Russland

Auch Deutschlands Textilindustrie leidet unter Russland-Sanktionen

Düsseldorf (dpa) - Über Deutschlands Textilindustrie ballen sich dunkle Wolken zusammen. Nicht nur die Insolvenz des Modeherstellers Steilmann sorgt für Unruhe in der Branche. Auch bei vielen anderen bekannten Modemarken wie Gerry Weber, Tom Tailor oder Hugo Boss laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Die Folgen: Arbeitsplätze werden abgebaut, Filialen geschlossen.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. «Das Wegbrechen des Russland-Marktes hat im vergangenen Jahr vielen deutschen Textilherstellern zu schaffen gemacht», berichtet der Branchenkenner Alfred Haar von der Unternehmensberatung Hachmeister. «Und der starke Dollar hat für zusätzlichen Druck gesorgt. Denn die gestiegenen Beschaffungspreise konnten oft nicht an den Handel und den Endverbraucher weitergegeben werden.»

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Polen: Proteste gegen Folgen der Anti-Russland-Sanktionen

Warschau (dpa) - Nach Demonstrationen am Donnerstag haben Dutzende polnischer Bauern die Nacht zu Freitag in einem Protestcamp vor der Warschauer Regierungskanzlei verbracht. Sie wollen in der improvisierten Zeltstadt ausharren, bis die Regierung ihren Forderungen - etwa nach mehr Subventionen für die Landwirtschaft - nachkommt.

Die Bauern fühlen sich von Regierung im Stich gelassen, nachdem die russischen Einfuhrverbote für Agrarprodukte zu wirtschaftlichen Problemen für sie geführt haben.

Eine Feldküche mit heißen Getränken aus dem Bauerncamp hatte bereits am Donnerstag Tausende Demonstranten warm gehalten. Für die nächtlichen Temperaturen hatten die Demonstranten vorsorglich reichlich Holzscheite mitgebracht.

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Wirtschaftsverband warnt vor Verlust des russischen Marktes

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, hat vor einer Verhärtung des Ukraine-Konflikts gewarnt. Die Sanktionen gegen Russland könnten kontraproduktiv sein, sagte Cordes der Passauer Neuen Presse (Freitag). Wünschenswert sei, dass sich die Bundesregierung weiter für eine diplomatische Lösung einsetzt. „Sie hat eine Schlüsselrolle in diesem Konflikt und genießt immer noch das Vertrauen der Führung im Kreml.“ Letztlich drohe eine Abwendung Russlands vom Westen und der Verlust des russischen Marktes an China, betonte Cordes.

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Spanien: Kulturhauptstadt San Sebastián begrüßt ihre Gäste

San Sebastián (dpa) - In San Sebastián hat der Höhepunkt des Eröffnungsprogramms der Kulturhauptstadt Europas 2016 begonnen. Bewohner und Besucher der nordspanischen Küstenstadt wurden am Samstag mit einem Trommlerumzug zur Teilnahme an einem Volksfest am Abend auf der traditionsreichen Brücke María Cristina aufgerufen. Das Hauptevent stand unter dem Motto «Brücke des Miteinanders».

Der künstlerische Leiter der Show, Hansel Cereza, ein Mitgründer der weltbekannten Theatergruppe «La Fura dels Baus», hatte «eine einmalige, unvergessliche Veranstaltung» mit Teilnahme von rund Tausend Künstlern angekündigt. «Der große Star des Abends wird aber der Bürger sein», betonte der 58-Jährige.

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Polen: Breslau beginnt Kulturhauptstadt-Jahr mit Festkonzert

Breslau (dpa) - Breslau in Polen hat feierlich sein Programm als Europäische Kulturhauptstadt 2016 begonnen. Bei einem Galakonzert am Sonntag sagte EU-Kulturkommissar Tibor Navracsics, das Kulturjahr verbinde Menschen unterschiedlichster Art. Breslau stehe für «Toleranz und Frieden, für die Werte von Respekt, Solidarität und Freiheit». Bürgermeister Rafal Dutkiewicz hob das vielfältige Erbe der Stadt hervor. Mit Blick auf Tschechen, Deutsche und Polen, auf Katholiken, Protestanten und Juden, die die Stadt mit dem polnischen Namen Wrocław prägten, sagte er: «Breslau ist die Quintessenz von Multikulturalität.»

Der Minister betonte in seiner Rede: «Die polnische Demokratie ist stabil.» Die nationalkonservative polnische Regierung steht wegen mehrerer umstrittener Gesetzesreformen in der Kritik, die EU-Kommission hat ein Prüfverfahren eingeleitet.

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