Spanien

Santander entscheidet sich für Kapitalerhöhung

Frankfurt/Main (dpa) - Die spanische Großbank Santander muss Investoren mit einem niedrigen Ausgabepreis für ihre angekündigte Kapitalerhöhung ködern. Der Ausgabepreis für neue Aktien lag mit 6,18 Euro am unteren Ende der Angebotsspanne, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Die neue Santander-Präsidentin Ana Botin hatte am Tag zuvor angekündigt, mit einer Kapitalerhöhung praktisch über Nacht 7,5 Milliarden Euro frisches Geld einzusammeln. Zu Handelsbeginn am Freitag waren die Aktien der Bank um mehr als elf Prozent auf 6,10 Euro gefallen.

Mit der Kapitalerhöhung stärkt das Geldhaus seine harte Kernkapitalquote und verschafft sich neue Spielräume für Wachstumschancen. Nach Botins Aussagen hat das Institut aber keine Übernahmepläne.

Read more...

Griechenland und der ESM: Eine unendliche Geschichte?

Das hoch verschuldete Griechenland hat keine akute Geldnot, braucht aber im Sommer wieder Geld aus dem laufenden Hilfsprogramm. Der Chef des Euro-Rettungsfonds rechnet allerdings damit, dass Athen 2018 nach dann 8 Jahren vom internationalen Finanztropf abgehängt werden kann.

Berlin/München (dpa) - Griechenland wird nach Überzeugung des Euro-Rettungsfonds ESM ohne weiteres Hilfsprogramm über die Runden kommen. «Wenn die nächsten 18 Monate gut genutzt werden, bin ich zuversichtlich, dass dies das letzte Programm ist, das Griechenland machen muss», sagte ESM-Chef Klaus Regling der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und IWF-Chefin Christine Lagarde beraten an diesem Mittwoch in Berlin über die Griechenland-Krise.

Der hoch verschuldete griechische Staat überlebt seit 2010 nur dank internationaler Finanzhilfen. Im Gegenzug zu den Hilfen musste sich das Land immer wieder zu schmerzhaften Kürzungen und Einschnitten verpflichten. Aktuell läuft ein drittes Hilfsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 86 Milliarden Euro bis 2018. Auszahlungen aus dem Programm werden jeweils davon abhängig gemacht, ob Athen die zugesagten Reformschritte auch umsetzt.

Read more...

Spanien: Krankenhaus ohne Zufahrt und Wasserversorgung gebaut

Madrid (dpa) - Schockierendes Beispiel für schlechte Behörden-Planung und Geldverschwendung im früheren Krisenland Spanien: In der Region Andalusien im Süden des Landes wurde ein modernes Krankenhaus gebaut - das aber weder über eine Zufahrtstraße noch über Strom- und Wasser-Versorgung verfügt. Wie Medien am Freitag berichteten, wurden in den am 14. Dezember fertiggestellten Bau in Lepe in der Provinz Huelva 21 Millionen Euro investiert.

«Die rund 80 000 Einwohner werden Monate oder Jahre warten müssen», klagte die Zeitung «El País». Die Erschließung des entlegenen Stadtbereichs, in dem sich das «Centro Hospitalario de Alta Resolución» befinde, habe noch nicht einmal begonnen, hieß es.

Read more...

Sparkassenpräsident sieht Krisenpotenzial wegen Niedrigzinspolitik

Washington (dpa) - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat vor neuen Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele Probleme sind nicht gelöst, sondern mit zu viel billigem Geld zugedeckt worden“, sagte Fahrenschon am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, sagte Fahrenschon und verwies auf insgesamt „kaum noch fassbare“ 100 Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu.

Fahrenschon nannte es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung, dass der Schattenbankensektor wachse: „Geschäfte werden in Strukturen ausgelagert, die immer noch weitgehend unreguliert sind.“ Damit würden neue Stabilitätsrisiken freigesetzt.

Read more...

Portugal: Linksregierung will EU-Haushaltsvorgaben einhalten

Brüssel/Lissabon (dpa) - Portugals neue Regierung will sich trotz eines Richtungswechsels in der Finanzpolitik an die EU-Haushaltsregeln halten. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte am Montag in Brüssel, der neue Finanzminister Mario Centeno habe ihm das zugesagt.

«Die EU-Kommission muss nun bald einen Haushaltsentwurf erhalten», forderte Dijsselbloem. Der Budgetplan Lissabons für das kommende Jahr steht seit knapp zwei Monaten aus.

Nach dem Regierungswechsel hatte es Unsicherheit über den Kurs des hoch verschuldeten Landes gegeben. Der neue Ministerpräsident António Costa führt eine sozialistische Minderheitsregierung, die im Parlament auf die Stimmen des marxistischen Linksblocks und der Kommunisten angewiesen ist.

Read more...