Russland

Polen: Trotz Russland-Embargos bleibt Landwirtschaft auf Kurs

Warschau/Riga (dpa) – Wo immer der polnische Landwirtschaftsminister Marek Sawicki vor Kameras und Mikrofone tritt, ist ein Korb mit Äpfeln meist nicht weit. So auch bei der Bilanz zu dem vor einem Jahr verhängten russischen Importverbot für Agrarprodukte aus der EU. Doch ehe Sawicki am Freitag auf Exportzahlen zu sprechen kam, dankte er erst einmal seinen Landsleuten, die vor einem Jahr binnen kürzester Zeit dem polnischen Apfel zu weltweiter Aufmerksamkeit verholfen hätten.

Über soziale Netzwerke wurde der Verzehr von Äpfeln damals unter dem Hashtag #eatapples kurzerhand zum Aufbegehren gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin proklamiert. «An apple a day keeps Putin away» («Ein Apfel am Tag hält Putin fern») twitterten nicht nur Tausende Polen. Ein Jahr später liegen weiterhin an vielen Hotelrezeptionen, Kundenzentren von Banken oder Versicherungen Schalen mit Äpfeln aus, Restaurants haben verstärkt Apfelwein auf die Speisekarte genommen, in Supermärkten füllen Cidre-Flaschen die Regale.

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Italien: Strandverkäufer bemühen sich um breiteres Portfolio

Von Annette Reuther, dpa

Sie schleppen sich mit Cola und Bier am Strand entlang oder verkaufen Selfiesticks und Taschen am Straßenrand. In der Urlaubszeit begegnen einem die unterschiedlichsten Typen von Straßen- und Strandhändlern. Eine Übersicht.

Rom (dpa) - Oft haben sie einen Knochenjob. Während die Urlauber am Strand faulenzen oder Sightseeing in Städten machen, ist bei ihnen Arbeitszeit. Von Bier über Maiskolben bis zu Kitsch und Souvenirs verkaufen sie in Urlaubshochburgen an jeder Ecke ihre Waren. Oft illegal. Und oft sind es Migranten, die keine Möglichkeit zu einem anderen Job haben. Aktionen wie zuletzt die in Rom, wo die Händler nicht mehr im Zentrum stehen sollen, werden ihr «Geschäftsmodell» wohl nicht ändern. Eine Auswahl der Verkäufer, die man im Urlaub am häufigsten trifft:

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Russland: Norilsk Nickel schichtet Aktiva um

MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Der große russische Bunt- und Edelmetallproduzent Norilsk Nickel hat sich von seinen nicht erstklassigen Aktiva im Ausland getrennt. Das teilte das Unternehmen am Samstag in Moskau mit.

Im Laufe der nächsten sechs Monate soll der Verkauf der Aktiva in Botswana und Südafrika im Gesamtwert von 337 Millionen US-Dollar an den Konzern BCL Limited (Botswana) perfekt gemacht werden. Es handelt sich um 50 Prozent der Anteile an Nkomati Nickel and Chrome Mine (Südafrika) und 85 Prozent der Aktien von Tati Nickel Mining (Botswana). „Das ist der größte Deal zur Optimierung der Aktiva von Norilsk Nickel, die im Rahmen einer neuen Strategie des Konzerns im Oktober 2013 angekündigt wurde“, hieß es in der Mitteilung.

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Party-Nackedeis ade: Mallorca will beim Tourismus künftig Qualität vor Quantität

Madrid/Palma de Mallorca (dpa) - Die Aussagen, die Biel Barceló in Palma de Mallorca machte, schlugen im 600 Kilometer entfernten Madrid wie eine Bombe ein. Der stellvertretende Ministerpräsident der Regionalregierung der Balearen schloss am Montagabend nicht aus, dass man in Zukunft für die Inseln Mallorca, Ibiza, Formentera und Menorca ein Touristen-Limit für die Sommermonate beschließen könne.

Die neue linke Regierung in Palma würde damit dem Beispiel der Machthaber auf den Kanaren folgen, die diese Woche konkrete Pläne für eine Begrenzung der Touristenzahlen bekanntgaben.

Zu allem Übel hatte der für Wirtschaft zuständige Stadtrat der neuen linken Stadtverwaltung von Madrid, Carlos Sánchez, am Montagabend bekanntgegeben, dass man die Einführung einer Touristenabgabe erwäge. Eine Abgabe, wie sie auch die Regierung der Balearen für Malle & Co. beschließen will.

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Führungswechsel bei renommierter Kunstzeitschrift

London (dpa) - Die renommierte Monatszeitschrift „The Art Newspaper“ hat den Besitzer gewechselt. Dies teilte ihr Gründer, der italienische Verleger Umberto Allemandi, am Donnerstag in London mit. Neue Besitzerin der Gruppe ist die russische Geschäftsfrau und Kunstsammlerin Inna Bazhenova. „Für mich ist die ‚Art Newspaper‘ die ‚Financial Times‘ der Kunstwelt“, sagte Bazhenova bei der Ankündigung in der Tate Britain in London. Sie werde sich dafür einsetzen, dass die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitschrift erhalten bleibe. Allemandi sagte, er gebe aus Altersgründen „den Stab ab“.

Der Italiener hatte die Zeitung „Il Giornale dell'Arte“ 1983 in Turin gegründet. Es folgten internationale Ausgaben in London und New York, Athen, Paris, Moskau und China.

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