Unternehmen

Großbritannien: Lidl und Aldi von Brexit unbeeindruckt

Von Christoph Meyer

Seit einigen Jahren mischen die deutschen Discounter den britischen Lebensmitteleinzelhandel auf. Was bedeutet nun der Brexit für den Siegeszug von Lidl und Aldi?

London (dpa) - Britisches Rindfleisch, schottische Miesmuscheln, dazu Werbebotschaften wie «we love british». Die Discounter Lidl und Aldi in Großbritannien sind gut darin, dem britischen Kunden das Gefühl zu geben, er kaufe nicht beim Deutschen ein.

Seit 2010 haben sie einen erstaunlichen Siegeszug auf der Insel hingelegt. Notierte Aldi Uk in der Rangliste der britischen Supermärkte damals noch unter ferner liefen, kletterte die Aldi-Süd-Tochter nun auf Platz fünf. Mehr verkaufen nur noch die «big four», die vier großen Ketten Tesco, Sainsbury's, Morrisons und Asda. Lidl (in Großbritannien sprich: «Liddl») steht an achter Stelle. Aldi und Lidl zusammen haben sich den Konsumforschern von Kantar Worldpanel zufolge rund 11 Prozent Marktanteil erobert.

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Amazon will 2000 neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Seattle (dpa) - Der weltgrößte Online-Händler Amazon will in diesem Jahr über 15 000 neue Arbeitsplätze in Europa schaffen und davon sollen mehr als 2000 auf Deutschland entfallen. Es gehe dabei um unterschiedliche Qualifikationen und Berufserfahrungen – «von Ingenieuren über Software-Entwickler bis hin zu Berufseinsteigern und Auszubildenden», kündigte Amazon am Montag an. In Großbritannien will Amazon auch nach der Brexit-Entscheidung die Zahl der Stellen in diesem Jahr um 5000 auf rund 24 000 erhöhen.

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Frankreich: PSA Peugeot-Citroën zeigt Interesse an Opel

Rüsselsheim/Paris/Detroit (dpa) - Der traditionsreiche Autobauer Opel steht möglicherweise vor einer Übernahme durch den französischen Konkurrenten PSA Peugeot-Citroën. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und PSA bestätigten am Dienstag Gespräche, die einen möglichen Komplettverkauf des GM-Europageschäfts an die Franzosen einschließen. Dabei geht es auch um die allein in Großbritannien vertriebene Opel-Schwestermarke Vauxhall.

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen und waren zwischenzeitlich auch auf der Kapitalseite miteinander verbunden. General Motors hat seine PSA-Anteile allerdings 2013 wieder zurückgegeben.

Opel schreibt trotz Sparfortschritten seit 17 Jahren beständig rote Zahlen. Betriebsräte und Gewerkschaft sehen sich bei den Verkaufsgesprächen mit PSA übergangen. Die IG-Metall sprach von einer «beispiellosen Verletzung» sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte. Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge.

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Stada: Drei Anbieter im Übernahmepoker

Bad Vilbel (dpa) - Beim Pharmakonzern Stada nimmt der von einigen Experten erwartete «Bieterkrieg» an Fahrt auf. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstagabend das Vorliegen «einer weiteren rechtlich unverbindlichen Interessenbekundung zur Übernahme». Damit sind nun drei Angebote zum Kauf von Stada bekannt. Neben dem bisher unbekannten neuen Bieter haben der Finanzinvestor Cinven und Branchenkollege Advent Interesse.

Cinven bietet 56 Euro je Stada-Aktie, was das Unternehmen mit knapp 3,5 Milliarden Euro bewertet. Der unbekannte Bieter ist bereit, 2 Euro mehr je Anteilschein auf den Tisch zu legen. Wieviel Advent zahlen will, ist offiziell bisher nicht bekannt. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will Advent das Cinven-Gebot übertreffen. Dazu suche Advent nach einem Partner, berichtete die Agentur am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Verdacht auf Insiderhandel: Deutsche Börse im Zwielicht

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ermittlungen gegen ihren Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel überschatten die Bilanz der Deutschen Börse. Immerhin erwarten Analysten, dass die Geschäfte des Dax-Konzerns 2016 etwas besser gelaufen sind als ein Jahr zuvor. Handeln Anleger etwa wegen politischer Unsicherheiten mehr, kommt das dem Frankfurter Marktbetreiber zugute. Die Zahlen für das vergangene Jahr legt das Unternehmen an diesem Mittwoch (15.2.) nach Börsenschluss vor, tags darauf stellt sich der Vorstand den Fragen der Journalisten.

Die Nettoerlöse dürften Schätzungen zufolge wieder ein Niveau von knapp 2,4 Milliarden Euro erreichen, beim operativen Gewinn (EBIT) erwarten Analysten eine leichte Steigerung von gut 992 Millionen Euro auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatte die Deutsche Börse unter dem Strich trotz gut laufender Geschäfte mit 665,5 Millionen Euro 13 Prozent weniger verdient als 2014. Grund dafür waren Kosten für ein Sparprogramm und Aufwendungen für zwei Übernahmen.

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