Unternehmen

Opel: Was bedeutet der Führungswechsel für Erwerber PSA?

Rüsselsheim (dpa) - Mitten im Verkaufsprozess an den französischen PSA-Konzern hat der Autohersteller Opel seinen Chef ausgewechselt. Der abwanderungswillige Karl-Thomas Neumann trat am Montag von seinem Amt als Sprecher der Geschäftsführung zurück. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Opel-Aufsichtsrat umgehend den bisherigen Finanzchef Michael Lohscheller. Der 56 Jahre alte Neumann soll noch bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses Mitglied der Geschäftsführung bleiben, wie die Noch-Tochter des US-Konzerns General Motors am Stammsitz Rüsselsheim mitteilte.

«Lohscheller ist der Mann, der bei Opel die Kostenstrukturen am besten kennt», sagte der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer in einer ersten Reaktion. Er sei damit genau der richtige Manager, den PSA-Chef Carlos Tavares derzeit in Rüsselsheim benötige. Dudenhöffer erwartet nun eine «knallharte Restrukturierung». Anders seien die Vorgaben aus Paris in der derzeitigen Situation gar nicht erreichbar.

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Österreich: Wolford sucht nach neuem Eigentümer

Bregenz (dpa) - Für den österreichischen Wäsche- und Strumpfhersteller Wolford wird ein neuer Eigentürmer gesucht, der das kriselnde Unternehmen mit neuem Kapital ausstattet. Die Hauptaktionärsgruppe um die WMP Familien-Privatstiftung wolle ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen verkaufen, teilte Wolford mit. Die Firma hat nach hohen Betriebsverlusten und Abschreibungen Liquiditätsprobleme.

«Mit dem Erwerb des Aktienpakets durch einen künftigen Kernaktionär soll eine Eigenkapitalmaßnahme verbunden werden, die die Liquidität der Gesellschaft nachhaltig stärkt», heißt es in der Mitteilung vom Freitagabend. Das Volumen der Kapitalerhöhung stehe noch nicht fest. Darüber werde derzeit mit den finanzierenden Banken verhandelt um die Liquidität sicherzustellen, bis ein Käufer und Kapitalgeber gefunden ist.

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DSW: Börsennotierte Unternehmen in Deutschland gehen verantwortungsvoll mit Quartalsberichten um

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Die meisten börsennotierten Unternehmen in Deutschland informieren nach Einschätzung von Aktionärsvertretern ihre Anleger trotz eingedampfter Quartalsberichte ausreichend. «Wir hatten sehr große Befürchtungen, dass mit den Mitteilungen Schindluder getrieben wird. Zwar gibt es Ausreißer, doch das Gros der Unternehmen geht sehr verantwortungsbewusst damit um», sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, der Deutschen Presse-Agentur.

Unternehmen des Prime Standards, die in einem der Börsenindizes Dax, MDax, TecDax oder SDax gelistet sind, müssen seit November 2015 für das erste und dritte Quartal nur noch eine Mitteilung veröffentlichen.

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Patentstreit zwischen Gillette und Wilkinson landet vor Gericht

Schwalbach/Düsseldorf (dpa) - Die Rasierklingenhersteller Gillette und Wilkinson fechten einen Patentstreit vor Gericht aus. Gillette, eine Tochter des US-Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung beantragt, mit der sie dem Konkurrenten Produktion und Vertrieb von Klingen untersagen will, die an den Gillette-Rasierer «Mach3» passen. Sie würden in Deutschland und weiteren europäischen Ländern als Eigenmarken nicht genannter Handelspartner verkauft.

Gillette sieht ein Patent verletzt, das die Verbindung zwischen den Klingen-Einsätzen und den Griffstücken beschreibt und schützt. «Bei der Klage geht es nicht um Schadenersatz. Der Antrag richtet sich auf Patentverletzungen und soll eine einstweilige Verfügung erwirken, um die Verstöße gegen den Patentschutz zu stoppen», erläuterte eine Sprecherin von Procter & Gamble in Schwalbach bei Frankfurt.

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Großbritannien: Ausfall des kompletten IT-Systems bei British Airways

London (dpa) - Ein Ausfall des kompletten IT-Systems hat unzähligen Passagieren der Fluglinie British Airways den Start ins lange Wochenende verdorben. Weltweit kam es zu Flugausfällen und Verspätungen - ausgerechnet an dem Wochenende, an dem viele Menschen in Großbritannien in den Urlaub aufbrechen wollten: An diesem Montag ist dort Feiertag. In England beginnt außerdem eine siebentägige Ferienwoche.

British-Airways-Chef Alex Cruz erklärte über Twitter, dass ein Problem in der Stromversorgung den Systemausfall verursacht haben könnte. Hinweise auf einen Hackerangriff gebe es nicht. Am Sonntag seien viele IT-Netze wieder zum Laufen gebracht worden. Die Technik-Teams der Airline arbeiteten so hart sie nur könnten daran, die Flugprogramme wiederherzustellen.

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