Russland

Russophobie könnte die Konjunkturaussichten kosten

Brüssel/Hamburg (dpa/BE) - Bei harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland erwartet die EU-Kommission nach einem Medienbericht einen Einbruch der Konjunktur in Deutschland. Im schlimmsten Fall könnte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,9 Prozentpunkte und im nächsten Jahr um 0,3 Punkte sinken, sollten die EU-Staaten im Konflikt um die Ukraine scharfe Zwangsmaßnahmen gegen Russland beschließen, berichtet „stern.de“. Die Folgen für das Wachstum seien noch „relativ konservativ geschätzt“, heißt es demnach in einem dem Internetportal vorliegenden vertraulichen Bericht der EU-Kommission.

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BASF mahnt zu Besonnenheit im Umgang mit Russland

Der milde Winter macht BASF zu schaffen: Die Umsätze bei Öl und Gas sind gesunken. Trotz der Ukraine-Krise hält das Unternehmen am Geschäftspartner Russland fest.

Mannheim/Ludwigshafen (dpa) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt trotz der Ukraine-Krise weiter auf Geschäfte mit Russland. „Russland ist wichtig, sehr, sehr wichtig“, sagte Vorstandschef Kurt Bock am Freitag auf der Hauptversammlung in Mannheim. Rund die Hälfte des von der BASF bezogenen Öls und Gases komme von dort. Wegen gesunkener Erlöse bei Öl- und Gas ist BASF verhalten ins Jahr 2014 gestartet, hält aber an seiner Prognose fest. Das Unternehmen denkt wegen der günstigen Gaspreise in den USA über eine Milliarden-Investition an der US-Golfküste nach, es wäre die größte in der Unternehmensgeschichte.

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Russland: Total bleibt Moskaus Energie-Wunschpartner

Sotschi (RIA Novosti). Gemeinsame Projekte Russlands und des französischen Energiekonzerns Total können die europäische und die globale Energiewirtschaft beeinflussen, wie Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag sagte.

„Wir haben große umfangreiche Projekte, die tatsächlich von einem kontinentalen Charakter sind und sowohl die europäische als auch die globale Energiewirtschaft sicher beeinflussen können“, sagte Putin bei einem Treffen mit der Konzernleitung.

„Total ist seit vielen Jahren unser vorrangiger Partner“, betonte Putin. „Gemeinsam mit Ihnen trauern wir um den Tod unseres Freundes Herrn de Margerie – dies ist ein großer Verlust“, fügte er an.

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Russland: Ukrainische Zahlungsmoral lässt zu wünschen übrig

Moskau (dpa) – Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat die Ukraine erneut aufgefordert, ihre Milliardenschulden für russische Gaslieferungen in spätestens einem Monat zu bezahlen. „Wir können nicht ewig warten“, sagte der russische Präsident am Samstag dem Staatsfernsehen. Russland könne nicht dauerhaft den Unterhalt für ein „45-Millionen-Volk“ bezahlen. Es seien Schulden von 2,2 Milliarden US-Dollar aufgelaufen.

Putin wiederholte seine Ankündigung vom Donnerstag, dass Russland noch einen Monat auf das Geld warte. Sonst gebe es Gas dann nur noch gegen Vorkasse.

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EU schießt sich mit Anti-Russland-Sanktionen selbst ins Knie

EU-Sanktionen gegen Russland stoßen bei immer mehr Politikern und Wirtschaftsexperten auf Ablehnung. Die Verflechtung des Handels könnte dazu führen, dass es auf beiden Seiten nur Verlierer gibt - und Moskau sich trotzdem nicht beeindrucken lässt.

Berlin (dpa) - Die EU-Sanktionen gegen Russland im Konflikt mit der Ukraine werden in Deutschland zunehmend kritisch gesehen. „Wladimir Putin ist äußerst machtbewusst, der lässt sich mit Sanktionen nicht an den Verhandlungstisch zwingen“, sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) der „Wirtschaftswoche“ zur Wirkung solcher Maßnahmen auf den russischen Präsidenten. Die EU müsse stattdessen einen Dialog der Konfliktparteien sicherstellen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnte in dem Magazin davor, mit Sanktionen werde „die zarte Erholung der europäischen Wirtschaft beeinträchtigt“.

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