Unternehmen

Innogy: Ernüchterndes Ergebnis wegen Energiewende

Essen (dpa) - Die neue RWE-Ökostromtochter Innogy hat im ersten Jahr gleich die tückischen Seiten der Energiewende zu spüren bekommen: Weil 2016 ungewöhnlich wenig Wind wehte, ging die Stromproduktion aus den Windkraftwerken und damit der Gewinn des Unternehmens zurück. «Auch im Geschäft mit der Energiewende fällt das Geld nicht vom Himmel», sagte Konzernchef Peter Terium am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Essen. Mehr als 80 Prozent des von Innogy produzierten Stroms kommen aus Windkraftwerken. Gleichzeitig musste das Unternehmen viel Geld für den Erhalt der Stromnetze ausgeben.

Das betriebliche Ergebnis (um Sondereffekte bereinigtes Ebitda) schrumpfte um 7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, das Nettoergebnis um gut 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr rechnet Innogy aber wieder mit einem steigenden Ergebnis, wie Terium ankündigte.

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Deutschland: Adidas bleibt auf der Siegerstraße

Herzogenaurach (dpa) - Für den Sportartikelkonzern Adidas läuft es zurzeit richtig gut. So gut, dass sich der seit rund einem halben Jahr amtierende Vorstandschef Kasper Rorsted schon des Öfteren die Frage gefallen lassen musste, ob es nicht eine Bürde sei, die Führung eines Unternehmens zu übernehmen, das in so guter Verfassung ist. Um eine Antwort nicht verlegen, konterte der 55-jährige Däne stets mit einem Bild aus der Welt des Fußballs: Lieber trainiere er einen Club aus der Champions League als einen Verein aus der zweiten Liga. Einige Baustellen hat Rorsted indes von seinem Vorgänger Herbert Hainer geerbt.

Die aktuelle Lage:

2016 war ein Rekordjahr für den weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzern. Der Gewinn lag mit 1,020 Milliarden Euro erstmals in der Unternehmensgeschichte über der Milliardengrenze (Vorjahr: 720 Millionen Euro), der Umsatz stieg auf 19,3 (16,9) Milliarden Euro.

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Belgien: SABMiller-Übernahme drückt auf Gewinne von AB Inbev

Leuven (dpa) - Die teure Übernahme des Bierbrauers SABMiller hat dem Weltmarktführer AB Inbev 2016 einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Wegen hoher Finanzierungskosten und einer hohen Abschreibung blieb unter dem Strich mit 1,24 Milliarden US-Dollar (1,2 Mrd Euro) Gewinn rund 85 Prozent weniger übrig als ein Jahr zuvor, wie der Anbieter von Marken wie Beck's, Budweiser und Corona am Donnerstag im belgischen Leuven mitteilte. Zudem sank der operative Gewinn stärker als erwartet. Jetzt will der Konzern noch mehr sparen.

Der Umsatz legte bereinigt um Währungseffekte um 2,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Dollar zu - inklusive der Folgen des starken Dollar sank der Erlös auf vergleichbarer Basis um rund drei Prozent.

Für 2017 rechnet das Management mit einem beschleunigten Umsatzwachstum aus eigener Kraft.

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Union Investment: Kapitalerhöhung der Deutschen Bank ist gutes Zeichen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Fondsgesellschaft Union Investment hat die mögliche milliardenschwere Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank begrüßt. Eine Kapitalerhöhung sei ein richtiger und logischer nächster Schritt, um die Bank neu auszurichten und das Geschäft wieder nach vorne zu bringen, sagte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Die angekündigten Maßnahmen seien ein wichtiges Signal für den Kapitalmarkt, dass die Bank sich nach Jahren der Vergangenheitsbewältigung wieder stärker der Zukunft und dem Kunden zuwende.

Deutschlands größte Bank hatte am Freitagabend mitgeteilt, es gebe vorbereitende Schritte für eine potenzielle Kapitalerhöhung in Höhe von rund acht Milliarden Euro sowie verschiedene strategische Maßnahmen. Diese umfassen etwa den Verbleib der Postbank im Konzern und ihre Integration mit dem deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft.

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Mediaset-Übernahme: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vivendi

Mailand (dpa) - Im Übernahmekampf um den italienischen TV-Konzern Mediaset ermittelt die Staatsanwaltschaft Mailand gegen die Spitze des französischen Medienriesen Vivendi. Mehrheitsanteilseigner Vincent Bollorè werde Marktmanipulation vorgeworfen, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Vivendi erklärte am Freitag, die Ermittlungen seien das Ergebnis einer «unbegründeten und beleidigenden Klage», die die Familie des italienischen Unternehmers und Ex-Ministerpräsidenten, Silvio Berlusconi, eingereicht habe, nachdem Vivendi seinen Anteil an Mediaset erhöht hatte. «Das ist keinesfalls eine Anschuldigung gegen eine Person», heißt es in der Stellungnahme.

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