Unternehmen

Commerzbank: Umbau bringt massiven Jobabbau mit sich

Frankfurt/Main (dpa) - Beim groß angelegten Commerzbank-Stellenabbau wird es ernst. «Wir werden im März die formellen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern beginnen», sagte Finanzchef Stephan Engels am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Wie bereits bekannt, sollen bis zum Jahr 2020 rund 9600 der aktuell 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, um die Bank wettbewerbsfähiger zu machen.

Insgesamt kostet der Umbau die Bank 1,1 Milliarden Euro. «Das dürfte zu gleichen Teilen zwischen 2017 und 2018 aufgeteilt werden», sagte der Finanzchef. Sobald eine Übereinkunft mit den Arbeitnehmern erzielt worden sei, werde der erste Teil der Kosten verbucht - das wird nach den Erwartungen von Engels gegen Ende des Jahres passieren.

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Autobatterien: EU-Kommission entdeckt unerlaubte Preisabsprachen

Brüssel (dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen Recycling-Unternehmen wegen unerlaubter Preisabsprachen bei gebrauchten Autobatterien Millionenstrafen verhängt. Die Firmen Campine (Belgien), Eco-Bat Technologies (Vereinigtes Königreich) und Recylex (Frankreich) müssen wegen der Mitwirkung in einem Kartell insgesamt 68 Millionen Euro zahlen, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.

Die Unternehmen vereinbarten demnach zwischen 2009 und 2012, die an Schrotthändler und -sammler gezahlten Einkaufspreise für gebrauchte Autobatterien zu senken. Die Recycling-Firmen verwerteten die Altbatterien dann und verkauften das recycelte Blei an Hersteller, die es zur Fertigung neuer Batterien verwendeten.

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EU: Roaminggebühren sind ab Juni Geschichte

Brüssel (dpa) - Die Zusatzkosten für Handynutzer im EU-Ausland werden wie geplant im Juni abgeschafft. Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedsstaaten verständigten sich am frühen Mittwochmorgen in Brüssel auf die noch festzulegenden Roaming-Großhandelspreise, wie unter anderem Malta als derzeitiges Vorsitzland der EU-Staaten mitteilte. Beide Seiten müssen die Einigung noch offiziell billigen.

«Das war das letzte Puzzleteil», erklärte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip. «Ab dem 15. Juni können die Europäer in der EU ohne Roaminggebühren reisen.»

Die europäischen Telekom-Unternehmen können sich für die Auslandsnutzung ihrer Kunden gegenseitig Kosten in Rechnung stellen. Dafür etabliert die EU nun Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS. Für Datenvolumen sinken die Obergrenzen schrittweise von zunächst 7,70 Euro pro Gigabyte ab dem 15. Juni auf schließlich 2,50 Euro pro Gigabyte ab dem 1. Januar 2022. Diese Kostendeckel liegen nach maltesischen Angaben etwa 90 Prozent unter den aktuellen Begrenzungen.

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Italien: Großbank Intesa Sanpaolo als Positivbeispiel

Mailand (dpa) - Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat trotz der wirtschaftlichen Probleme im Land im vergangenen Jahr kräftig verdient. Unterm Strich blieben 3,1 Milliarden Euro übrig, wie der Finanzkonzern am Freitag in Mailand mitteilte. Das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Schwächen im Tagesgeschäft konnte das Geldhaus mit dem einträglichen Verkauf von Kreditkarten-Töchtern mehr als ausgleichen. Im laufenden Jahr geht Intesa von wachsenden Erträgen und einer höheren Marge aus.

Intesa gilt als Stabilitätsanker in der italienischen Bankenbranche, die unter massenhaften Kreditausfällen wegen der schwachen Wirtschaft des Landes leidet: Unicredit, die Konzernmutter der Münchner Hypovereinsbank, arbeitet an einer riesigen Kapitalerhöhung, die Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena muss vom Staat gestützt werden.

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Lufthansa: Kartellamt segnet Deal mit Air Berlin ab

Die Lufthansa stellt sich neu auf. Für die Übernahme einer Teilflotte der Air Berlin gibt es grünes Licht vom Kartellamt. Lufthansa kann auch noch mit anderen Mitteln den Druck auf die Piloten erhöhen.

Bonn/Frankfurt (dpa) - Die Lufthansa kommt bei ihrer Neuausrichtung voran. Am Montag gab das Bundeskartellamt dem Dax-Konzern grünes Licht dafür, 38 Jets aus der Flotte des angeschlagenen Konkurrenten Air Berlin zu mieten. Mit dessen Großaktionär Etihad wurden darüber hinaus Kooperationsprojekte verabredet, über die am Mittwoch (1. Februar) in Abu Dhabi informiert werden soll. Zuhause erhöht das Management den Druck auf die streikfreudigen Piloten, deren Schlichtung voraussichtlich an diesem Dienstag zu Ende geht.

Lufthansa mietet die Air-Berlin-Jets samt Besatzungen über einen Zeitraum von sechs Jahren an und will sie bei ihren Töchtern Austrian und Eurowings einsetzen. «Die Übernahme von Flugzeugen eines Wettbewerbers ist wettbewerblich anders zu bewerten als etwa die Übernahme des gesamten Unternehmens», erklärte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. So übernehme die Lufthansa von Air Berlin keine Start- und Landerechte.

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