zeit möglich.

Die Einstufungen spiegelten die schrittweise Rückkehr der portugiesischen Wirtschaft zu einem Gleichgewicht wieder, hieß es in der Begründung der Ratingagentur.

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Stahlindustrie: EU-Kommission will Importe aus Drittstaaten stärker überwachen

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will künftig Stahlimporte aus China und anderen Nicht-EU-Staaten überwachen. Sie erhofft sich davon, die kriselnde europäische Branche damit besser vor Billigeinfuhren zu schützen. Für die Einfuhr seien künftig spezielle Lizenzen nötig, die die nötigen Informationen enthielten, teilte die Behörde am Freitag in Brüssel mit.

Europäische und deutsche Stahlhütten leiden darunter, dass große Mengen an staatlich subventioniertem Stahl aus China importiert werden. Durch Überkapazitäten ist der Stahlpreis weltweit stark gefallen. Das Überwachungssystem, mit dem kurzfristige Veränderungen im Markt beobachtet werden sollen, tritt voraussichtlich Ende Mai in Kraft.

Dieser Schritt sei ein eindeutiges Signal an Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU, dass die Kommission die Entwicklung von Stahlimporten genau im Auge behalte.

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Griechenland: Hollande drängt auf Entscheidungen vor Zahlungsunfähigkeit

Athen/Paris (dpa) - Im Ringen um neue Spar- und Reformauflagen für Griechenland verlangt Frankreichs Präsident François Hollande Entscheidungen innerhalb der nächsten Tage. «Frankreich wünscht am Montag eine Einigung über Griechenland», sagte Regierungssprecher Stéphane Le Foll am Mittwoch in Paris. Das habe Hollande in einer Kabinettssitzung sehr klar gesagt. Am Montag (9. Mai) werden die Euro-Finanzminister zu einem Sondertreffen in Brüssel zusammenkommen.

In Athen und in Brüssel wurden hingegen in seltener Eintracht Erwartungen an das Extratreffen gedämpft. Nach einer Spitzenrunde um Premier Alexis Tsipras und Finanzminister Euklid Tsakalotos verlautete in Athen, eine Einigung sei bis zu dem Ministertreffen nicht in Reichweite.

Eine Vereinbarung werde nun beim regulären Treffen der Euro-Finanzminister am 24. Mai angestrebt, hieß es in Brüssel. Das passe in den Zeitplan von EU-Gipfelchef Donald Tusk, der in deutlichen Worten einen Kompromiss der Minister bis zum G7-Gipfel in Japan (26. und 27. Mai) angemahnt hatte.

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Portugal: Niedrigstes Haushaltsdefizit seit 1974

Lissabon (dpa) - Der frühere Schuldensünder Portugal hat im vergangenen Jahr das niedrigste Haushaltsdefizit seit 1974 registriert. 2016 habe sich der Fehlbetrag auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen, teilte die Statistikbehörde INE am Freitag mit. Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger als 2015, als Portugal wegen der Verstöße gegen die Schuldenregeln eine Strafe durch die EU drohte.

Das Defizit übertrifft das Ziel der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident António Costa, die Brüssel 2,2 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Da man nach dieser ersten offiziellen Schätzung unter der in der Währungsunion erlaubten Neuverschuldungshöchstgrenze von 3,0 Prozent blieb, wird das Land von der EU-Kommission in den nächsten Monaten wahrscheinlich aus dem Verfahren wegen übermäßigen Defizits entlassen werden.

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