Patentstreit zwischen Gillette und Wilkinson landet vor Gericht

Schwalbach/Düsseldorf (dpa) - Die Rasierklingenhersteller Gillette und Wilkinson fechten einen Patentstreit vor Gericht aus. Gillette, eine Tochter des US-Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung beantragt, mit der sie dem Konkurrenten Produktion und Vertrieb von Klingen untersagen will, die an den Gillette-Rasierer «Mach3» passen. Sie würden in Deutschland und weiteren europäischen Ländern als Eigenmarken nicht genannter Handelspartner verkauft.

Gillette sieht ein Patent verletzt, das die Verbindung zwischen den Klingen-Einsätzen und den Griffstücken beschreibt und schützt. «Bei der Klage geht es nicht um Schadenersatz. Der Antrag richtet sich auf Patentverletzungen und soll eine einstweilige Verfügung erwirken, um die Verstöße gegen den Patentschutz zu stoppen», erläuterte eine Sprecherin von Procter & Gamble in Schwalbach bei Frankfurt.

Die beschuldigte Wilkinson Sword GmbH, eine Tochter des US-Konzerns Edgewell, wies die Vorwürfe zurück. «Wir sind davon überzeugt, dass die Vorwürfe von P&G jeder Grundlage entbehren. Wir werden uns umfassend hiergegen verteidigen und weiterhin unsere geschätzten Kunden weltweit unterstützen», erklärte Nordost-Europachef Max Chambers laut einer Mitteilung.

Die Drogeriekette dm bestätigte, dass sie seit kurzem die «Mach3»-kompatiblen Klingen im Programm habe. Zum laufenden Gerichtsverfahren des Herstellers wolle man sich aber nicht äußern. Auch Rossmann hat derartige Klingen im Sortiment, wollte sich aber nicht äußern. Unter den jeweiligen Eigenmarken der Ketten kosten die Dreifachklingen deutlich weniger als die Originalprodukte.



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