Wirtschaft

Spanien: Erholung auf niedrigem Niveau

Madrid (dpa) - Spaniens Wirtschaft kommt nach der Überwindung einer mehr als zweijährigen Rezession allmählich wieder in Fahrt. Im vierten Quartal 2013 habe Spanien im Vergleich zum Vorquartal ein Wachstum von 0,3 Prozent erzielt, gab Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag im Madrider Parlament bekannt.

Im dritten Quartal 2013 hatte das Krisenland Spanien mit einem Wachstum von 0,1 Prozent die längste Rezession in der jüngeren Geschichte des Landes hinter sich gelassen. „Die Erholung ist noch schwach, aber es ist eine Erholung“, sagte der Minister.

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Fitch bestätigt Frankreich mit 'AA'

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die Einstufung für Frankreich bestätigt. Die Bonitätsnote liege weiterhin bei "AA" und damit auf der dritthöchsten Stufe, teilte Fitch am späten Freitagabend in London mit. Der Ausblick sei stabil. Die Wirtschaft habe sich zuletzt besser als erwartet entwickelt. Die Euro-Schwäche und niedrigere Ölpreise stützten. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaft um rund 1,2 Prozent wachsen und im kommenden um 1,5 Prozent. Damit wurden die bisherigen Erwartungen von 0,8 Prozent Wachstum für 2015 und 1,2 Prozent für 2016 deutlich angehoben. Der Arbeitsmarkt bleibe aber ein Belastungsfaktor.

Griechenland: Neues Milliarden-Sparpaket vor der Verabschiedung

Athen (dpa) - Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hat dem Parlament am späten Samstagabend ein neues hartes Sparprogramm vorgelegt. Das Spar- und Reformpaket habe ein Volumen von bis zu 4,9 Milliarden Euro, berichtete die griechische Finanzpresse am Sonntag nach einer ersten Lesung. Die Billigung der neuen Sparmaßnahmen ist Voraussetzung für weitere Hilfen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland braucht im Juli mehr als sieben Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen. Die Sparmaßnahmen sollen stufenweise von 2019 an in Kraft treten.

Betroffen von den neuen Einsparungen sind hauptsächlich die Rentner und die Mittelschicht. Ab 2019 sollen die Renten um bis zu 18 Prozent gekürzt werden. Ab 2020 soll der jährliche Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro gesenkt werden. Die Gewerkschaften kündigten umfangreiche Streiks an. Das Parlament soll das Sparprogramm am späten Donnerstagabend (18. Mai) billigen.

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RWI: Flüchtlingszustrom lässt Wirtschaft wachsen

Essen (dpa) - Die Ausgaben der öffentlichen Hand zur Bewältigung der Flüchtlingskrise kurbeln die Wirtschaft in Deutschland spürbar an. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent. Zu etwa 0,2 Punkten sei das Wachstum dabei auf die erhöhten staatlichen Aufwendungen für die Flüchtlinge zurückzuführen, berichteten die Konjunkturforscher am Donnerstag.

Für 2016 rechnen die Experten mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, wobei 0,3 Punkte auf den Flüchtlingseffekt zurückzuführen seien. Insgesamt werden die Aufwendungen für Asylbewerber und Flüchtlinge in diesem Jahr die Ausgaben des Jahres 2014 laut RWI um 4,7 Milliarden Euro übersteigen. Für 2016 erwarten die Experten sogar einen Mehraufwand gegenüber 2014 von 12,6 Milliarden Euro.

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Stada: Großaktionär AOC verkauft sämtliche Anteile

Bad Vilbel (dpa) - Der Stada-Großaktionär AOC versilbert mitten im Übernahmepoker um den hessischen Arzneimittelhersteller all seine Anteile. Der Investor hat sein Paket von rund 5 Prozent der Stada-Aktien veräußert, wie ein AOC-Sprecher nach einer Stada-Börsenpflichtmitteilung am Freitag sagte. Der aktivistische Investor war im vergangenen Jahr bei Stada eingestiegen und hatte auf Veränderungen im Geschäftsmodell gedrängt sowie Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht. Man gehe davon aus, dass die veräußerten Anteile den Finanzinvestoren Bain und Cinven angedient würden, teilte AOC mit.

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