Russland

Copa-Cogeca: Russlandpolitik der EU schafft prekäre Lage für den Obstbau

Copa und Cogeca haben am Freitag ein Schreiben an die EU-Kommission versandt, in dem sie zusätzliche Unterstützung für die europäischen Obst- und Gemüseerzeuger fordern, die vom russischen Exportverbot betroffen sind. Sie warnten vor der kritischen Marktlage.

Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen betonte: „Die bisher getroffenen Maßnahmen, die darauf abzielen, den Erzeugern im Umgang mit den schwerwiegenden Folgen des russischen Embargos zu helfen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die Durchschnittspreise für Obst und Gemüse befinden sich jedoch immer noch auf einem kritischen Niveau, das bedeutend niedriger ist als der Durchschnitt der letzten Jahre. Die Marktpreise decken nicht einmal die Produktionskosten und die Erzeuger stehen vor erheblichen Liquiditätsproblemen.“

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Russland: Großauftrag für Linde in Pipeline-Projekt

München (dpa) - Der Industriegase-Spezialist Linde hat in Russland einen Großauftrag an Land gezogen. Für den russischen Energiekonzern Gazprom sollen die Münchner eine Erdgasanlage bauen und warten, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Die Anlage ist Teil des Pipeline-Projekts «Power of Siberia», das die Erdgasfelder in Ostsibirien mit Nordostchina verbindet, und soll in fünf Phasen bis 2024 errichtet werden. Allein die erste Phase des Projekts hat Branchenkreisen zufolge ein Auftragsvolumen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Zudem vereinbarten Linde-Chef Wolfgang Büchele und Gazprom-Chef Alexej Miller eine strategische Zusammenarbeit bei Verfahrenstechnologien zur Erdgasverarbeitung und -verflüssigung.

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Russland: Deutsche Unternehmen fürchten Marktverlust durch Sanktionen

Berlin (dpa) - Deutsche Unternehmen befürchten, durch die Handelsschranken im Zuge des Ukraine-Konflikts Marktanteile in Russland an China zu verlieren. „Russland wendet sich an Asien“, warnte der Chef der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer, Rainer Seele, am Freitag vor Unternehmern in Berlin. „Diese Marktanteile künftig zurückzugewinnen, wird schwierig, wenn nicht unmöglich.“ Werde in Folge des Minsker Abkommens der Weg zu Frieden und stabilen Verhältnissen konsequent beschritten, müssten die Sanktionen schrittweise fallen.

Seele, zugleich Vorstandsvorsitzender des Öl- und Gasproduzenten Wintershall, widersprach Behauptungen, deutsche Firmen zögen sich in Scharen aus Russland zurück. Nach wie vor seien 6000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung im Land aktiv. Der russische Botschafter Wladimir Grinin sprach angesichts der Handelsschranken indes von einer absichtlichen Zerstörung mühevoll aufgebauter Wirtschaftsbeziehungen.

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Rheinmetall will Entschädigung für Anti-Russland-Amokpolitik

Berlin (dpa/BE) - Die Rheinmetall AG verlangt Medienberichten zufolge vom Bund 120 Millionen Euro Entschädigung für ein von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verbotenes Rüstungsgeschäft mit Russland. Einen entsprechenden Antrag hat Rheinmetall nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“ (Samstag), NDR und WDR beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im hessischen Eschborn eingereicht, das dem Wirtschaftsministerium zugeordnet ist. Das Ministerium bestätigte demnach den Eingang des Antrags beim BAFA und fügte hinzu: „Dieser Antrag wird geprüft.“

Rheinmetall hatte 2011 mit Russland die Lieferung und Errichtung eines Gefechtsübungszentrums vereinbart und von den deutschen Behörden genehmigt bekommen. Nach der Sezession der Krim und deren Angliederung an Russland und dem Beginn des Krieges in der Ukraine widerrief Gabriel die Exporterlaubnis; das Geschäft im Wert von insgesamt 135 Millionen Euro war hinfällig.

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Norwegen: Eon gibt Öl- und Gasquellen an Dea ab

Hamburg/Düsseldorf (dpa) - Der von der Energiewende gebeutelte Versorger Eon hat seine norwegischen Öl- und Gasquellen endgültig an das Förderunternehmen Dea verkauft. Nach der Genehmigung durch die Europäische Kommission und die norwegische Regierung sei das Geschäft am Mittwoch abgeschlossen worden, teilte Dea in Hamburg mit.

Für die 43 Lizenzen vor der Küste Norwegens kassiert Eon nach früheren Angaben insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar (1,5 Mrd Euro). Mit dem Erlös wollen die Düsseldorfer ihre Schulden von zuletzt gut 28 Milliarden Euro senken. Beide Seiten hatten sich Mitte Oktober auf das Geschäft geeinigt.

Hinter Dea steht inzwischen die luxemburgische Investitionsgesellschaft LetterOne, die zu einer Firmengruppe des russischen Oligarchen Michail Fridman zählt.

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