Politik

GfK: KKR setzt Zwangsabfindung für Kleinaktionäre durch

Nürnberg (dpa) - Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR beim Marktforschungsunternehmen GfK sollen die verbliebenen Kleinaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden. Der GfK-Verein und KKR hätten nun zusammen Zugriff auf knapp 96,7 Prozent der Anteile, weshalb auf der Hauptversammlung der Ausschluss der verbliebenen Minderheitseigner gegen eine Barabfindung beschlossen werden solle, erklärte die GfK am Mittwochabend in Nürnberg. Anschließend kann die GfK SE von der Börse genommen werden.

Mit diesem sogenannten Squeeze-out war bereits gerechnet worden, unklar sind aber noch die genauen Konditionen. Eine solche Zwangsabfindung ist möglich, wenn der oder die Hauptaktionäre mindestens 95 Prozent am Unternehmen halten. Angesichts des geringen Streubesitzes war die Aktie des Marktforschers schon aus dem SDax ausgeschieden, dem Index der kleineren börsennotierten Unternehmen.

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Straßburg: Gemeinsame Tramlinie mit Kehl eingeweiht

Straßburg (dpa) - Zu den Klängen der Europahymne haben die Grenzstädte Straßburg und Kehl am Rhein ihre gemeinsame Tram gestartet. Der reguläre Tram-Betrieb beginnt an diesem Samstag - zunächst nur bis zum Kehler Bahnhof, der direkt hinter der Europabrücke liegt. Von hier aus erreichen Fahrgäste die Straßburger Innenstadt dann etwa doppelt so schnell wie zuvor. Bis Ende 2018 soll die Linie um zwei weitere Stationen in Kehl verlängert werden.

Die Kosten für den Bau teilen sich Deutschland und Frankreich: Jedes Land zahlt genau bis zur Grenze, die in der Mitte des Rheins verläuft. Für Deutschland kommen etwa 45,8 Millionen Euro zusammen.

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Spanien: „Interventionszonen“ sollen Mallorca gesitteter machen

Palma de Mallorca (dpa) - Vor dem erwarteten Rekord-Touristen-Ansturm in diesem Sommer erhöht Mallorca seine Sicherheitsvorkehrungen. Auf der spanischen Urlaubsinsel wurde am Mittwoch eine Verstärkung des Polizeiaufgebots mit 170 Beamten vom Festland bekanntgegeben: Sie sollen die 136 mallorquinischen Kollegen im Zentrum der Hauptstadt Palma, am Paseo Marítimo und an der Playa zwischen Ende Mai und Ende Oktober unterstützen. Seit Montag stehen zudem vor allem am «Ballermann» auffällige gelb-rote Verbotsschilder, die vor dem Saufen und Grölen auf offener Straße warnen. Wie groß zu lesen ist, drohen bei Zuwiderhandlungen Strafen von bis zu 3000 Euro.

Im März hatte Palma Bereiche der Playa zu «Interventionszonen» erklärt. In den betroffenen Abschnitten werden künftig nicht nur Trinkgelage auf offener Straße verboten. Zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens wird auch der Verkauf von Alkohol in Supermärkten, aber auch auf der Straße und aus Getränkeautomaten untersagt. Mit diesen Maßnahmen sollten die Sicherheit garantiert werden, sagte der seit Juni 2015 amtierende sozialistische Bürgermeister José Hila.

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Europäische Megabörse soll nach britischem Recht geführt werden

Frankfurt/London (dpa) - Die Führungsstruktur der geplanten europäischen Mega-Börse aus Frankfurt und London steht. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Schwergewicht mit Hauptsitzen in Frankfurt und London leiten, wie die Deutsche Börse und die London Stock Exchance (LSE) am Freitag mitteilten. Seinen rechtlichen Sitz soll der neue Konzern in der britischen Hauptstadt haben. Vorgesehen ist, die aus Deutscher Börse und LSE gebildete Gruppe, als Gesellschaft nach britischem Recht zu führen.

Zudem einigten sich beide Seiten auf weitere wichtige Personalien: LSE-Verwaltungsratschef Donald Brydon wird nach den Plänen diesen Posten auch im fusionierten Unternehmen übernehmen, als sein Stellvertreter ist der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Joachim Faber, vorgesehen. LSE-Finanzvorstand David Warren soll diesen Posten auch in der zusammengeschlossenen Gruppe übernehmen.

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Österreich: Bundesheer setzt auf alternative Technologien

Salzburg (dpa) - Österreichs Kampfjet-Piloten setzen, zumindest bei der Kommunikation, auch auf alternative Energien. Seit kurzem werde auf dem Dachstein in knapp 3000 Metern Höhe eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage eingesetzt, die den militärischen Funkverkehr mit Strom versorge, sagte Harald Manzl, Kommandant des Logistikzentrums Luftraumüberwachung. Bislang benötigte das Bundesheer rund 40 000 Liter Diesel im Jahr für ein Stromaggregat, um den Funk-Betrieb in den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich und Steiermark aufrechtzuerhalten. «Wir wollten der Natur etwas Gutes tun, eine Versorgungssicherheit im Notfall gewährleisten und Kosten sparen», so Manzl zur dpa. Das Dieselgerät sei nur noch für den Notfall vor Ort.

Die Solargeneratoren am Dachstein haben laut Heer eine Fläche von 200 Quadratmetern und liefern eine Spitzenleistung von 20 Kilowatt. Zwar ist die Anlage bereits seit rund 20 Jahren in der kargen Felslandschaft angebracht, doch bislang konnte das Heer die Energieversorgung nicht rund um die Uhr sicherstellen.

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