Spanien

Telekom: Höttges fordert Maßnahmen für sozial verträgliche Digitalisierung

München (dpa) - Telekom-Chef Timotheus Höttges fordert ein rasches Handeln von Politik und Wirtschaft, um die sozialen Umbrüche durch die Digitalisierung abzufedern. Es gebe viele Menschen, die fürchten, ihre Jobs zu verlieren oder im Alter zu verarmen. Diese Sorgen müsse man nicht nur ernst nehmen, sondern auch Lösungen finden, um diese Menschen nicht an radikale politischen Gruppen oder Parteien zu verlieren, sagte Höttges am Sonntag auf der Internet-Konferenz DLD in München. «Die einzige Stimme, die sie haben, sind Wahlen.»

Globalisierungsexperte Ian Goldin mahnte, die Welt stehe an einem Scheideweg. Die Digitalisierung biete Chancen, die die Menschheit in dieser Form bislang nie gehabt habe. Es gebe alle Möglichkeiten, in den nächsten Jahrzehnten Hunger, Armut und viele Krankheiten zu besiegen.

Read more...

EU: Roaminggebühren sind ab Juni Geschichte

Brüssel (dpa) - Die Zusatzkosten für Handynutzer im EU-Ausland werden wie geplant im Juni abgeschafft. Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten verständigten sich am frühen Mittwochmorgen in Brüssel auf die noch festzulegenden Roaming-Großhandelspreise, wie unter anderem Malta als derzeitiges Vorsitzland der EU-Staaten mitteilte. Beide Seiten müssen die Einigung noch offiziell billigen.

«Das war das letzte Puzzleteil», erklärte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip. «Ab dem 15. Juni können die Europäer in der EU ohne Roaminggebühren reisen.»

Die europäischen Telekom-Unternehmen können sich für die Auslandsnutzung ihrer Kunden gegenseitig Kosten in Rechnung stellen. Dafür etabliert die EU nun Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS. Für Datenvolumen sinken die Obergrenzen schrittweise von zunächst 7,70 Euro pro Gigabyte ab dem 15. Juni auf schließlich 2,50 Euro pro Gigabyte ab dem 1. Januar 2022. Diese Kostendeckel liegen nach maltesischen Angaben etwa 90 Prozent unter den aktuellen Begrenzungen.

Read more...

EU plant Richtlinie für barrierefreie Produkte

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will für eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen die Barrierefreiheit vorschreiben. Damit solle Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden, sagte die EU-Beschäftigungskommissarin Marianne Thyssen am Mittwoch in Brüssel. Einheitliche Regeln seien auch gut für Unternehmen, die künftig nicht mehr unterschiedliche nationale Vorschriften beachten müssten.

Die vorgeschlagene Richtlinie zur Barrierefreiheit soll für folgende Bereiche gelten: Computer und Betriebssystem, Geldautomaten und Ticketmaschinen, Telefone, Digitalfernseher, Telefondienstleistungen, audiovisuelle Medien wie beispielsweise Fernsehen, Transportsysteme, Bankdienstleistungen, elektronische Bücher und E-Commerce. Thyssen sagte, technische Lösungen würden nicht vorgeschrieben, sondern lediglich Erfordernisse. Die Richtlinie werde auch nicht für Kleinunternehmen gelten.

Read more...

Richtlinie der Kommission soll EU-weiten Abruf von Abo-Diensten ermöglichen

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat die Arbeit an einem Reformpaket zum europäischen Urheberrecht abgeschlossen. Ein erster Gesetzgebungsvorschlag zur Anpassung der aktuellen Richtlinie an das Internet-Zeitalter solle am kommenden Mittwoch vorgestellt werden, sagte eine Sprecherin am Freitag in Brüssel. Er werde unter anderem eine Regelung enthalten, die den EU-weiten Abruf von im Internet gekauften Filmen, Serien oder Musikangeboten ermöglicht.

Bislang ist ein grenzüberschreitender Zugriff in vielen Fällen wegen des urheberrechtlichen Schutzes nicht möglich. So können zum Beispiel deutsche Kunden von Abo-Diensten ihre zu Hause bezahlten Inhalte im Urlaub oft nicht nutzen.

Read more...

Spanien: Erste Wahl für risikobewusste Anleihekunden

Madrid (dpa) - In Spanien ist die Inflationsrate im Juli gesunken. Die für europäische Zwecke harmonisierte Teuerungsrate (HVPI) habe sich von 2,2 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent abgeschwächt, teilte das nationale Statistik-Institut INE am Dienstag in Madrid mit. Eine erste Schätzung von Ende Juli wurde damit bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent.

Angesichts des weiterhin negativen Wirtschaftswachstums und der extrem hohen Arbeitslosigkeit, die nicht zuletzt Folge der rigiden europäischen Sparvorgaben im Zusammenhang mit der Schuldenkrise des Landes sind, stellt diese Entwicklung für die Menschen im Lande eine Erleichterung dar.

Read more...