Politik

Spanien: Erholung auf niedrigem Niveau

Madrid (dpa) - Spaniens Wirtschaft kommt nach der Überwindung einer mehr als zweijährigen Rezession allmählich wieder in Fahrt. Im vierten Quartal 2013 habe Spanien im Vergleich zum Vorquartal ein Wachstum von 0,3 Prozent erzielt, gab Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag im Madrider Parlament bekannt.

Im dritten Quartal 2013 hatte das Krisenland Spanien mit einem Wachstum von 0,1 Prozent die längste Rezession in der jüngeren Geschichte des Landes hinter sich gelassen. „Die Erholung ist noch schwach, aber es ist eine Erholung“, sagte der Minister.

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RWI: Flüchtlingszustrom lässt Wirtschaft wachsen

Essen (dpa) - Die Ausgaben der öffentlichen Hand zur Bewältigung der Flüchtlingskrise kurbeln die Wirtschaft in Deutschland spürbar an. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent. Zu etwa 0,2 Punkten sei das Wachstum dabei auf die erhöhten staatlichen Aufwendungen für die Flüchtlinge zurückzuführen, berichteten die Konjunkturforscher am Donnerstag.

Für 2016 rechnen die Experten mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, wobei 0,3 Punkte auf den Flüchtlingseffekt zurückzuführen seien. Insgesamt werden die Aufwendungen für Asylbewerber und Flüchtlinge in diesem Jahr die Ausgaben des Jahres 2014 laut RWI um 4,7 Milliarden Euro übersteigen. Für 2016 erwarten die Experten sogar einen Mehraufwand gegenüber 2014 von 12,6 Milliarden Euro.

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DSW: Börsennotierte Unternehmen in Deutschland gehen verantwortungsvoll mit Quartalsberichten um

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Die meisten börsennotierten Unternehmen in Deutschland informieren nach Einschätzung von Aktionärsvertretern ihre Anleger trotz eingedampfter Quartalsberichte ausreichend. «Wir hatten sehr große Befürchtungen, dass mit den Mitteilungen Schindluder getrieben wird. Zwar gibt es Ausreißer, doch das Gros der Unternehmen geht sehr verantwortungsbewusst damit um», sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, der Deutschen Presse-Agentur.

Unternehmen des Prime Standards, die in einem der Börsenindizes Dax, MDax, TecDax oder SDax gelistet sind, müssen seit November 2015 für das erste und dritte Quartal nur noch eine Mitteilung veröffentlichen.

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Griechenland: Neues Milliarden-Sparpaket vor der Verabschiedung

Athen (dpa) - Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hat dem Parlament am späten Samstagabend ein neues hartes Sparprogramm vorgelegt. Das Spar- und Reformpaket habe ein Volumen von bis zu 4,9 Milliarden Euro, berichtete die griechische Finanzpresse am Sonntag nach einer ersten Lesung. Die Billigung der neuen Sparmaßnahmen ist Voraussetzung für weitere Hilfen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland braucht im Juli mehr als sieben Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen. Die Sparmaßnahmen sollen stufenweise von 2019 an in Kraft treten.

Betroffen von den neuen Einsparungen sind hauptsächlich die Rentner und die Mittelschicht. Ab 2019 sollen die Renten um bis zu 18 Prozent gekürzt werden. Ab 2020 soll der jährliche Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro gesenkt werden. Die Gewerkschaften kündigten umfangreiche Streiks an. Das Parlament soll das Sparprogramm am späten Donnerstagabend (18. Mai) billigen.

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Pariser Luftfahrtmesse: Airbus will Ladenhüter A380 retten

Le Bourget (dpa) - Die blauen Aufsätze an den Flügeln des weltgrößten Passagierflugzeugs sind nur Attrappen, und doch eine je 4,70 Meter lange Überraschung. Auf der Pariser Luftfahrtmesse zeigt der europäische Flugzeugbauer Airbus seit Montag, wie er seinen Ladenhüter A380 retten will. Die deutlich vergrößerten, abgeknickten Flügelenden («Winglets») sollen den Spritverbrauch senken und den Riesenflieger so für Airlines attraktiver machen - damit endlich wieder Bestellungen eintrudeln.

Seit Jahren beschwören die Airbus-Verantwortlichen eine goldene Zukunft für den Doppelstock-Flieger. Die Argumentation ist simpel: Wenn der Luftverkehr weiter wächst und der Platz an den Flughäfen knapp wird, ist ein Großraumflugzeug die Antwort. Beim Starten und Landen braucht die A380 so viel Zeit und Platz wie ein Regionaljet, fasst aber fünf bis sechs Mal so viele Passagiere.

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