Russland

"Großer Sprung 2.0": EU setzt sich neue Energie-Effizienzziele

Luxemburg (dpa) - Die Europäische Union treibt ihre Klimaziele voran. Die EU-Energieminister einigten sich am Montag nach zähen Verhandlungen auf ein ehrgeizigeres Ziel zum systematischen Energiesparen: Bis 2030 soll die Energieeffizienz um 30 Prozent gesteigert werden. Zudem segneten die Minister die neue Energiekennzeichnung endgültig ab, mit der Verbraucher sparsame Haushaltsgeräte leichter erkennen sollen. Zankapfel in der EU bleibt die geplante Gasleitung Nord Stream 2.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase zu produzieren als 1990. Dazu will sie rasch auf erneuerbare Energien umsteigen, aber auch große Mengen Strom und Heizwärme einsparen. 2014 hatte sie sich eine Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 27 Prozent vorgenommen.

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Deutscher Osthandel trotzt dem Sanktionswahn

Berlin (dpa) - Vor allem wegen eines deutlichen Anstiegs im Geschäft mit Russland hat der deutsche Osthandel zum Jahresauftakt kräftig zugelegt. Die Ausfuhren in die 21 Länder der Region legten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro zu, wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Importe stiegen um 27,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. «Für den eindrucksvollen Jahresbeginn ist vor allem die wirtschaftliche Belebung in Russland verantwortlich, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele.

So legten die deutschen Exporte nach Russland um 1,5 Milliarden Euro und damit um knapp ein Drittel zu. Gefragt waren vor allem chemische und pharmazeutische Produkte, Elektronik, Maschinen und Fahrzeuge. Die Einfuhren nahmen sogar um 2,1 Milliarden Euro zu, das entspricht einem Plus von 35,1 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Ost-Ausschuss ein Plus von 10 Prozent.

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Russland: Bauern demonstrieren – für Fortführung der Sanktionen

(RT Deutsch) Rund 1.500 Landwirte haben am 28. März in der Region Krasnodar für eine Verlängerung der westlichen Sanktionen gegen Russland und der russischen Gegensanktionen plädiert. Auch die Sanktionen gegen die Türkei sollten bleiben. Zu der Kundgebung in Tichorezk hatte der regionale Verband der Bauernhöfe und Landwirtschaftsgenossenschaften (AKKOR) aufgerufen. Anlass für die Demo war der Wunsch Ankaras, seine Handlungsbeziehungen zu Moskau wiederherzustellen.

Neben den wechselseitigen Sanktionen zwischen dem Westen und der Russischen Föderation infolge der Ukrainekrise hatte Moskau gegenüber Ankara Restriktionen im bilateralen Handel verhängt. Anlass dazu war der Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges an der syrischen Grenze durch die türkische Luftwaffe im November 2015. Im Vorjahr entschuldigte sich die Türkei für diesen. Anschließend einigten sich die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan darauf, die bilateralen Beziehungen wieder zu normalisieren - auch im Handel.

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Deutschland zittert vor Cyber-Angriffen russischer Hacker

Berlin (dpa) - Zweimal innerhalb eines guten Jahres wird die deutsche Politik Ziel von Cyber-Angriffen vermutlich russischer Hacker: Im Frühjahr 2015 greift eine unter den Namen «Sofacy» und «APT28» bekannte Gruppe den Bundestag an. Große Datenmengen fließen ab, das IT-System des Parlaments muss mit großem Aufwand neu aufgesetzt werden. Seit April nimmt dieselbe Hackertruppe die CDU-Zentrale in Berlin ins Visier. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Bedrohung aus dem Internet:

WIE GROSS IST DIE GEFAHR WIRKLICH?

Sie ist generell kaum zu unterschätzen. Kriminelle spionieren private Passwörter aus und plündern Bankkonten. Während sich Großunternehmen laut Experten relativ gut vor Wirtschaftsspionage schützen, beklagen die Behörden häufig, dass gerade die in Deutschland wichtigen Mittelständler zu wenig gegen Cyber-Attacken tun.

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Telekom: Höttges fordert Maßnahmen für sozial verträgliche Digitalisierung

München (dpa) - Telekom-Chef Timotheus Höttges fordert ein rasches Handeln von Politik und Wirtschaft, um die sozialen Umbrüche durch die Digitalisierung abzufedern. Es gebe viele Menschen, die fürchten, ihre Jobs zu verlieren oder im Alter zu verarmen. Diese Sorgen müsse man nicht nur ernst nehmen, sondern auch Lösungen finden, um diese Menschen nicht an radikale politischen Gruppen oder Parteien zu verlieren, sagte Höttges am Sonntag auf der Internet-Konferenz DLD in München. «Die einzige Stimme, die sie haben, sind Wahlen.»

Globalisierungsexperte Ian Goldin mahnte, die Welt stehe an einem Scheideweg. Die Digitalisierung biete Chancen, die die Menschheit in dieser Form bislang nie gehabt habe. Es gebe alle Möglichkeiten, in den nächsten Jahrzehnten Hunger, Armut und viele Krankheiten zu besiegen.

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