Deutscher Osthandel trotzt dem Sanktionswahn

Berlin (dpa) - Vor allem wegen eines deutlichen Anstiegs im Geschäft mit Russland hat der deutsche Osthandel zum Jahresauftakt kräftig zugelegt. Die Ausfuhren in die 21 Länder der Region legten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro zu, wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Importe stiegen um 27,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. «Für den eindrucksvollen Jahresbeginn ist vor allem die wirtschaftliche Belebung in Russland verantwortlich, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele.

So legten die deutschen Exporte nach Russland um 1,5 Milliarden Euro und damit um knapp ein Drittel zu. Gefragt waren vor allem chemische und pharmazeutische Produkte, Elektronik, Maschinen und Fahrzeuge. Die Einfuhren nahmen sogar um 2,1 Milliarden Euro zu, das entspricht einem Plus von 35,1 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Ost-Ausschuss ein Plus von 10 Prozent.

Allerdings war der deutsch-russische Handel in den vergangenen Jahren wegen der gegenseitigen Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts deutlich eingebrochen. Die deutsche Wirtschaft tritt seit längerem für eine Aufhebung der EU-Strafmaßnahmen ein.

Wegen der Sanktionen will Russland verstärkt Importe durch im eigenen Land gefertigte Produkte ersetzen. Deutsche Unternehmen würden daher verstärkt in Russland investieren, sagte Büchele. Der Ost-Ausschuss will vor allem die Lage für Mittelständler verbessern. Unternehmen klagen noch immer oft über Korruption, Vetternwirtschaft und Rechtsunsicherheit in Russland.

(Bild: Harry Hautumm/pixelio.de)



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